Zahlreiche Projekte noch hinter dem Zeitplan

SID
Donnerstag, 08.03.2012 | 20:05 Uhr
Das Verhältnis zwischen Sepp Blatter (r.) und Brasilien ist zurzeit etwas angespannt
© Getty
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Der Weltfußballverband FIFA verschafft sich in dieser Woche einen Überblick über die Vorbereitungen im WM-Land Brasilien. Insgesamt sechs Städte, in denen 2014 Spiele stattfinden sollen, stehen auf dem Programm. Es ist ein wichtiger Besuch, nachdem das Verhältnis zwischen Verband und Austragungsland durch die deftigen Äußerungen von Generalsekretär Jerome Valcke belastet worden war.

Die Vorbereitungen auf das Turnier, das in 27 Monaten beginnt, stocken vielerorts. FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte in seinem Entschuldigungsbrief zur Zusammenarbeit am gemeinsamen Ziel aufgefordert. Am Donnerstag besuchte der FIFA-Tross von insgesamt knapp 40 Personen die im Süden des Landes gelegene Stadt Curitiba.

Bereits am Mittwoch hatten die FIFA-Vertreter in Porto Alegre einige der Probleme gesehen, mit denen Brasilien zu kämpfen hat. Die Bauarbeiten am Beira-Rio-Stadion, wo fünf WM-Partien stattfinden sollen, ruhen seit acht Monaten, weil finanzielle Sicherheiten fehlen.

Etliche Verzögerungen

Lokale Verantwortliche sagten den Besuchern, eine Lösung werde für die kommende Woche angestrebt. Ansonsten müsse Porto Alegre eine alternative Spielstätte vorschlagen oder die Stadt verliere ihren Status als Austragungsort. Man sei allerdings optimistisch, dass die Arena wie geplant bis Ende Dezember 2013 fertiggestellt sei.

Vonseiten der brasilianischen Regierung heißt es, die Baumaßnahmen seien bei den meisten Stadien im Zeitplan. Allerdings wurden Verzögerungen in Cuiaba und der Dschungelstadt Manaus eingestanden, wo erst 38 Prozent der Arbeit verrichtet ist.

FIFA entscheidet im Juni über Confed-Cup-Städte

Laut Sportminister Aldo Rebelo werden mehr als 40 der 51 Infrastrukturprojekte in den zwölf WM-Städten noch 2013 abgeschlossen. Allerdings sei auch klar, dass zahlreiche Städte nicht zum Confederations Cup, dem traditionellen Testlauf ein Jahr vor der WM, gerüstet seien.

Die FIFA will im Juni entscheiden, ob neben Rio de Janeiro, Brasilia, Belo Horizonte und Fortaleza auch in Recife und Salvador Confed-Cup-Spiele ausgetragen werden.

Valcke hatte sich am Montag für seine Aussage, die Brasilianer müssten sich "in den Hintern treten", entschuldigt, Blatter folgte diesem Beispiel am Dienstag. "Wir haben das gemeinsame Ziel, eine außerordentliche WM im Land des Fußballs zu organisieren", schrieb der Schweizer in seinem Brief.

Auf dem weiteren Reiseprogramm der FIFA-Delegation stehen Cuiaba am Freitag, Manaus am Samstag und Natal am Montag.

Die WM-Qualifikation in der Übersicht

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