Fussball

Mexiko: Die neue Fußball-Weltmacht?

Von Haruka Gruber
Mexiko besiegte im Finale der Olympischen Spiele 2012 Brasilien
© Getty

Belgien wird zum Hot Spot Europas, Kolumbien vergisst Carlos Valderrama - und Mexiko räumt alles ab. Die WM-Qualifikation hat ihre ersten Sensationen. Und die ersten unbesungenen Helden. Alle Kontinente im Überblick - ausgenommen Afrika, das im September spielfrei hatte.

Europa

Die gesamte Qualifikation im Überblick

Das Team der Stunde: Belgien. Die Rückkehr in die europäische Spitze ließ bei allem Talent lange auf sich warten - doch nun könnte es soweit sein. Nach dem imposanten 4:2 gegen die Niederlande gestaltete sich auch der Auftakt der WM-Quali erfolgreich: Dem ungefährdeten 2:0 in Wales folgte ein 1:1 gegen die bei der EM starken Kroaten. Trotz der tief besetzten Quali-Gruppe ohne Fußball-Entwicklungsländer (Serbien, Kroatien, Schottland, Wales, Mazedonien) wäre eine WM-Teilnahme wenig überraschend angesichts der Qualität.

Der Beleg: In diesem Sommer wurden zwei der sechs teuersten Transfers wegen belgischen Spielern arrangiert. Chelsea leistete sich Eden Hazard, Zenit verpflichtete Axel Witsel (beide 40 Mio. Euro). Moussa Dembele (für 19 Mio. Euro zu Tottenham) reiht sich immerhin auf Rang 15 ein. Und: Gleich zwei englische Topteams werden von Belgiern als Kapitäne angeführt, Vincent Kompany bei Manchester City und Thomas Vermaelen beim FC Arsenal.

Dennoch mag sich Belgien nicht der Begeisterung hingeben. "Eine gute Mannschaft definiert sich nur über Erfolge", sagt Nationaltrainer und Schalke-Legende Marc Wilmots. Und Romelu Lukaku sagt: "Wir haben noch nichts erreicht. Erst wenn wir besser sind als die Generation von 1986, könnten wir von einer goldenen Ära sprechen." Zur Erinnerung: Belgien erreichte bei der WM 1986 das Halbfinale.

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Der Spieler der Stunde: Jeremain Lens (Niederlande). Van Gaal kommt, van Gaal regiert und van Gaal sorgt für Verblüffung ob seiner Aufstellung. In den beiden Quali-Spielen standen folgende Spieler in der Startelf: Bruno Martins Indi, Ricardo van Rhihn, Jordy Clasie, Luciano Narsingh, Daryl Janmaat und Jetro Willems. Letzterer zählt als Stammkraft beim EM-Desaster fast schon zu den Gestandenen. Den besten Eindruck aus der Kaste der Namenlosen machte aber Jeremain Lens. Beim 4:1 in Ungarn beteiligte er sich mit zwei Toren und einer Vorlage, was van Gaal zu einem Lob veranlasste: "Ich muss Lens' Leistung hervorheben." Van der Vaart und Afellay fehlten im niederländischen Kader, weil sie sich nach den kurzfristigen Wechseln bei ihren neuen Vereinen einleben sollen. Die Abstinenz nutzte Lens beeindruckend.

Der Bundesliga-Legionär der Stunde: Granit Xhaka (Schweiz). Die Champions-League-Teilname mit Gladbach wurde verpasst, ansonsten aber fügte sich Xhaka erstaunlich problemlos bei der Borussia ein und bestätigte dies bei den Auftritten mit der Schweiz. Beim 2:0 in Slowenien traf er zur Führung, beim 2:0 gegen Albanien bereitete er Xherdan Shaqiris Führung vor. Ein besonderes Tor, sind Xhaka und Shaqiri doch gebürtige Kosovo-Albaner. Entsprechend wurden die beiden bei jeder Ballberührung von den albanischen Fans ausgepfiffen. Umso erstaunlicher die abgeklärte Leistung beim zweiten Sieg im zweiten Spiel, der sich als besonders wertvoll erweisen könnte. Denn: Die Konkurrenten in der Gruppe E nehmen sich gegenseitig die Punkte weg (Island besiegt Norwegen, Zypern besiegt Island, Albanien besiegt Zypern).

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Nord- und Mittelamerika: Mexiko räumt ab

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