Fussball

Göttlich in die Zukunft?

Von Thomas Glöy
Mittwoch, 02.07.2014 | 15:15 Uhr
Wie geht es mit dem neuen Präsidium am Millerntor weiter?
© getty

Die Nachricht, dass das fünfköpfige Präsidium um Stefan Orth keine Zukunft mehr beim FC St. Pauli hat, kam wie ein Paukenschlag. Wie ist jetzt die Lage im Vorstand? Wer ist der neue Mann Oke Göttlich? Und wie geht es am Millerntor jetzt weiter?

Die Lage im Vorstand

Am Dienstag verkündete Stefan Orth, dass er und sein Präsidiumsteam bei der nächsten Jahreshauptversammlung des FC St. Pauli nicht mehr zur Wahl antreten dürfen. Der Aufsichtsrat, der in diesem Falle das Vorschlagsrecht hat, hat mit Oke Göttlich bereits einen anderen Kandidaten benannt.

Dass zum einen diese Personalien vor den PKs Anfang der Woche nicht nach außen drangen und zudem die Tonart von Seiten des Präsidiums und des Aufsichtsrates von beiderseitigem Respekt zeugten, ist bemerkenswert, war das doch nicht immer so beim Hamburger Stadtteilklub. Schlammschlachten zwischen den einzelnen Vereinsgremien, gerne auch in der Öffentlichkeit, waren in der Vergangenheit nicht selten.

So aber muss nun Orth nach gut vier Jahren sein Amt räumen, nicht freiwillig, wie er gestern deutlich machte. Allerdings wäre sein momentan fünfköpfiges Vorstandsteam eh zusammengeschrumpft. Bernd-Georg Spies hatte seinen Verzicht aus beruflichen Gründen schon zuvor bekannt gemacht, sein Kollege Tjark Woydt hätte nach der Satzung aus Altersgründen nicht noch einmal antreten dürfen. So wären Orth zunächst nur noch Gernot Stenger und Ex-Profi Jens Duve geblieben. Eine neue Zusammenstellung wäre also ohnehin notwendig gewesen.

Diese kommt nun in radikalerer Form, denn der siebenköpfige Aufsichtsrat des Vereins hat von seiner satzungskonformen Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen Präsidentenkandidaten abzulehnen und nun einen eigenen Favoriten zur Wahl vorzuschlagen. Schon seit Februar haben sich die Räte in einem systematischen und vertraulichen Prozess intensiv mit dieser Thematik befasst, auch Orth war davon stets informiert, er selber war weiterhin in der Auswahl.

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Seite 2: Der neue Mann

Seite 3: Der Ausblick

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