Sonntag, 22.03.2015

Premier League, 30. Spieltag

Chelsea und United siegen turbulent

Die Blues haben am 30. Premier-League-Spieltag gegen Hull City alles im Griff, nur um den Gegner mit zwei Patzern zurückzubringen. Mourinho muss sich letztlich beim gegnerischen Torwart für drei Punkte bedanken. Manchester City besiegt West Bromwich Albion ohne Probleme. Der FC Liverpool verliert im wichtigen Derby gegen Manchester United, eine Red-Legende sieht Rot. Außerdem: Arsenal zittert sich zum Sieg.

Mit drei erkämpften Punkten bei Hull hielt Chelsea die Konkurrenz auf Distanz
© getty
Mit drei erkämpften Punkten bei Hull hielt Chelsea die Konkurrenz auf Distanz

Hull City - FC Chelsea 2:3 (2:2)

Tore: 0:1 Hazard (2.), 0:2 Costa (9.), 1:2 Elmohamady (26.), 2:2 Hernandez (28.), 2:3 Remy (77.)

Am 30. Spieltag hält der FC Chelsea seine Verfolger auf Abstand. Die Blues gewinnen mit 3:2 (2:2) bei Hull City, müssen aber nach einem frühen Doppelschlag durch Eden Hauard (2.) und Diego Costa (9.) noch gehörig zittern. Ahmed Elmohamady (26.) und Abel Hernandez (28.) hatten für die Tigers ausgeglichen, ehe Loic Remy (77.) die Entscheidung gelang.

Chelseas Achterbahnfahrt im RE-LIVE

Eigentlich hatten die Blues nach einigen Minuten in der Partie schon alles in der Hand. Eden Hazard (2.) und Diego Costa (9.) ließen auf dem noch mit Rugby-Linien ausgestatteten Feld wenig Zweifel an der Favoritenrolle des FC Chelsea aufkommen.

Binnen 74 Sekunden war jedoch alles wieder offen. Zwei dicke Patzer der Hintermannschaft brachten die Tigers zurück ins Spiel und entfachten neuen Mut auf Seiten der Gastgeber. Erst stahl Andrew Robertson Filipe Luis den Ball, um perfekt für Ahmed Elmohamady (26.) aufzulegen, dann setzte Keeper Thibaut Courtois zum Dribbling im eigenen Sechzehner an.

Sein Pass landete jedoch nicht bei einem Mitspieler, sondern bei Abel Hernandez (28.), der sich nicht lange bitten ließ. Die Revanche folgte wenige Minuten vor Schluss und sichert den Blues weiter den Abstand von fünf Punkten auf Verfolger Manchester City. Torwart Allan McGregor sah bei einem relativ kraftlosen Versuch von Loic Remy (77.) nicht gut aus.

ENG

Premier League, 14. Spieltag

FC Liverpool - Manchester United 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Mata (14.), 0:2 Mata (59.), 1:2 Sturridge (69.)

Rote Karte: Steven Gerrard (46.)

Bes. Vorkommnis: Mignolet hält Elfmeter (90.+3)

Es war die 46. Minute, als Liverpool-Legende Steven Gerrard wegen eines absichtlichen Tritts auf den Knöchel von Manchesters Herrera die rote Karte sah. Das Kuriose dabei: Gerrard war erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden.

Umso länger dauerte es dafür, bis die Reds ihre erste wirkliche Torchance verbuchen konnten. In der 35. Minute schoss Lallana aus knapp 15 Metern nach Sturridge-Vorlage links am Tor vorbei. Bis dahin waren die Gäste aus Manchester drückend überlegen und belohnten sich nach einer Viertelstunde mit dem verdienten Führungstreffer. Nach einem Liverpooler Ballverlust im Mittelfeld schickt Herrera seinen Landsmann Juan Mata, der dann aus halbrechter Position unhaltbar ins lange Eck verwandelte.

Das Spiel im RE-LIVE

Mata, bester Spieler auf dem Platz, war es auch, der nach Vorlage von Di Maria in der 59. Minute sehenswert per Seitfallszieher das 2:0 für die Red Devils erzielte. Wenig geschockt vom zweiten Gegentreffer zeigte Liverpool in Unterzahl anschließend eine engangiertere Leistung. So schafften die Reds zehn Minuten später noch den Anschlusstreffer durch Daniel Sturridge. Der Engländer traf aus halbrechter Position ins kurze Eck. Dabei konnte er sich bei ManUnited-Keeper De Gea bedanken, der bei dem Gegentreffer nicht gut aussah.

In der Schlussphase verwaltete Manchester United die Führung, sodass sich die Gastgeber keine klaren Torgelegenheiten mehr erarbeiten konnten. In der Nachspielzeit foulte Emre Can im eigenen Strafraum Daley Blind, sodass Rooney zum Elfmeter antreten durfte. Dieser scheiterte aber an Liverpool-Keeper Mignolet.

Manchester City - West Bromwich Albion 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Bony (27.), 2:0 Fernando (40.), 3:0 Silva (77.)

Rote Karte: McAuley (2./West Brom)

Es war von vorne bis hinten ein schlicht völlig gebrauchter Tag für die Gäste, die sich schon in der 2. Spielminute in eine aussichtslose Situation brachten: Wilfried Bony fing einem katastrophalen Rückpass ab und zog in den Strafraum, Craig Dawson konnte ihn nur per Foul stoppen. Die fällige Rote Karte sah aber Gareth McAuley - offenbar hatte Schiedsrichter Neil Swarbrick die beiden verwechselt. Erneut war es dann Bony, der schließlich mit seinem ersten Treffer für City nach minutenlanger Belagerung des Strafraums den Bann brach: Ein abgeblockter Schuss prallte vor die Füße des Ivorers, der den Ball sehenswert mitnahm und die Kugel eiskalt versenkte (27.).

