Vier Deutsche in Top-Five

Der deutsche Aufschwung

Von Daniel Börlein
Freitag, 05.10.2007 | 14:06 Uhr
© Getty
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München - In erster Linie wollte Brian Burke wohl einfach nur höflich sein.

Bei der Bekanntgabe der Kooperation zwischen den Kölner Haien und NHL-Champion Anaheim erklärte der Ducks-Manager: "50 Deutsche hätten das Zeug dazu, in der NHL zu spielen."

Aktuell spielen gerade einmal zehn Deutsche in der besten Liga der Welt. Bei den Ducks im übrigen, trotz Burkes Wertschätzung, kein einziger.

Auch deshalb ist seine Aussage sehr optimistisch, zumal deutsche Profis zuletzt bisweilen Probleme hatten, überhaupt in der DEL zum Zug zu kommen, geschweige denn Akzente zu setzen.

Vier Deutsche in Top 5

In dieser Spielzeit ist das bislang anders. Die deutschen Akteure sorgen wieder für Ausrufezeichen. Bestes Beispiel: Die Torjägerliste nach Spieltag neun.

Dort liegen vier deutsche Profis unter den Top Five. Als einziger Ausländer konnte bislang Ivan Ciernik in die Phalanx der Einheimischen einbrechen. Kölns Slowake führt die Liste der besten Torjäger zusammen mit Nürnbergs Deutsch-Kanadier Ahren Spylo mit neun Treffern an.

Dahinter folgen Ingolstadts Yannic Seidenberg, Iserlohns Michael Wolf und der Düsseldorfer Klaus Kathan mit acht Toren. Derart viele Deutsche an der Spitze der Torjägerliste gab es in 13 Jahren DEL bislang noch nie.

"Erfreulicher Trend"

"Ein absolut erfreulicher Trend, der hoffentlich noch die gesamte Saison anhält", sagt Dieter Hegen, der 1992 der letzte deutsche Torschützenkönig in der damaligen Eishockey-Bundesliga war. Vier Deutsche unter der ersten fünf gab es zuletzt gar in der Saison 83/84.

Doch damals gab es auch noch nicht so viele ausländische Profis. "Insgesamt ist es heute schon schwieriger, sich als Torjäger auszuzeichnen", gibt Hegen zu, verweist aber gleichzeitig auch auf die gestiegene Klasse deutscher Kufencracks. "Die Einheimischen haben sich in allen Teams durchgesetzt, spielen in einer der ersten beiden Reihen. Das war nicht immer so."

Nur noch zehn Ausländer

Maßgeblichen Anteil am Aufschwung hat Nationalcoach Uwe Krupp, der jungen deutschen Profis immer wieder Einsatzzeiten gibt und nimmermüde fordert, die Zahl der Ausländer in der DEL zu reduzieren. "Die Vereine müssen zeigen, ob sie daran interessiert sind, dass Deutschland sich auch international verbessert."

Zumindest ein Stück weit ist die DEL Krupps Forderung nun nachgekommen. Ab der kommenden Saison dürfen nur noch maximal zehn statt der bisherigen elf ausländischen Profis pro Mannschaft auflaufen. Der deutsche Aufschwung soll damit anhalten, und der Trend zur Regel werden.

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