Fandel kritisiert WM-Schiedsrichter

Von Adrian Franke
Freitag, 15.08.2014 | 16:00 Uhr
2009 beendete Herbet Fandel seine aktive Schiedsrichterlaufbahn
© getty
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Herbert Fandel fordert eine strengere Regelauslegung, als es bei der WM der Fall war. Das Freistoßspray bewertet er mittlerweile als positiv, auch die Torlinientechnologie will der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses bald einführen. Um die Arbeit der Unparteiischen zu erleichtern fordert er aber außerdem von den Trainern mehr Respekt.

Bei der WM in Brasilien hatten die Schiedsrichter viel durchgehen und das Spiel oft laufen lassen. Für Fandel keine positive Tendenz, wie er im Gespräch mit der "FAZ" betonte: "Die Schiedsrichter haben allzu häufig die regeltechnisch notwendigen Konsequenzen nicht ausgesprochen. Zwingend notwendige Grenzen wurden nicht gesetzt. Das hat mich sehr gestört. Vor allem, weil während des Turniers nicht nachgebessert wurde."

Vor allem taktische Fouls seien deutlich zu selten geahndet worden: "Es wurden bei der WM tatsächlich Angriffssituationen unterbunden. Der Schiedsrichter muss das ahnden. Das wurde bei der WM zu wenig getan."

Fandel: Spray ja, Videobeweis nein

Positiv bewertet er nach der WM allerdings das Freistoßspray, um den Abstand der Mauer festzulegen. "Ich war vorher sehr skeptisch. Das Freistoßspray hat aber bei der WM erstaunlich gut funktioniert. Deshalb arbeiten wir in Deutschland an diesem Thema", so der 50-Jährige: "Wir werden intensiv prüfen, wie schnell eine professionelle und aus fachlicher Sicht sinnvolle Umsetzung möglich ist."

Noch nicht überzeugt ist Fandel dagegen vom Videobeweis, dem er die Torlinientechnologie klar vorzieht: "Wir sollten nicht von einer Diskussion in die nächste springen und den zweiten vor dem ersten Schritt tun. Wir sollten jetzt erst einmal einen weiteren Anlauf für die Torlinientechnik starten. Wir haben bei der WM gesehen, dass das wunderbar funktioniert."

Sorge um den Schiri-Nachwuchs

Doch auch die Akteure müssten etwas dazu beitragen, dass die Schiedsrichter einen einfacheren Job haben: "In den unteren Spielklassen wird mit den Schiedsrichtern oft sehr despektierlich umgegangen. Aber junge Schiedsrichter können sich nicht entwickeln, wenn man auf ihnen bildlich gesprochen herumtrampelt. Da muss man manchmal schon in jungen Jahren eine sehr starke Persönlichkeit sein, um das durchzuhalten."

Hierfür sollen die Profi-Coaches als Vorbild fungieren: "Es muss allen Beteiligten bei allen Emotionen klar sein, dass die Bundesligaspiele Außenwirkung haben bis hinunter in die Kreisklasse und den Jugendfußball. Gerade deshalb suchen wir den Kontakt mit den Verantwortlichen der Vereine, um sie dafür zu sensibilisieren."

Schließlich mangele es generell in der Öffentlichkeit "oftmals am Respekt gegenüber den Schiedsrichtern. Entsprechend wird dieses Verhalten in den unteren Klassen kopiert von Eltern oder Betreuern beim Jugendfußball oder eben den Zuschauern, Trainern oder Spielern im Seniorenbereich."

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