Traum von perfekter Saison ohne Niederlage

50:0 Punkte: THW Kiel marschiert weiter

SID
Donnerstag, 22.03.2012 | 14:57 Uhr
Kim Andersson wechselte 2005 vom IK Sävehof zum THW Kiel
© Getty
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Die mitgereisten Fans des THW Kiel hatten sich vorbereitet. Warum auch nicht? Die Produktion der Pappen mit dem Aufdruck 50:0 stellte vor dem Spiel des deutschen Handball-Rekordmeisters bei der MT Melsungen praktisch kein Risiko dar.

27:19 (11:9) gewannen die Kieler wieder einmal nahezu ungefährdet. Der 25. Sieg im 25. Spiel der Saison. Oder eben 50:0 Punkte. Mehr Dominanz geht nicht. Doch mit derartigen Jubiläen hält man sich beim THW gar nicht lange auf. Der Triumphzug soll bis zum Ende der Spielzeit weitergehen.

"Die Sache mit den Schildern war eine schöne Idee", sagte Nationalspieler Dominik Klein: "Aber ich bin mir sicher, dass sich die Fans noch etwas Besseres einfallen lassen, wenn es am Ende tatsächlich 68:0 Punkte sind." Es soll eine perfekte Saison werden. Ohne Niederlage in der Liga. Mit dem 17. Meistertitel der Klubgeschichte. Als Krönung winken zudem der Gewinn der Champions League und des DHB-Pokals.

Besser als jeder andere Konkurrent

"Wir hatten im Hinterkopf, dass der THW ja auch mal verlieren muss, also warum nicht hier", sagte Melsungens Trainer Michael Roth nach der Partie. Seine Frage war schnell beantwortet: Weil die Kieler besser sind. Besser als Melsungen, besser als jeder andere Konkurrent, der sich ihnen bisher in den Weg stellte.

Einzig in der Gruppenphase der Champions League ließ man ein paar Federn: Zwei Unentschieden, eine Niederlage. Dennoch steht der THW als erster Verein des Teilnehmerfeldes bereits im Viertelfinale.

In der Bundesliga wagt ohnehin niemand mehr, an der Überlegenheit des Tabellenführers zu zweifeln.

Acht Punkte beträgt der Vorsprung auf die zweitplatzierten Füchse Berlin. Der Hauptstadtklub darf sich am kommenden Mittwoch als nächstes am Sturz der Kieler versuchen. Die Erfolgsaussichten sind gering.

"Wir wollen es ja nicht bei 50:0 Punkten belassen", sagt Rückraumstar Kim Andersson. Für die Konkurrenz klingt das wie eine Drohung.

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