Fussball

Argentinien: Zerwürfnis zwischen Team und Jorge Sampaoli? "Absolut falsch!"

Von SPOX
Die argentinische Nationalmannschaft wurde im zweiten Gruppenspiel von Kroatien klar geschlagen.
© getty

Der argentinische Verband hat Berichte über ein Zerwürfnis zwischen der Mannschaft und dem in der Kritik stehenden Trainer Jorge Sampaoli entschieden zurückgewiesen. "Das ist absolut falsch", teilte der Verband mit: "Die Gerüchte über vermeintliche Absprachen, geheime Meetings der Spieler oder Ähnliches sind nicht korrekt."

Zuvor hatte es geheißen, dass Argentiniens Spieler Sampaoli nach der 0:3-Niederlage gegen Kroatien am zweiten Spieltag der Gruppe D um den Rücktritt gebeten hätten. Einem Bericht von TodoNoticias zufolge sollte gar Sportdirektor Sebastian Beccacece das Team gegen Nigeria leiten.

Auch TyC Sports berichtete von einem einberufenen Meeting zwischen Spielern und Trainer. Dieser Meldung zufolge sollten die Spieler allerdings nach Team-Manager Jorge Burruchaga als Interimstrainer verlangt haben. Der 55-Jährige ist hinter den Kulissen für organisatorische Abläufe verantwortlich.

Gegen Nigeria müssen die Gauchos unbedingt einen Sieg einfahren, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. Für die international unerfahrenen Beccacece oder Burruchaga wäre es eine schwierige Aufgabe. Beide waren bisher ausschließlich in Südamerika tätig, Beccacece verließ erst 2016 das Trainerteam von Sampaoli und versuchte sich auf eigene Faust.

Sampaoli entschuldigt sich bei Fans

Jener Sampaoli, der im Stadion von Fans bespuckt wurde, versuchte die 0:3-Niederlage auf der obligatorischen Pressekonferenz einzuordnen: "Ich hatte die Dinge anders geplant. Ich dachte wirklich, dass hoher Druck auf den Gegner die beste Wahl sei. Aber nach dem ersten Tor waren wir emotional verloren. Ein Desaster."

Wie es nun weitergehen soll, ließ der ehemalige Trainer des FC Sevilla offen: "Wir müssen jede Chance nutzen, die die anderen Teams uns bieten. Nur so können wir die nächste Runde erreichen. Es tut mir Leid für all die Fans, die so weit gereist sind. Ich habe ihren Traum geteilt. Ich habe alles getan, was ich konnte."

TNT Sports berichtete derweil, dass Marcos Rojo, Ever Banega, Sergio Agüero, Angel di Maria und Javier Mascherano ihren Rücktritt nach dem Turnier angekündigt hätten. Auch Lionel Messi und Gonzalo Higuain würden sich diese Option offen halten.

Sampaoli erwartet Mega-Abfindung

Weitere Anhaltspunkte lieferte Manchester Citys Stürmer Sergio Agüero. Angesprochen auf die Äußerungen Sampaolis, denen zufolge die Spieler sich nicht an den Matchplan anpassen konnten, winkte Agüero ab: "Soll Sampaoli doch sagen, was er will."

Sollte sich der argentinische Verband tatsächlich vorzeitig von Sampaoli trennen, würde der Trainer wohl eine Abfindung in Höhe von 20 Millionen Euro erhalten. Der 58-Jährige übernahm das Team im Juni 2017 und unterschrieb damals einen Vertrag bis 2022. In 13 Spielen verbuchte er bislang einen Punkteschnitt von 1,69.

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