Nach CL-Achtelfinal-Einzug

Barcelona kündigt Protest gegen Löwen-Spiel an

SID
Montag, 21.02.2011 | 12:33 Uhr
In besagtem Spiel mit 15 Toren bester Werfer der Rhein-Neckar-Löwen: Uwe Gensheimer
© sid
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Die Rhein-Neckar Löwen müssen möglicherweise um den vorzeitigen Einzug ins Champions-League-Achtelfinale bangen. Barcelona hat nach dem Spiel (38:38) einen Protest angekündigt.

Die Rhein-Neckar Löwen muss möglicherweise um den Punktgewinn in der Champions League gegen den FC Barcelona (38:38) und damit um den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale bangen. Die Spanier kündigten am Montag an, bei der Europäischen Handball-Federation (EHF) Einspruch gegen die Wertung des Gruppenspiels vom Sonntag einzulegen.

Am Montagvormittag war allerdings noch kein Protestschreiben in der EHF-Zentrale in Wien eingegangen. Das sagte Markus Glaser, Leiter der EHF-Spielbetriebsabteilung. Die Frist läuft am Montagnachmittag um 17.00 Uhr ab. "Wenn bis dahin etwas vorliegt, wird sich unser Schiedsgericht in erster Instanz damit auseinandersetzen", sagte Glaser.

Streitpunkt ist ein vermeintlich nicht gegebener Treffer durch Barca-Spieler Victor Tomas in der Schlusssekunde. Nach Meinung der Verantwortlichen des FC Barcelona habe der Ball noch vor dem Ablauf der Spielzeit die Torlinie des Löwen-Gehäuses überquert. TV-Aufnahmen eines spanischen Senders hätten dies bewiesen. Die dänischen Schiedsrichter Jens Nybo/Leig Poulsen erkannten das Tor mit dem Hinweis, die Zeit sei bereits abgelaufen, nicht an.

Storm: " Die Sache ist für mich erledigt."

Löwen-Manager Thorsten Storm sieht das genauso. "Das Spiel war beendet, bevor der Ball drin war. Damit ist die Sache für mich erledigt. Es war zudem eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter", sagte Storm und witzelte: "Im spanischen Fernsehen war der Ball drin, im deutschen TV nicht."

Durch den Punktgewinn hatten sich die Rhein-Neckar Löwen vorzeitig einen Platz im Achtelfinale der Champions League gesichert. "Wir werden Protest einlegen, damit dieser eindeutige Treffer Gültigkeit bekommt", teilten die Katalanen am Montag auf ihrer Internetseite mit.

Barca-Trainer Xavier Pascual meinte: "Wir haben ein Tor mehr erzielt als unser Gegner. Es muss ein Wiederholungsspiel geben." Auch die spanischen Medien waren empört. "Barca wird der Sieg geraubt", titelte "Sport". "Das war ein episches, polemisches und fast steriles Unentschieden", schrieb "El Mundo Deportivo".

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