DHB-Handballer starten in die heiße Phase

SID
Mittwoch, 02.01.2013 | 12:47 Uhr
Für Martin Heuberger (m.) und seine Jungs läuft die entscheidende Vorbereitungsphase an
© Getty
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Mit dem Länderspiel in Schweden beginnt für Deutschlands Handballer die heiße Phase der WM-Vorbereitung. "Ein sehr guter Testgegner, um den Ernstfall zu proben", erklärte Bundestrainer Martin Heuberger.

Standortbestimmung Schweden: Die deutschen Handballer starten mit einem Länderspiel beim Olympiazweiten in die heiße Phase der WM-Vorbereitung. "Mit ihren jungen Leuten wird die Mannschaft auf Jahre hinaus eine große Qualität haben", sagte Bundestrainer Martin Heuberger vor dem ersten Vergleich mit dem Rekord-Europameister am Donnerstag in Växjö.

Das Rückspiel gegen die nicht für die WM in Spanien (11. bis 27. Januar) qualifizierten Schweden findet am Samstag in Hamburg statt.

Nachdem beim Lehrgang kurz vor dem Jahreswechsel in der Sportschule Steinbach die Konditionsarbeit im Vordergrund stand, müssen nun die taktischen Abläufe einstudiert werden.

"Viel Zeit bleibt nicht", stellte Heuberger fest, den WM-Auftakt gegen Brasilien (12. Januar) in Granollers hat er dabei schon im Hinterkopf.

Junge Spieler einberufen

Die vom Verletzungspech gebeutelte Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) muss schnell zusammenwachsen. In Växjö wird der 24 Jahre alte Linksaußen Kevin Schmidt von der HSG Wetzlar sein Debüt in der Nationalmannschaft geben.

In Steffen Fäth (22), Patrick Wiencek (23), Patrick Groetzki (23) und Tobias Reichmann (24) hat Heuberger weitere Akteure aus der Abteilung "Jugend forscht" in sein 16 Mann starkes WM-Aufgebot berufen.

"Gewisse Drucksituation sind bei einer WM für die jungen Leute natürlich da. Es ist daher wichtig, dass wir auch einige gestandene Spieler dabei haben. Mit ihrer Hilfe wird es uns gelingen, als Team zu überzeugen", sagte der Bundestrainer und legte sich auf eine Erfolgsformel fest: "Wir brauchen eine starke Leistung in der Abwehr und starke Torhüter. Im Angriff wollen wir über das Kollektiv zum Erfolg kommen."

Nach den beiden Spielen gegen Schweden bleibt nur noch die Generalprobe gegen Rumänien (9. Januar) in Stuttgart, um die WM-Reife zu erlangen.

Minimalziel: WM-Achtelfinale

Kapitän Oliver Roggisch spürte aber schon vor dem Abflug nach Kopenhagen, von wo aus es am Mittwoch mit dem Bus nach Schweden weiterging, Aufbruchstimmung: "Ich bin überrascht, mit welchem Einsatz alle schon in den ersten Einheiten bei der Sache waren. Auch das zeigt den guten Charakter der Mannschaft. Und es ist immer wieder eine schöne Sache, in dieses Team zu kommen. In unserer Mannschaft können alle Handball spielen. Das müssen wir uns klar machen."

Einziges Sorgenkind ist derzeit der Berliner Sven-Sören Christophersen. Nach einem Außenbandanriss im Knie fehlt der Rückraum-Hoffnung Spielpraxis.

Nach der heftig kritisierten verletzungsbedingten Absage des Flensburgers Holger Glandorf und den schmerzhaften Ausfällen der Verletzten Uwe Gensheimer und Lars Kaufmann darf es keine weitere Rückschläge geben. Das, so Heuberger, "wäre fatal".

Als WM-Minimalziel hat der Bundestrainer den Einzug ins Achtelfinale ausgegeben. Neben Brasilien sind Titelverteidiger Frankreich, Panamerika-Champion Argentinien, Montenegro und Afrikameister Tunesien deutsche Vorrundengegner. Die ersten vier Teams erreichen die K.o.-Runde.

Der WM-Spielplan im Überblick

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