HBL: THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt 24:23

Derby-Thriller! Kiel gewinnt Nord-Schlacht

Sonntag, 13.11.2016 | 16:57 Uhr
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles: Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles: Tag 3
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles: Tag 4
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
Boodles Challenge
Sa14:00
The Boodles: Tag 5
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles
National Rugby League
Sa11:30
Storm -
Eels

Der THW Kiel hat am 11. Spieltag der HBL das Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt dank einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 24:23 (11:14) gewonnen. Entscheidend dafür waren eine tolle Abwehr der Zebras im zweiten Durchgang und der herausragende Andreas Wolff. Unfassbar: Flensburgs Anders Eggert warf nach Ablauf der Spielzeit einen Siebenmeter an den Pfosten.

Der THW (20:2 Punkte) ist damit vor den Füchsen Berlin (19:3) Tabellenführer. Flensburg, das im zehnten Liga-Spiel die erste Niederlage kassierte, belegt den dritten Rang (18:2) vor Meister Rhein-Neckar Löwen (16:2).

Vor 10.285 Zuschauern war Domagoj Duvnjak mit sechs Toren bester Werfer der Gastgeber. Die weiteren Treffer erzielten Niclas Ekberg, Patrick Wiencek (beide 5), Steffen Weinhold (3), Marko Vujin (2), Nikola Bilyk, Lukas Nilsson und Rune Dahmke (alle 1).

Für Flensburg netzten Thomas Mogensen und Anders Eggert jeweils fünf Mal. Die weiteren Tore besorgten Johan Jakobsson, Henrik Toft Hansen, Lasse Svan (alle 3), Holger Glandorf und Kentin Mahe (beide 2).

Erlebe die Handball-Bundesliga Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Die Reaktionen:

Ljubomir Vranjes (Trainer Flensburg): "Wir hatten viele Chancen, haben aber einfach zu viele Fehler gemacht."

Andreas Wolff (Kiel): "Jetzt haben wir den Platz, der uns gebührt. Wir haben gezeigt, das mit uns zu rechnen ist. Das war ein Zeichen an die Konkurrenz."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Flensburg hat alle Mann an Bord, beim THW fehlt der verletzte Christian Dissinger. Gislason setzt zunächst auf Wolff, Santos, Duvnjak, Weinhold, Vujin, Ekberg und Wiencek. Vranjes beginnt mit Andersson, Eggert, Mahe, Mogensen, Glandorf, Svan und Toft Hansen

8.: Hier wird von der ersten Sekunde an um jeden Zentimeter gekämpft. Wiencek macht das exzellent! Kiels Kreisläufer schnappt sich nach einer Parade von Andersson den Ball mit einer Hand aus der Luft und erzielt nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand das 3:3.

13.: Es ist bisher ein tolles Spiel mit einer ungeheuren Intensität. Mogensen vernascht mit einer Körpertäuschung die THW-Deckung, bricht durch und macht sein bereits viertes Tor. 7:5 liegen die Gäste in Führung.

21.: Wolff ist nach anfänglichen Schwierigkeiten super drin im Spiel, er hält die Zebras momentan am Leben. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es Siebenmeter für Kiel. Und was macht Andersson? Der hält das Ding und zeigt, dass er momentan kein bisschen schlechter drauf ist als Wolff. 10:7 für Flensburg.

30.: Pause in der Sparkassen-Arena. In den letzten Minuten der ersten Hälfte zieht Flensburg zwischenzeitlich auf sechs Tore davon, doch die Zebras kämpfen sich zurück. Mit einem 14:11 für die Gäste geht es in die Pause.

Stefan Kretzschmar im Legenden-Interview: "Wodka-Lemon in Dosen fanden wir überragend"

38.: Die Partie wird immer hektischer, schön anzuschauen ist das momentan nicht. Kiel bleibt in der guten Deckung der Flensburger ein ums andere Mal hängen, auf der anderen Seite leistet sich Glandorf ein Stürmerfoul. 15:12 führt die SG.

41.: Was ist denn jetzt los? Ekberg erzielt nach einem Tempogenstoß das 15:15. Wenig später wirft das Vranjes-Team die Murmel zum wiederholten Male einfach weg und Wiencek läuft alleine auf den Kasten zu. Ist das die Führung für Kiel? Nein! Andersson pariert großartig. Er und sein Gegenüber Wolff glänzen total.

48.: Es ist ein Krimi, eine echte Schlacht! Kiel geht zwischendurch in Führung, doch dann bringt Vranjes Johan Jakobsson. Der haut dem starken Wolff die Kugel aus dem Rückraum um die Ohren. 18:17 für Flensburg, Gislason nimmt die Auszeit.

54.: Die Sparkassen-Arena steht Kopf. Flensburg macht viel zu viele Fehler und die Zebras kommen in den Tempogegenstoß. Duvnjak bedient Ekberg, der auf 22:20 erhöht. Kann die SG das noch drehen?

60.: Was für ein Drama! Die Zeit ist abgelaufen, Kiel führt 24:23, es gibt aber richtigerweise noch den Siebenmeter für Flensburg. Und Eggert wirft das Ding an den Pfosten!!! Kiel siegt mit 24:23.

Der Star des Spiels: Andreas Wolff. Der Keeper brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden. Dann war er allerdings hellwach, zeigte großartige Paraden und verhinderte in der ersten Halbzeit einen noch größeren Rückstand seiner Mannschaft. Insgesamt zeigte Wolff 22 Paraden und wehrte 48,89 Prozent aller Würfe auf seinen Kasten ab. Auch sein Gegenüber Andersson hielt stark (16 Paraden, 41,03 Prozent).

Der Flop des Spiels: Anders Eggert. Der Linksaußen erzielte zwar fünf Tore, doch er ließ über das gesamte Spiel hinweg gesehen einige einfache Würfe liegen (5 von 11, 45,45 Prozent). Er warf zudem am Ende den entscheidenden Siebenmeter an den Pfosten.

Das fiel auf:

  • Die Truppe von der Förde hatte lange Zeit große Probleme im Positionsangriff. Da der Ball oft nicht gut genug lief und zu wenig Bewegung im Spiel war, war der THW von der individuellen Klasse seiner Spieler abhängig. Doch diese setzte sich häufig nicht durch gegen die starke SG-Abwehr.
  • Erst als im zweiten Durchgang die 6:0-Abwehr immer aggressiver wurde und wie eine Wand stand, kamen die Zebras zurück. Neben Wolff war dabei auch Duvnjak (5 von 12) ein wichtiger Mann, der in der Abwehr kämpfte und im Angriff in der Schlussphase ganz wichtige Tore erzielte.
  • Flensburg erlaubte sich in der zweiten Halbzeit viel zu viele Fehler. Ganz bitter: Ausgerechnet der nach seinem langen verletzungsbedingten Ausfall spät auf die Platte gekommene Rasmus Lauge gab das Spiel mit aus der Hand. Er leistete sich nach seiner Hereinnahme zwei Ballverluste, wodurch der THW erstmals in Führung ging.
  • Schiedsrichter waren die Brüder Andreas und Marcus Pritschow aus Stuttgart. Das Duo präsentierte sich über weite Strecken im Hexenkessel Sparkassen-Arena wirklich gut, hatte aber ausgerechnet ganz am Ende die eine oder andere falsche Entscheidung zu verantworten.

Die HBL im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung