Sonntag, 13.05.2012

Noch vier Siege bis zur perfekten Saison

THW Kiel bleibt gegen HSV ungeschlagen

Der THW Kiel hat seine Vormachtstellung im deutschen Handball erneut auf beeindruckende Art und Weise unterstrichen. Die als neuer deutscher Meister feststehende Mannschaft von Trainer Alfred Gislason hat am Sonntagnachmittag auch seine 30. Partie in der Handball-Bundesliga gewonnen. Beim Vorjahres-Champion HSV Hamburg gewann der THW in einer hitzigen Begegnung souverän 38:34 (21:17).

Dominik Klein (r.) und der THW Kiel waren diese Saison einfach unschlagbar
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Dominik Klein (r.) und der THW Kiel waren diese Saison einfach unschlagbar

Hans Lindberg hätte es verdient gehabt, dass sein 1.600. Tor für den HSV mehr gewürdigt wird. Doch die 13.296 Zuschauer konnten nicht einmal seinen Namen ausrufen, da zappelte der Ball schon wieder im Netz der Hamburger. Jegliche Stimmung war dahin. Das Tempospiel des THW Kiel entwickelte sich zum Albtraum für den Ex-Meister.

"Ich bin stolz auf die Jungs", sagte Gislason nach dem Erfolg. "Wir haben überragend gespielt und verdient gewonnen." Er sprach von einem Meilenstein in Richtung perfekte Saison ohne Verlustpunkt. Bei 60:0 Zählern steht Kiel bereits, am Ende sollen es 68:0 sein - und am liebsten das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League. Zwei Drittel davon sind bereits geschafft.

Doch besonders die letzten beiden Saisonspiele schätzt der Isländer schwer ein: "Nur drei Tage nach dem Final Four um die Champions League spielen wir in Hildesheim. Da müssen wir aufpassen. Und gerade das letzte Spiel gegen Gummersbach wird schwierig. Diese Mannschaft ist schwer auszurechnen und kann gegen jede Mannschaft in der Welt gewinnen."

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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"Immer wenn sie mussten, haben sie einen freien Mann gefunden"

Gewinnen - genau das müsste dem HSV wieder einmal gelingen. Nach dem Spiel gegen MT Melsungen, dem Pokal-Halbfinale gegen Kiel und nun dem Bundesligaspiel war es die dritte Niederlage in Folge. "Wir machen gleich zu Beginn einen technischen Fehler, der überflüssig war", sagte Torsten Jansen. "So eine Situation alleine reicht bei uns im Moment, um ins Trudeln zu geraten. So etwas lässt sich einfach nicht abstellen."

Auch Pascal Hens gab zu, dass man dem THW nie gefährlich werden konnte: "Immer wenn sie mussten, haben sie einen freien Mann gefunden. Das ist der THW Kiel, wie er diese Saison auftritt." Mit den 34 erzielten Toren seiner Mannschaft war er zufrieden. "Aber 38 Gegentore, bereits 21 zur Halbzeit. Das geht einfach nicht."

HSV muss um die Champions-League-Teilnahme bangen

Nur die Aussicht auf die kommende Saison lässt ein wenig hoffen. "Der HSV Handball wird immer eine gute Mannschaft aufstellen", stellte Trainer Martin Schwalb klar. "Wenn ein Oscar Carlen für uns spielen kann, ein Jogi Bitter wieder im Tor steht und auch der neue Mann Andreas Nilson dabei ist, sind wir gut aufgestellt."

Doch das ist Zukunftsmusik. Erst einmal steht am Mittwoch das nächste und letzte Heimspiel gegen den VfL Gummersbach an. Der HSV darf sich keinen weiteren Ausrutscher leisten, um den vierten Tabellenplatz zu sichern und auf die Teilnahme an der Champions League zu hoffen.

Für die Hamburger geht es nur noch darum, die verletzungsgeplagte Saison mit einigermaßen Anstand zu Ende zu bringen und dann wieder oben anzugreifen. "Kiel dürfte solch eine Saison nicht wiederholen können", sagte Michael Kraus unter der Woche. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Tabelle

 


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