Karanka: "Mou fehlte nur La Decima"

Von Marco Kieferl
Sonntag, 16.11.2014 | 16:31 Uhr
Aitor Karanka trainert derzeit den FC Middlesbrough
© getty
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Aitor Karanka, ehemaliger Co-Trainer bei Real Madrid, verteidigt die Arbeit seines ehemaligen Chefs Jose Mourinho, der bei den Königlichen einen unglücklichen Abgang erlebte. Der heutige Trainer des FC Middlesbrough sieht Parallelen zu dessen Nachfolger Carlo Ancelotti, dem The Special One mit seinem Wirken wertvolle Vorarbeit geleistet habe.

"Mourinho wurde seit dem ersten Tag angegriffen, aber die Anhänger von Real Madrid bewerten ihn nur nach seinen Erfolgen. Uns fehlte eben leider 'La Decima', doch wenn jemand die Dominanz von Barcelona gebrochen hat, dann war es Mourinho", sagte Karanka im Rahmen Pressekonferenz seines neuen Klubs FC Middlesbrough.

Auch für dessen Nachfolger bei den Königlichen hatte Karanka warme Worte übrig: "Carlo Ancelotti ist ein toller Manager, der viel Wert darauf legt, wie eine Mannschaft funktioniert und auch all die Kleinigkeiten im Blick hat. Die Spieler mögen ihn ebenso, wie sie Mourinho gemocht haben. Es wurde immer behauptet, dass Mou nicht mit den Mitarbeitern geredet hätte, aber das ist gelogen."

Karanka: Ronaldo war damals schon der Beste

Im Hinblick auf die Torwartdiskussion um den geschassten Iker Casillas und Diego Lopez sieht Karanka weitere Parallelen zwischen den beiden Trainern: "Die Zeit gibt dir am Ende immer Recht. Man hat Mourinho für seine Entscheidung kritisiert, doch vier Monate später kam mit Carlo Ancelotti ein anderer Trainer, der ebenfalls entschied, Diego Lopez im Tor zu lassen und Casillas auf die Bank zu verbannen. Nach einigen Monaten hat Casillas selbst gesagt, das der Trainer jeden Tag mit ihm gesprochen habe, aber er hatte einfach seinen Status als bester Spieler der Mannschaft verloren."

Ex-Schützling und Weltfußballer Cristiano Ronaldo sieht der ehemalige Co-Trainer der Königlichen hingegen von der FIFA unfair behandelt: "Cristiano war bereits die Nummer eins der Welt, als sie Messi viermal den Ballon d´Or gegeben haben. Es ist nicht normal, dass Messi vier Weltfußballertitel bekommen hat und Ronaldo im gleichen Zeitraum nur einen. Nun hat er bereits zwei und muss auch den dritten Ballon d´Or gewinnen."

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