Bonys Treffer sorgte für kollektives Aufatmen, denn zuvor hatte sich City in Überzahl schwer getan. West Brom stand nach dem Platzverweis nur noch hinten drin, ließ aber kaum Torchancen zu. Frank Lampard (19.) und David Silva (23.) scheiterten aus der Distanz, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Doch der Treffer war letztlich eine Frage der Zeit, 80 Prozent Ballbesitz und 26:0 Schüsse verzeichnete City vor der Pause und belohnte sich nochmals: Torhüter Boaz Myhill verschätzte sich nach einer Ecke und so musste Fernando nur noch einschieben (40.).

Der zweite Durchgang entwickelte sich dann zum Trainingsspiel für City, das teilweise groteske Züge annahm - so trafen Sergio Agüero und Bony in der 58. Minute etwa erst den Pfosten (Agüero) und im Nachschuss dann die Latte (Bony). Bony (48.), Agüero (51./55.) und Silva (54.) ließen weitere gute Gelegenheiten liegen, während sich Myhill zunehmend für den Fehler vor dem 0:2 rehabilitieren konnte. Nach einer guten Stunde nahm City dann den Fuß vom Gas und so kamen die Baggies sogar zu einem Latten-Kopfball von Saido Berahino (73.). Silva beseitigte kurz darauf letzte Zweifel (77.), wirklich gefordert war City ab der 2. Minute aber nie.

Citys klarer Sieg im RE-LIVE

Newcastle United - FC Arsenal 1:2 (0:2)

Tore: 0:1 Giroud (24.), 0:2 Giroud (28.), 1:2 Sissoko (48.)

Beinahe hätte es die Gunners, die schon 2011 nach 4:0-Führung in Newcastle 4:4 spielten, im St. James Park erneut erwischt: Die Magpies kamen wie verwandelt aus der Pause und legten offensiv und aggressiv los. Arsenal dagegen spielte behäbig, bei der Flanke von Remy Cabella war niemand bei Moussa Sissoko, der den Ball direkt zum 1:2 ins kurze Eck knallte (48.). Lange spielten in der Folge nur noch die Hausherren. Ayoze Perez' Schlenzer rauschte am Winkel vorbei (50.), Yoan Gouffran brachte den Ball nach einer Ecke nicht platziert aufs Tor (61.) und Daryl Janmaats Schuss landete Zentimeter neben dem Pfosten (66.).

Arsenals Zittersieg im RE-LIVE

Arsenal schaffte es erst in den letzten zehn Minuten, sich ein wenig zu befreien. Newcastle kämpfte mit Leidenschaft, doch der verdiente Ausgleich wollte trotz zahlreicher Chancen nicht fallen. Auf eine derart packende Hälfte hatte zur Pause wenig hingedeutet: Ein Standard-Doppelschlag sorgte schon im ersten Durchgang für eine scheinbar beruhigende Gunners-Führung. Von den Magpies, die mit nur einem Heimsieg aus den letzten fünf Spielen in die Partie gegangen waren, kam anfangs viel zu wenig.

Stattdessen brachte Santi Cazorla den Ball aus halbrechter Position gefährlich rein, Danny Welbeck köpfte Richtung Tor und Olivier Giroud verlängerte die Kugel unhaltbar ins Eck (24.). Nur vier Minuten später war der Franzose erneut zur Stelle: Dieses Mal setzte er sich nach einer Cazorla-Ecke durch und wuchtete den Ball per Kopf ins Netz. Doch mit der Sicherheit war es mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte vorbei. David Ospina rettete nochmals mit einer spektakulären Fußabwehr (87.) und letztlich konnte sich Arsenal bei seinem Torhüter bedanken, dass es drei Punkte über die Zeit rettete.

Tottenham Hotspur - Leicester City 4:3 (2:1)

Tore: 1:0 Kane (6.), 2:0 Kane (13.), 2:1 Vardy (38.), 2:2 Morgan (50.), 3:2 Kane (64./FE), 4:2 Schlupp 85./ET), 4:3 Nugent (90.)

Die Tottenham Hotspur bleiben im Kampf um die internationalen Plätze dank Harry Kane weiterhin dick im Geschäft. Wurde der 21-jährige Stürmer unter der Woche noch das erste Mal in das Aufgebot der englischen Nationalmannschaft berufen, sorgte er nun mit einem Dreierpack quasi im Alleingang für den Erfolg gegen Leicester City.

Der Tabellenletzte machte es nach einem frühen Kane-Doppelpack (6./13.) allerdings lange spannend - für die Londoner lief längst nicht alles rund, was bereits mit der frühen Verletzung von Keeper Hugo Lloris begann.

Die Kane-Show im RE-LIVE

Nach einer intensiven ersten Hälfte konnten die Gäste nach dem Seitenwechsel überraschend ausgleichen, am Ende sollte es trotz einer großen kämpferischen Leistung nicht reichen.

Die Füchse warten seit 24. Januar damit auf den ersten Sieg, als man zuletzt im FA Cup mit 2:1 gewinnen konnte - an der White Heart Lane.

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