"Zeit vergolden": Löw-Team will den Cup

SID
Freitag, 30.06.2017 | 11:38 Uhr
Timo Werner, Lars Stindl und Leon Goretzka gehören zu den Leistungsträgern des jungen DFB-Teams
Advertisement
Club Friendlies
Do19.07.
Livestream: Liverpool testet gegen Blackburn und BVB
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Hiroshima -
Urawa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
FC Groningen -
Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar

Jetzt soll der Pokal her: Das begeisternde junge DFB-Team von Bundestrainer Joachim Löw will sich mit dem Finaleinzug beim Confed-Cup in Russland nicht zufrieden geben und am Sonntag gegen Chile den Titel holen.

Die daheimgebliebenen Weltmeister verneigten sich geschlossen vor den jungen Himmelsstürmern um Mittelfeld-Turbo Leon Goretza, doch Joachim Löws Überraschungsmannschaft verzichtete auf eine ausgelassene Feier. "Die Spieler freuen sich in der Kabine, aber sie sind nicht überschwänglich. Sie wissen, es steht ein Finale an", sagte Bundestrainer Löw, und Turnier-Held Goretzka ergänzte noch vor dem Flug nach St. Petersburg: "Wir hatten eine sehr schöne Zeit hier. Jetzt geht es darum, diese Zeit noch zu vergolden."

Und zwar im Wortsinn: In der Zarenstadt soll am Sonntag (20.00 Uhr im LIVESTREAM) gegen Chile erstmals der 8,6 kg schwere und 40 cm große Goldpokal her - dem Fluch zum Trotz, dass der Confed-Cup-Sieger noch nie die WM im Folgejahr gewann. "Wir waren auch die erste europäische Mannschaft, die in Südamerika eine WM gewonnen hat. Es ist schön, Regeln zu brechen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff, und Löw ergänzte: "In der Vergangenheit haben wir schon einige Dinge durchbrochen - warum nicht auch das?"

Ja, warum nicht? Die Mini-WM sei "jetzt schon ein Erfolg", meinte Bierhoff nach dem furiosen 4:1 (2:0) im Halbfinale von Sotschi gegen ein zähes Mexiko. Das Duell war ein Abziehbild des bisherigen Turnierverlaufs. Die junge Mannschaft um Doppeltorschütze Goretzka (6., 8.) begeisterte mit reifem, wunderbar modernem Fußball. Sie hatte zwischendurch zwar auch Probleme, meisterte diese aber im Stile eines Champions. "Das ist pure Werbung für den deutschen Fußball", sagte Goretzka über den bislang sensationellen Auftritt in Russland.

Özil, Müller und Khedira feiern

Ein kleines deutsches Fußball-Wunder? Löw wollte diesen Begriff nicht in den Mund nehmen. Aber überrascht sei er schon von seinen jungen Wilden, sagte er. "Dass wir im Finale sind, hat keiner voraussehen können, das war auch gar nicht das Thema. Wir wollten uns entwickeln", sagte Löw. Das gelang bravourös. Um Kapitän Julian Draxler sei eine verschworene Einheit entstanden, "sie kämpfen füreinander, sind ehrgeizig und hungrig". Bierhoff nannte dies "begeisternd".

Ähnlich dachten die Weltmeister in der Heimat. "Fiiiiiiinnaaaaalleeeeee! Super gemacht", schrieb Thomas Müller bei Twitter, Sami Khedira gratulierte zu einer "Top-Leistung", Jerome Boateng war "stolz" und Mesut Özil "glücklich". Löw sprach von einer "grandiosen Leistung". Diese veredelten Sturmjuwel Timo Werner (59.), der mit seinem dritten Turniertreffer mit Goretzka an der Spitze der Schützenliste gleich zog, und Joker Amin Younes (90.+1). Der Gegentreffer des Frankfurters Marco Fabián (89.) blieb ein zu vernachlässigender Schönheitsfehler.

Löw ist der größte Gewinner

Größter Gewinner des Russland-Abenteuers ist Löw, dessen Perspektivteam-Strategie voll aufging. "Diese Erfahrung in einem FIFA-Turnier ist wahnsinnig wertvoll und wird den jungen Spielern helfen, bei ganz großen Turnieren ihren Mann zu stehen", sagte er. Spieler wie Draxler, Joshua Kimmich, Jonas Hector, Werner, Lars Stindl und vor allem der unwiderstehliche Goretzka haben sich für eine Rückkehr 2018 nachhaltig empfohlen. "Er hat einen sehr, sehr großen Anteil am Erfolg", sagte Bierhoff über den Schalker. Löw habe insgesamt jetzt "eine schöne Qual der Wahl. Jeder hat sich hier bewährt."

Doch das reicht Löws Studiengruppe nicht, sie will die letzte Prüfung mit summa cum laude abschließen. "Wir haben jetzt nur noch ein Ziel: Den Pokal zu gewinnen. Jeder wird sich gerne noch mal quälen", sagte Draxler. Dass in St. Petersburg mit Chile um "Krieger" Arturo Vidal und Alexis Sánchez "der stärkste Gegner" (Löw) wartet - was soll's! Bierhoff spürte angesichts der Neuauflage des hart umkämpften Gruppenspiels "ein besonderes Prickeln".

Dass Bayern-Star Vidal großspurig ankündigte, Chile werde dieses "tolle Finale gewinnen", ficht die DFB-Elf nicht an. Löw meinte, über einen möglichen Siegerempfang zu Hause habe er sich "noch keine Gedanken gemacht". Doch die Gier nach dem Pokal ist riesig. "Jetzt", sagte Kimmich mit leuchtenden Augen, "wollen wir dem Ganzen noch die Krone aufsetzen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung