Fussball

Lichtsteiner verteidigt Jubel von Xhaka und Shaqiri gegen Serbien: "Kann sie verstehen"

Von SPOX
Schweiz-Kapitän Lichtsteiner verteidigt Jubel von Xhaka und Shaqiri gegen Serbien.
© getty

Kapitän Stephan Lichtsteiner hat nach den kontroversen Torjubeln seiner Mitspieler Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri beim WM-Vorrundensieg gegen Serbien (2:1) Partei für die beiden Ex-Bundesligastars ergriffen. Sie hatten nach ihren Treffern jeweils den Doppeladler angedeutet, das Symbol der Nationalflagge Albaniens, und damit den Gegner provoziert.

Lichtsteiner erklärte bei Goal: "Wir haben einige Albaner und es gibt diese Geschichte zwischen Serbien und Albanien. Für sie war es mental ein sehr schwieriges Spiel."

Neben Xhaka und Shaqiri waren auch Valon Behrami und Blerim Dzemaili wegen ihrer kosovarischen Wurzeln von den serbischen Fans konsequent ausgepfiffen worden.

Lichtsteiner über Doppeladler-Jubel: "Ich kann sie verstehen"

Auch deshalb kann Lichtsteiner, im Gegensatz zu seinem Trainer Vladimir Petkovic, den Torjubel nachvollziehen: "Das war in Ordnung. Für sie ist das Teil der Geschichte. Der Krieg war für sie damals so hart. Ich habe mich einmal mit dem Vater eines Mitspielers aus Albanien unterhalten und er hat mir das alles erklärt. Das ist mehr als Fußball. Das war ein Krieg, der beiden Seiten große Probleme beschert hat. Ich kann sie verstehen."

"Das ist normal, das ist ein Teil des Lebens", so der langjährige Juventus-Profi weiter: "Es gab vor dem Spiel massive Provokationen aus Serbien. Also finde ich das normal", fügte er hinzu.

Während Xhaka meinte, die Gegner seien ihm "scheißegal", erklärte Shaqiri selbst: "Was von serbischer Seite alles geschrieben wurde ... . Aber es geht hier nicht um Politik, sondern um Fußball."

 

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