Donnerstag, 31.01.2008

Sieg und Rundenrekord

Montoya mischt die NASCAR auf

München - Es ist nicht leicht, als Externer im Klüngel der NASCAR-Piloten akzeptiert zu werden. Erst recht nicht, wenn man unter großem Medienhype aus einer Formel-Serie kommt und meint, die Stock-Car-Piloten gleich einmal aufmischen zu können.

montoya, juan, nascar
© Getty

Stattdessen wird man erst einmal aufgemischt. Ein kleiner Rammstoß hier, ein böses Wort da - als Neuer muss man sich in der größten US-Rennserie von ganz unten langsam nach oben dienen.

Das war auch bei Juan Pablo Montoya nicht anders. Obwohl er in der Formel 1 schon Millionen von Fans begeistert und sich regelmäßig mit dem großen Michael Schumacher angelegt hatte, bekam er zu Beginn seiner NASCAR-Karriere kaum einen Fuß auf die Erde.

Titelverteidigung bei den 24 Stunden von Daytona

Das ist mittlerweile ganz anders. Schon in der vergangenen Saison überzeugte Montoya mit starken Ergebnissen, jetzt, wenige Wochen vor dem Start in seine zweite komplette Saison, sorgt der Kolumbianer für Aufsehen.

Zunächst gewann er mit seinem Ganassi-Team die prestigeträchtigen 24 Stunden von Daytona zum zweiten Mal in Folge, dann machte er bei den jüngsten Testfahrten die komplette US-Elite nass.

Rundenrekord bei Tests in Las Vegas

In Las Vegas fuhr Monty nicht nur Bestzeit, er unterbot auch noch den bestehenden Rundenrekord deutlich. Niemand konnte mit seinem Tempo mithalten, nicht einmal der amtierende Champion Jimmie Johnson.

"Wir hatten gute Tests", resümierte der Kolumbianer. "Der Start ins Jahr ist wirklich gelungen und jeder im Team ist motiviert, die Siegesserie fortzusetzen."

Dass das nicht leicht wird, weiß Montoya. So viel Erfahrung hat er mittlerweile. "Wir müssen abwarten, wo wir stehen, wenn die Saison richtig losgeht", sagte Montoya mit Blick auf den Saisonstart in Daytona am 17. Februar.

Oval-Sieg und Chase

Zwei Ziele soll Monty nach dem Willen seines Crew-Chefs Donnie Wingo 2008 erreichen, damit er endgültig in die Elite aufsteigt: Den ersten Sieg auf einem Oval und den Einzug in den Chase, die Playoffs der besten zwölf Piloten des NASCAR Sprint Cups.

"Der Chase ist etwas, das wir definitiv schaffen können", sagte Wingo. "Wir haben mit Sicherheit den richtigen Fahrer und ich denke auch, dass wir das Team dazu haben."

Montoya selbst lehnt sich entgegen seiner Gewohnheiten aus Formel-1-Zeiten nicht so weit aus dem Fenster: "Können wir den Chase schaffen? Klar. Können wir ein Rennen auf einem Oval gewinnen? Klar. Aber es können so viele Dinge dazwischenkommen. Deshalb rede ich jetzt noch nicht vom Chase."

Noch nicht. Denn sollte Montoya nur annähernd so gut in die Saison starten wie er sich im Vorfeld präsentiert, wird er bald so oft nach dem Chase gefragt werden, dass er sich nicht mehr um eine Antwort drücken kann.

Alexander Mey

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