Fussball

Türkei nicht bei der WM 2018 dabei: Qualifikation, Ausscheiden, Trainerwechsel

Von SPOX
Auch für die Endrunde in Russland 2018 scheiterte die Türkei in der Qualifikation.
© getty

Bei der letzten WM-Teilnahme 2002 in Japan und Südkorea wurde die türkische Nationalmannschaft noch Dritter. Vor der Endrunde in Russland 2018 scheiterte die Türkei in der Qualifikation. SPOX zeigt Euch, warum die Weltmeisterschaft erneut ohne die Südosteuropäer stattfindet.

Bei der EM 2016 in Frankreich schied die Türkei in einer Gruppe mit Spanien, Kroatien und Tschechien als Gruppendritter aus und erhoffte sich in den Quali-Spielen für die WM 2018 in Russland mindestens Platz zwei. Erneut hieß der Gegner Kroatien, die als Favoriten in die Gruppe I starteten. Doch auch die Überraschungsmannschaft der EM Island hatte gute Karten auf das Weiterkommen. Zudem rechnete sich die Ukraine Chancen aus.

Am ersten Spieltag behauptete sich das Team von Trainer Fatih Terim bei den Kroaten und erreichte ein 1:1-Unentschieden. Genauso endeten auch die weiteren Begegnungen in der Gruppe I. Im darauffolgenden Heimspiel gegen die Ukraine mussten sich die Rot-Weißen mit einer 2:2-Punkteteilung zufrieden geben.

Nur wenige Tage später folgte der nächste Rückschlag. In Reykjavik unterlag das türkische Team den Isländern mit 0:2 und hatte anschließend bereits fünf Punkte Rückstand auf die Plätze eins und zwei.

Die erfolgreichsten Torjäger von Türkei bei der WM-Qualifikation

SpielerVereinEinsätzeTore
Cenk TosunEverton (damals: Besiktas)95
Burak YilmazTrabzonspor/Beijing Guoan42
Hakan CalhanogluAC Milan72
Ozan TufanFenerbahce82
Volkan SenKonyaspor (damals: Trabzonspor/Fenerbahce)62

Türkeis WM-Quali 2018: Ein ständiges Auf und Ab

Anschließend rehabilitierte sich die Türkei und fuhr gegen Finnland und in zwei Spielen gegen den Kosovo drei wichtige Siege ein. So verkürzte sich der Rückstand auf Kroatien und Island zwischenzeitlich auf zwei Punkte.

Im Juli 2017 folgte der Skandal um Nationaltrainer Terim. Der 63-Jährige soll in einem Restaurant in Istanbul in eine Schlägerei verwickelt worden sein, bei der fünf Personen verletzt wurden. Nur wenige Tage später trat Terim als Coach der Türkei zurück.

Sein Nachfolger war der Rumäne Mircea Lucescu, der zuvor lange als Trainer bei Shakhtar Donezk und Zenit St. Petersburg gearbeitet hat. Sein erstes Pflichtspiel fand schließlich in der Ukraine statt und erneut musste die Türkei nach einer 0:2-Niederlage einen herben Rückschlag hinnehmen. Als jeder die Türken bereits abgeschrieben hatte, schoss Cenk Tosun den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg gegen den Tabellenführer Kroatien.

Am neunten Spieltag kam es zum entscheidenden Spiel gegen die Isländer. Die Gäste zeigten sich an diesem Abend enorm effektiv und gewannen deutlich mit 3:0. Damit endete der WM-Traum für die Türkei und bereits vor dem letzten Spieltag der Qualifikation stand das Aus fest. Nach dem finalen 2:2 in Finnland belegte die Türkei hinter Island, Kroatien (die sich als bester Gruppenzweiter direkt für die WM qualifizierten) und der Ukraine sogar nur Rang vier.

WM-Qualifikation: Türkeis Gruppe I in der Übersicht

PlatzLandSpieleTorePunkte
1Island1016:722
2Kroatien1015:420
3Ukraine1013:917
4Türkei1014:1315
5Finnland109:139
6Kosovo103:241

Diese Stars aus der Türkei verpassen die WM 2018

Fünf Bundesligaspieler stehen im aktuellen Kader der türkischen Nationalmannschaft. Hinzuzählen könnte man noch Ömer Toprak und Nuri Sahin vom BVB, die allerdings beide nicht nominiert wurden. Der größte Star der Türkei, Arda Turan, trat bereits 2017 aus der Nationalelf zurück.

  • Caglar Söyüncü (SC Freiburg)
  • Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf)
  • Yunus Malli (VfL Wolfsburg)
  • Berkay Özcan (VfB Stuttgart)
  • Kenan Karaman (Hannover 96)
  • Cengiz Ünder (AS Rom)
  • Cenk Tosun (FC Everton)
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