Mittwoch, 27.01.2016
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Deutschland - Dänemark 25:23

HALBFINALE! DHB schafft Sensation

Unfassbar! Deutschland steht bei der EM in Polen in der Finalrunde. Das von Verletzungen gebeutelte DHB-Team setzte sich in seinem letzten Hauptrundenspiel mit 25:23 (12:13) gegen den haushohen Favoriten Dänemark durch. Am Freitag trifft Deutschland als Gruppenzweiter in Krakau auf Norwegen, Kroatien bekommt es mit Spanien zu tun.

Das DHB-Team traf im letzten Hauptrundenspiel auf Dänemark
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Das DHB-Team traf im letzten Hauptrundenspiel auf Dänemark

Damit feierte die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson den fünften Sieg in Serie.

Bester deutscher Werfer war Steffen Fäth mit sechs Toren. Die weiteren Treffer erzielten Fabian Wiede (5), Tobias Reichmann (4), Kai Häfner (3), Rune Dahmke (2), Martin Strobel, Erik Schmidt, Julius Kühn, Niclas Pieczkowski und Jannik Kohlbacher (alle 1).

Deutschland vs. Dänemark im BOXSCORE

Bei den Dänen war Superstar Mikkel Hansen mit sieben Treffern Topscorer.

Die Reaktionen:

Dagur Sigurdsson: "Wir haben einfach unser Ding durchgezogen. Das war eine grandiose Leistung, fantastisch. Wir haben uns nicht verrückt machen lassen."

Tobias Reichmann: "Jetzt ist alles möglich. Wir werden ohne Druck aufspielen, werden uns vor keinem Gegner verstecken."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Da Weinhold und Dissinger verletzt ausfallen, muss Sigurdsson im Rückraum umbauen. Fäth rückt auf die halblinke Position, Strobel beginnt als Spielmacher, Wiede halbrechts. Sonst alles wie gehabt: Linksaußen spielt Dahmke, Rechtsaußen Reichmann, am Kreis Pekeler und im Tor Wolff. Lichtlein ist der Kapitän.

6.: Dänemark ist in Unterzahl und Wiede spielt einen schönen Pass auf Dahmke, der frei einspringen kann. Allerdings zeigt Landin schon in den ersten Minuten, dass er voll da ist und pariert erstklassig. 2:3 aus DHB-Sicht.

13.: Sauber! Drei Buden in Serie für die Deutschen, die derzeit super in der Abwehr stehen. Wolff pariert und spielt einen langen Pass auf Dahmke. Der fängt die Kugel stark und versenkt eiskalt. 6:5 - erste Führung für Deutschland.

