WM 2010, Viertelfinale: Paraguay - Spanien

Spanien vor der Brust - Striptease im Kopf

SID
Freitag, 02.07.2010 | 12:58 Uhr
David Villa führt mit vier Treffern die WM-Torschützenliste an
© Getty
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Lucas Barrios und Co. winkt ein Striptease ihres hübschesten Fans - und Paraguay will mit heißem Herzen, aber kühlem Kopf gegen Top-Favorit Spanien ein weiteres Kapitel seines WM-Märchens schreiben.

"Keine Mannschaft hier hat das Kämpferherz, das wir haben", sagt Trainer Gerardo Martino vor dem Viertelfinale gegen den Europameister am Samstag (Sa., 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) in Ellis Park von Johannesburg.

Stürmer Barrios von Bundesligist Borussia Dortmund kündigt für das Duell eine weitere Großtat an: "Wir respektieren Spanien. Aber den Respekt legen wir ab, wenn wir auf den Platz gehen. Das war bereits gegen Italien so, und die waren Weltmeister. Jetzt sind sie zu Hause - wir aber sind noch hier." Der Glaube an den Halbfinal-Einzug sei "unerschütterlich", ergänzt er.

Striptease als Belohnung

Sollte das kleine Paraguay das übermächtige Spanien um dessen Toptorjäger David Villa wirklich bezwingen, ließe Larissa Riquelme alle Hüllen fallen.

Das Model hat Paraguay mit freizügigem Auftreten beim Fanfest in der Hauptstadt Asuncion den Kopf verdreht und ist dadurch sogar in Deutschland bekannt geworden.

Die heimischen Medien nennen sie "die Verlobte der WM", der deutsche Boulevard machte sie zur "WM-Königin". "Ich wollte bekannt werden, aber dass das über die Grenzen meines Landes hinaus passiert, ist großartig", sagt sie.

"Spaniens Stunde ist gekommen"

Barrios und Co. können dafür sorgen, dass Senora Riquelme und die Albirroja mit ihr in Erinnerung bleibt. Doch Spanien will es den Minimalisten, denen drei Treffer zur Viertelfinal-Premiere reichten, schwer machen.

"Spaniens Stunde ist gekommen", meint Carles Puyol. Die Fans träumen vom ersten Titel, die Medien spekulieren über ein Halbfinale gegen Argentinien oder Deutschland. Und Verteidiger Puyol sagt: "Wir müssen die Chance nutzen, wer weiß, ob sie wiederkommt."

Paraguay denkt ähnlich. "Wir wollen noch nicht nach Hause", sagt der Dortmunder Nelson Valdez. Der frühere Münchner Roque Santa Cruz weiß um die Stärke der Seleccion, sagt aber: "Spanien kann den Titel gewinnen, aber das motiviert uns nur noch mehr."

Dass er wie auch Barrios und Valdez noch nicht getroffen hat, macht ihm "keine Sorgen, solange wir Chancen haben. Und die hatten wir hier immer."

Paraguay setzt auf die Defensive

Gegen Spaniens Offensive mit Villa und Fernando Torres sowie den genialen Passgebern Andres Iniesta und Xavi wird Paraguay vor allem auf Defensive setzen. Nur ein Gegentor haben sie bisher kassiert: kein Viertelfinalist hat eine bessere Bilanz.

Ex-Coach Anibal Ruiz nennt die ultra-defensive Taktik "das Gegengift, um den Stil Spaniens zu neutralisieren". Das spanische Sportblatt "Marca" befürchtet deshalb "noch eine Catenaccio-Darbietung" des "kriegerischsten Teams".

Chilavert stänkert gegen Schiedsrichter

Das kann auf dem Weg unter die Top 4 laut der Torwart-Legende Jose Luis Chilavert nur noch der Schiedsrichter aufhalten. "Ich weiß nicht, was der FIFA bei seiner Nominierung durch den Kopf gegangen ist. Der Schiedsrichter ist böswillig. In der WM-Partie 2002 gegen Deutschland hat er uns nur beleidigt", sagte er über Carlos Batres, und fügte an: "Er ist nicht geeignet, um bei einer WM zu pfeifen."

Spanien hat derartige Störfeuer nicht nötig - und vertraut auf eigene Stärken. Allen voran auf Villa. "Es gibt keinen Stürmer auf der Welt, der besser ist als er", sagt Trainer Vicente Del Bosque über den Vier-Tore-Mann.

Sorgen um Torres

Sorgen macht ihm aber mit Fernando Torres ausgerechnet der Angreifer, der nach seinem Siegtreffer im EM-Finale noch der gefeierte Held war. Torres ist noch ohne WM-Tor.

Ein Großteil der Fans und Medien würde lieber Fernando Llorente in der Startelf sehen, doch Del Bosque betont: "Unser Stürmer heißt im Moment Fernando Torres. Er wird wieder spielen."

Villa und Torres sollen Spanien erstmals seit 1950 wieder unter die besten Vier der Welt schießen - und damit möglicherweise ein Duell mit Deutschland erzwingen. Über dieses Spiel aber, sagt Del Bosque, "sollten wir noch nicht reden. Erstmal müssen wir mit Paraguay fertig werden."

Ronaldos peinlicher Abgang

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