Enttäuschung in der Champions League

Flensburg scheitert in Kielce

SID
Mittwoch, 27.04.2016 | 20:18 Uhr
Rasmus Lauge und Co. mussten sich nach einem Krimi geschlagen geben
© getty
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Die SG Flensburg-Handewitt ist nach einem Handball-Krimi im Viertelfinale der Champions League gescheitert. Der deutsche Pokalsieger unterlag im Rückspiel beim polnischen Meister KS Vive Kielce 28:29 (13:14) und verpasste nach dem 28:28 im Hinspiel die Teilnahme am Final-Four-Turnier in Köln.

Damit ruhen die deutschen Hoffnungen in der Königsklasse auf Rekordmeister THW Kiel, der am Samstag nach einem 29:24-Hinspielerfolg bei Titelverteidiger FC Barcelona gastiert.

Im Hexenkessel von Kielce unterlag Flensburg trotz einer starken Leistung von Torhüter Mattias Andersson. Kielce mit Europameister Tobias Reichmann (sieben Tore) profitierte von einigen fragwürdigen Entscheidungen der französischen Schiedsrichter, die den Gastgebern häufig Überzahlsituationen ermöglichten. In der letzten Sekunde verweigerten die Schiedsrichter der SG einen Siebenmeter, ein 29:29 hätte zum Weiterkommen gereicht.

"Wenn die Schiedsrichter nicht den Arsch in der Hose haben, den zu pfeifen, dann tut das weh", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke bei Sky. Auch Trainer Ljubomir Vranjes war enttäuscht: "Wir haben sehr gekämpft und dann passiert so etwas", sagte Vranjes mit Blick auf die umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen: "Wir waren besser heute. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

Nach der Champions League ist vor dem Pokal

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit setzte sich Kielce in der 40. Minute auf 19:16 ab, doch der Champions-League-Sieger von 2014 glich wieder aus (21:21/45. Minute). Beim 26:25 (54.) ging das Team von Vranjes nach längerer Zeit sogar in Führung, doch in einer hektischen Schlussphase hatten die Gastgeber das glücklichere Ende für sich. Beste Werfer der Gäste waren Rasmus Lauge Schmidt und Lasse Svan mit jeweils acht Toren.

Flensburg ist bereits am Wochenende beim Final Four um den DHB-Pokal in Hamburg wieder gefordert. Im Halbfinale trifft die SG am Samstag auf den Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen.

Alles zur SG Flensburg-Handewitt

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