Die besten Spieler der EM 2016
TORJÄGER: Rang 4: Tobias Reichmann (Deutschland): 29 Tore (76 Prozent Trefferquote)
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TORJÄGER: Rang 4: Tobias Reichmann (Deutschland): 29 Tore (76 Prozent Trefferquote)
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Rang 3: Valero Rivera (Spanien): 30 Tore (77 Prozent Trefferquote)
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Rang 3: Valero Rivera (Spanien): 30 Tore (77 Prozent Trefferquote)
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Rang 2: Kiril Lazarov (Mazedonien): 32 Tore (53 Prozent Trefferquote)
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Rang 2: Kiril Lazarov (Mazedonien): 32 Tore (53 Prozent Trefferquote)
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Rang 1: Michal Jurecki (Polen): 32 Tore (62 Prozent Trefferquote)
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Rang 1: Michal Jurecki (Polen): 32 Tore (62 Prozent Trefferquote)
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TORHÜTER: Rang 3: Andreas Wolff (Deutschland): 36 Prozent gehaltene Bälle
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TORHÜTER: Rang 3: Andreas Wolff (Deutschland): 36 Prozent gehaltene Bälle
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Rang 3: Victor Kireev (Russland): 36 Prozent gehalten Bälle
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Rang 3: Victor Kireev (Russland): 36 Prozent gehalten Bälle
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Rang 2: Thierry Omeyer (Frankreich): 37 Prozent gehaltene Bälle
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Rang 2: Thierry Omeyer (Frankreich): 37 Prozent gehaltene Bälle
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Rang 1: Arpad Sterbik (Spanien): 38 Prozent gehaltene Bälle
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Rang 1: Arpad Sterbik (Spanien): 38 Prozent gehaltene Bälle
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ASSISTS: Rang 3: Laszlo Nagy (Ungarn): 25 Assits (5,0 pro Spiel)
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ASSISTS: Rang 3: Laszlo Nagy (Ungarn): 25 Assits (5,0 pro Spiel)
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Rang 2: Steffen Weinhold (Deutschland): 28 Assists (5,6 pro Spiel)
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Rang 2: Steffen Weinhold (Deutschland): 28 Assists (5,6 pro Spiel)
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Rang 1: Mikkel Hansen (Dänemark): 36 Assists (7,2 pro Spiel)
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Rang 1: Mikkel Hansen (Dänemark): 36 Assists (7,2 pro Spiel)
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7-METER-KILLER: Rang 3: Viachaslau Saldatsenka (Weißrussland): 35 Prozent gehaltene 7-Meter
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7-METER-KILLER: Rang 3: Viachaslau Saldatsenka (Weißrussland): 35 Prozent gehaltene 7-Meter
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Rang 2: Niklas Landin Jacobsen (Dänemark): 44 Prozent gehaltene 7-Meter
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Rang 2: Niklas Landin Jacobsen (Dänemark): 44 Prozent gehaltene 7-Meter
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Rang 1: Carsten Lichtlein (Deutschland): 50 Prozent gehaltene 7-Meter
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Rang 1: Carsten Lichtlein (Deutschland): 50 Prozent gehaltene 7-Meter
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22.: Bockstark, Jungs! Nachrücker Häfner ist zum ersten Mal auf der Platte. Der Junge hat Mumm. Mit einem Wackler bahnt er sich seinen Weg, wirft aus dem Rückraum - und trifft! 10:8 für Deutschland. Übrigens: Fäth macht bisher ein super Spiel.

30.: Halbzeit in Breslau. Leider läuft es in den letzten Minuten mäßig, es sind ein paar Fehler zu viel dabei. Dänemark startet einen 5:2-Lauf und geht mit einer 13:12-Führung in die Pause. Allerdings sollten die ersten 30 Minuten Mut machen, das sieht insgesamt bisher gut aus.

34.: Guter Start der Sigurdsson-Jungs. Erst macht Reichmann zwei Tore, dann hält Wiede aus dem Rückraum drauf und macht das 15:13. Kann das tatsächlich klappen mit dem Halbfinale? Noch kann man es nicht glauben...

38.: Unglaublich, was die Dänen grade liegen lassen. Weil Deutschland in Unterzahl ist, bringen sie im Angriff einen zusätzlichen Feldspieler für Wolff. Einmal versucht es Landin nach einem Ballverlust der Deutschen direkt und wirft weit drüber. Dann wirft Noddesbo - es ist kein Keeper drin - auf das Tor, aber Reichmann lenkt die Kugel am Kasten vorbei. 16:16.

51.: Es ist nun endgültig eine unfassbare Schlacht. Deutschland deckt jetzt quasi nur noch aggressiv 4:2, was den Dänen teilweise große Probleme bereitet. Wolff hält gegen Lindberg, auf der anderen Seite versucht es der freche Häfner aus dem Rückraum, wird aber von Landin ausgebremst. 21:21.

58.: Drama pur. Es steht 23:23 und es gibt Siebenmeter für Deutschland. Reichmann gegen Landin - drin das Ding! 24:23! Unfassbar.

