Alle der Alten Dame nach

Von Max Schöngen
Freitag, 29.08.2014 | 15:04 Uhr
Am Samstag rollt auch in Italien der Ball wieder, wer holt sich den Scudetto?
© getty
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Auch in Italien rollt der Ball wieder (Chievo - Juve, Sa., 18.30 Uhr im LIVE-TICKER). Es gilt, die Dominanz von Juventus zu durchbrechen. Der Trainerwechsel in Turin schenkt dem Rest der Liga Hoffnung auf mehr Spannung als in den vergangenen Jahren. In Mailand wittern die schlafenden Riesen ihre Chance, auch im Süden des Landes bereitet man den Angriff auf den Rekordmeister vor.

Juventus Turin

Die wichtigsten Zugänge: Alvaro Morata (20 Mio. Euro), Patrice Evra (1,5 Mio. Euro), Roberto Pereyra (ausgeliehen), Stefano Sturano (5,5 Mio. Euro)

Die wichtigsten Abgänge: Fabio Quagliarella (3,5 Mio. Euro), Mirko Vucinic (6,3 Mio. Euro), Federico Peluso (4,5 Mio. Euro)

Auftakt: Chievo (A), Udinese (H), Milan (A), Cesena (H), Bergamo (A)

Vorsaison: 1. Platz (80:23 Tore, 102 Punkte)

Beim amtierenden Meister von einem totalen Neubeginn zu sprechen, wäre übertrieben, immerhin gab es in der Sommerpause nur eine Veränderung bei der Alten Dame. Nach drei überaus erfolgreichen Jahren suchte Antonio Conte das Weite und will nun der Squadra Azzura zum selben alten Glanz verhelfen, wie er es auch bei den Bianconeri schon gemacht hat.

Sein Nachfolger Massimo Allegri ist zwar erst seit wenigen Wochen im Amt, hat aber schon jetzt einen schweren Stand im Umfeld des italienischen Rekordmeisters. Attraktiver Offensivfußball, für den Allegri steht, hin oder her. In den Augen der Juve-Tifosi steht er vor allem für eines, den verhassten Erzfeind AC Milan, den er Anfang des Jahres noch selbst trainierte.

In Sachen Transfers dürften die Anhänger der Alten Dame schon eher zufrieden sein. Mit Alvaro Morata wurde der Wunschspieler im Angriff geholt, die Abwehr wurde mit Patrice Evra verstärkt, auch von Roberto Pereyra, der aus Udinese kam, darf man einiges erwarten.

Viel wichtiger als die Einkäufe aber ist die Tatsache, dass die in ganz Europa heißbegehrten Stars Arturo Vidal und Paul Pogba gehalten werden konnten, bislang zumindest. Dem Vernehmen nach baggert Manchester United weiter an Vidal, ein Abgang des Chilenen wäre ein herber Verlust.

Keine Frage, der Scudetto geht auch in der kommenden Saison nur über die Alte Dame, es müsste einiges schiefgehen in Italiens Norden, dass man am Ende nicht ganz oben steht. Der Trainerwechsel aber gibt den übrigen Teams Hoffnung, die Dominanz zu durchbrechen.

AS Rom

Die wichtigsten Zugänge: Juan Iturbe (22 Mio Euro), Konstantinos Manolas (13 Mio. Euro), Antonio Sanabria (4,9 Mio. Euro), Ashley Cole (ablösefrei), Seydou Keita (ablösefrei)

Die wichtigsten Abgänge: Mehdi Benatia (26 Mio. Euro), Dodo (ausgeliehen), Marco D'Alessandro (2 Mio. Euro), Tin Jedvaj (ausgeliehen)

Auftakt: AC Florenz (H), FC Empoli (A), Cagliari (H), FC Parma (A), Hellas Verona (H)

Vorsaison: 2. Platz (85 Punkt, 72:25 Tore)

Die Rechnung bei der Roma könnte eine einfache sein: 85 Punkte holte die Mannschaft von Rudi Garcia im Vorjahr, ein Wert, der in der Vergangenheit schon oft zur Meisterschaft gereicht hat, nur eben nicht in der abgelaufenen Saison, als ein Team aus dem Norden des Landes 102 Zähler verbuchte.

Dennoch wäre man wohl auch am Ende der kommenden Saison mit 85 Punkten hochzufrieden in der italienischen Hauptstadt, schließlich lehrt die Vergangenheit, dass auf ein gutes meist ein eher durchwachsenes Jahr folgt. Der Spagat zwischen Ligabetrieb und Champions League ging bislang meist in die Hose.

Deswegen hat man am Tiber vorgebaut. Vor allem in die Breite des Kaders wurde einiges an Geld investiert, mit Ashley Cole und Seydou Keita etwa konnten zwei international gestandene Kräfte geholt werden, im Angriff wird von Juan Iturbe, der für 22 Millionen von Hellas Verona kam, einiges erwartet. Spätestens zur Rückrunde dürfte dann auch Kevin Strootman wieder in Fahrt kommen, nach einer langen Verletzungspause ein gefühlter Neuzugang.

Dem gegenüber steht jedoch auch ein gravierender Abgang: Mehdi Benatia wechselte zum FC Bayern, ohne jeden Zweifel war der Marokkaner in der vergangenen Saison das Herzstück der Roma-Verteidigung, die mit nur 25 Gegentreffern die zweitbeste der Liga darstellte. Der Abgang des 27-Jährigen kommt jedoch in keinem Fall unerwartet, Garcia dürfte sich schon länger mit einer Lösung ohne Benatia beschäftigt haben, mit Konstantinos Manolas wurde umgehend ein neuer Innenverteidiger verpflichtet.

Ungewissheit gibt es jedoch noch in der Offensive. Mattia Destro wird offenbar nach wie vor heiß umworben, vor allem aus England soll noch immer reges Interesse bestehen.

Hinzu kommt die Frage nach Francesco Totti. In der vergangenen Saison blühte die Klub-Legende noch einmal so richtig auf, ob ihm das wieder gelingt, bleibt abzuwarten. Immerhin wird der Weltmeister von 2006 im September 38 Jahre alt, die Belastungen werden eher zu als abnehmen. Umso wichtiger also, dass Destro gehalten werden kann, will man den Spagat zwischen Liga und Champions League erfolgreich gestalten.

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