Samstag, 02.06.2012

Komplette Spielzeit ohne Niederlage

68:0! THW Kiel schafft die perfekte Saison

Um Punkt 17:54 Uhr am Samstag war die historische Bestmarke endgültig erreicht: Die perfekte Saison ohne Niederlage, die Meisterschaft der weißen Weste. Mit dem 39:29 (18:16)-Sieg im letzten Saisonspiel gegen den VfL Gummersbach schloss der deutsche Meister THW Kiel die Bundesligasaison 2011/2012 mit 68:0 Punkten ab und krönte damit eine unglaubliche Serie.

Was für Bilder! Marcus Ahlm (M.) stemmt die Meisterschale in die Höhe
© Getty
Was für Bilder! Marcus Ahlm (M.) stemmt die Meisterschale in die Höhe

Noch nie zuvor in der deutschen Sportgeschichte konnte ein Profiteam eine Meisterschaft feiern, ohne auch nur einen einzigen Punkt abzugeben.

Nach dem Schlusspfiff tanzten die Kieler im Kreis, ihre Fans hatten die letzte Minute mit stehenden Ovationen begleitet. Bei der Übergabe der Meisterschale in der Ostseehalle durch Ligapräsident Reiner Witte an das Team spritze der Schampus, "Triple" stand in feurigen Lettern hinter dem Siegespodest.

Zuvor wurde Rückraumstar Kim Andersson, der noch einmal acht Tore warf, als Spieler der Saison ausgezeichnet. Coach Alfred Gislason wurde als Trainer des Jahres geehrt und mit Bier geduscht. Andersson verlässt den Klub allerdings Richtung Kopenhagen.

17. Titel für den THW

Für den THW war es der insgesamt 17. Deutsche Meistertitel. Außerdem gewannen die unschlagbaren "Zebras" in diesem Jahr auch den deutschen Pokal und die europäische Champions League.

"Langsam sickert es ein, dass wir Historisches geschafft haben", sagte Trainer Gislason, "es wird sehr schwierig, das alles zu wiederholen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich bin sehr froh , dass die Mannschaft das geschafft hat."

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Der letzte Bundesliga-Spieltag hatte sportlich praktisch keine Bedeutung mehr. Die drei Aufsteiger Bergischer HC, TV 05/07 Hüttenberg und Eintracht Hildesheim standen bereits vorher als Wieder-Absteiger fest und auch die weiteren wichtigen Plätze waren schon vergeben. Die SG Flensburg-Handewitt als Vizemeister und der Dritte, die Füchse Berlin, nehmen an der Champions League teil.

Feier auf dem Rathausplatz

Der entthronte Meister HSV Hamburg kann als Vierter noch über ein Wildcard-Turnier das Ticket für die Königsklasse lösen, ist aber ebenso wie die Rhein-Neckar Löwen für den neuen EHF Europa Pokal qualifiziert. Ebenfalls im Europacup dabei ist der SC Magdeburg als Sechster und Titelverteidiger Frisch-Auf-Göppingen.

Auf dem Kieler Rathausplatz begannen die Feierlichkeiten bereits eine halbe Stunde vor Spielbeginn um 15.30 Uhr. Tausende, die nicht zu den 10.250 Glücklichen mit einer Eintrittskarte für die Halle zählten, sahen sich das abschließende Saisonspiel auf einer 50 Quadratmeter großen Leinwand an.

"Wir werden feiern, feiern und dann feiern", krächzte ein Fan in eine TV-Kamera. Nach der Partie wollten die THW-Spieler und ihr Erfolgstrainer Gislason von der Arena im offenen Autokorso zum Rathaus fahren und sich dort anschließend auf dem Balkon ihren Anhängern präsentieren.

Die unglaubliche Saison des THW Kiel im Überblick


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