Die Gewinner der Handball-EM
1994, SCHWEDEN: Portugal lädt zur ersten EM - und der erste Titel geht an die Skandinavier! Der hier jubelnde Keeper Tomas Svensson schafft es sogar ins Allstar-Team
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1996, RUSSLAND: Zweites Finale und der erste Triumph für Russland - Andrei Lawrow, seines Zeichens größter Titelsammer der Geschichte, darf sich in Spanien freuen
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1998, SCHWEDEN: In Italien geht es für den späteren Sieger u.a. gegen Deutschland. Auch für Torwart Jan Holpert sind Schwedens Angreifer nicht zu stoppen
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2008, DÄNEMARK: Die Norweger laden 2008 zum EM-Gipfel, den Dänemark zum ersten Mal für sich entscheidet
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2010, FRANKREICH: Zum zweiten Mal hintereinander steht Kroatien im Finale, doch als Sieger gehen die Franzosen vom Feld. Austragungsland ist Österreich
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2012, DÄNEMARK: In den letzten Jahren etablierte sich ein fleißiges Sieger-Wechsel-Dich zwischen Frankreich und Dänemark. Mikkel Hansen kann 2012 dank eines Erfolgs über Ausrichter Serbien für Dänemark die Silberschale in den Himmel recken...
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2014, FRANKREICH ...dann sind 2014 wieder die Franzosen dran, die in Dänemark den damaligen Titelträger aus der eigenen Halle feuern (41:32)
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60.: Aus! Aus! Aus! Deutschland steht im Halbfinale. Das gibt es doch gar nicht. Wahnsinn, Männer! 25:23 der Endstand.

Der Star des Spiels: Steffen Fäth. War mit seinen fünf Toren im ersten Durchgang der Grund dafür, dass Deutschland überhaupt dran blieb. Ließ aus dem Rückraum unglaubliche Geschosse los, hatte am Ende sechs Buden auf dem Konto.

Der Flop des Spiels: Michael Damgaard. Warf elf Mal auf das deutsche Tor und traf dabei nur drei Mal. Seine Quote von 27 Prozent war einfach unterirdisch.

Das fiel auf:

  • Das DHB-Team rotierte im Rückraum ordentlich durch, wechselte immer wieder die Positionen. Fäth, Strobel, Häfner - alle drei gaben zwischendurch den Spielmacher, kreuzten viel. Strobel strahlte lange überhaupt keine Torgefahr aus, machte aber in der Schlussphase eine ganz wichtige Bude.
  • Deutschland agierte in der zweiten Halbzeit fast nur noch mit seiner extrem offensiven 4:2-Deckung. Hansen wurde dabei meistens von Reichmann in Beschlag genommen. Jedenfalls bereitete diese Variante den Dänen teilweise große Probleme. Insgesamt war die DHB-Abwehr überragend. Pekeler und Lemke machten einen tollen Job.
  • Die Dänen deckten ebenfalls unglaublich variantenreich und offensiv. Teilweise wurde die Abwehrformation während der deutschen Angriffe umgestellt.
  • Über die Außen ging bei Deutschland vor allem in der ersten Halbzeit fast nichts. Deshalb ließ Sigurdsson Dahmke ab dem Beginn der zweiten Hälfte erstmal raus und brachte Pieczkowski. Später kam Dahmke wieder auf seine Position. Insgesamt verwandelte das DHB-Team allerdings von den Außen nur 50 Prozent seiner Würfe (3 von 6).
  • Andreas Wolff machte seine Sache einmal mehr hervorragend. Am Ende stand für ihn eine Quote von 35 Prozent zu Buche (12 von 34).
  • Die Nachrücker Häfner und Kühn traten ohne Furcht auf. Häfner spielte rotzfrech und machte drei Tore. Seine Trefferquote von 50 Prozent war natürlich trotzdem nicht herausragend. Kühn stand insgesamt knapp 12 Minuten auf dem Feld und erzielte ein Tor.

Alles zur EM 2016

Für SPOX in Breslau: Felix Götz

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Felix Götz(Redaktion)

Felix Götz, Jahrgang 1982, kehrte nach einjährigem Zwischenstopp bei Sport1 im März 2013 zurück zu SPOX, wo er bereits zuvor sein Volontariat absolvierte. Geboren und aufgewachsen in Ehingen an der Donau, studierte er in Freiburg an der Pädagogischen Hochschule, ehe es ihn 2008 nach München zog. Aktuell kümmert er sich als verantwortlicher Redakteur um den Sportsbereich mit dem Schwerpunkt Handball, die NFL und die Newsredaktion bei Perform Deutschland. Für SPOX berichtete Götz unter anderem von der Handball-WM in Katar, der Handball-EM in Polen und den Olympischen Spielen in Rio.

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