Karpaten-Trophy in Rumänien

DHB-Team verliert bei Trainer-Debüt

SID
Freitag, 20.03.2015 | 19:02 Uhr
Shenia Minevskaja war die beste Werferin der deutschen Auswahl
© getty
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Die deutschen Frauen haben beim Debüt des neuen Bundestrainers Jakob Vestergaard eine unglückliche Niederlage erlitten. Bei der Karpaten-Trophy in Rumänien unterlag die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Freitag dem EM-Dritten Schweden mit 32:33 (27:27, 12:13) nach Siebenmeterwerfen. Beste deutsche Schützin war Shenia Minevskaja mit sechs Treffern.

"Das war ein sehr enges Spiel. Wir hatten in der zweiten Halbzeit die Chance, gegen Schweden zu gewinnen. Ich bin nicht glücklich, denn wir haben verloren, und das ist kein gutes Gefühl - aber die Leistung geht nach erst sechs gemeinsamen Trainingseinheiten in Ordnung", sagte Verstergaard.

Am Samstag trifft das DHB-Team zum Abschluss des Turniers auf Weltmeister Brasilien oder Gastgeber Rumänien.

In einer ausgeglichenen Partie gelang Deutschland durch Anja Althaus der erste Treffer (1. Minute). Es sollte die einzige deutsche Führung bis zur Halbzeitpause bleiben. Mit 13:12 für Schweden ging es in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen.

Dann wurde es dramatisch: 11 Sekunden vor Schluss führte Schweden mit 27:26, ehe Nadja Nadgornaja die deutsche Mannschaft ins Siebenmeterwerfen rettete. Dort hatten die Skandinavierinnen das bessere Ende für sich.

"Schweden ist ein sehr starkes Team, da werden wir sehen, ob wir auf dem richtigen Weg sind oder ob wir noch viel härter arbeiten müssen, um die Spitze zu erreichen", hatte Vestergaard vorab im SID-Interview gesagt.

Verstergaard seit Januar Jensen-Nachfolger

Die Premiere bestätigte den Coach in seiner Einschätzung, dass viel zu tun ist, um die angestrebten Zielen zu erreichen.

Im Januar hatte Vestergaard die Nachfolge seines dänischen Landsmanns Heine Jensen angetreten. Der erfolglose Jensen war entlassen worden, nachdem die DHB-Frauen im vergangenen Dezember bei der EM in Kroatien und Ungarn als Medaillenaspirant auf Platz zehn arg enttäuscht hatten. Auch bei der WM 2013 sprang nur der siebte Platz heraus.

Nächstes Ziel sind WM-Play-offs

Mit Vestergaard und Co-Trainerin Grit Jurack soll die deutsche Mannschaft nun in die Weltspitze zurückkehren. Nächstes Ziel sind die WM-Play-offs im Juni gegen Russland, in denen es auch um die Olympia-Qualifikation geht.

Nach der WM in Dänemark im Dezember stehen für Vestergaard und das deutsche Team mit Olympia 2016 in Rio de Janeiro und der WM 2017 im eigenen Land zwei weitere Großereignisse an.

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