City lässt nichts mehr anbrennen

Von Adrian Bohrdt
Sonntag, 11.05.2014 | 17:55 Uhr
Manchester City ist zum 4. Mal englischer Meister: Kapitän Vincent Kompany stemmt den Pokal
© getty
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City hat sich am letzten Spieltag der Premier League keine Blöße mehr gegeben und ist zum vierten Mal englischer Meister. Zwar dreht Liverpool sein Match gegen Newcastle, gereicht hat es trotzdem nicht. Auch Chelsea und Arsenal siegen.

Manchester City - West Ham United 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Nasri (39.), 2:0 Kompany (48.)

Manchester City ist englischer Meister! Die Sky Blues ließen gegen die Hammers aus London gar keinen Zweifel aufkommen und vermieden mit Erfolg ein Herzschlagfinale wie 2012, als die Meisterschaft erst in der Nachspielzeit errungen wurde. 27:3 Torschüsse, knapp 70 Prozent Ballbesitz, 12:1 Ecken - die Pellegrini-Elf hatte gegen West Ham gar keine Probleme und verlebte so einen entspannten Meister-Nachmittag.

Die von Sam Allardyce trainierten Gäste waren optisch klar unterlegen, konnten aber zumindest bis kurz vor der Pause die Null halten. Nach Zuspiel von Yaya Toure überzeugte Samir Nasri mit der Führung dann aber auch die letzten Pessimisten, die noch am Titel gezweifelt haben mögen. Kurz nach dem Wiederbeginn legte Vincent Kompany nach einer Ecke den zweiten Treffer nach.

Der Rest des Spiels war nur noch lockeres Auslaufen. West Ham investierte nach vorne nichts mehr und ließ die Citizens gewähren. Doch die Hausherren ließen ihre Chancen zu leichtfertig liegen, wollten sie doch noch den Torrekord von 103 erzielten Treffern von Chelsea aus der Saison 2009/10 einstellen. Dazu kam es nicht mehr, doch das dürfte die Freude über den Titel nicht trüben.

FC Liverpool - Newcastle United 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Skrtel (20.), 1:1 Agger (63.), 2:1 Sturridge (65.)

Gelb-Rote Karte: Ameobi (Newcastle/66.)

Rote Karte: Dummett (Newcastle/87.)

Sechs Tage nach dem so bitteren 3:3 nach 3:0-Führung bei Crystal Palace, das als "Crystanbul" praktisch alle Titelhoffnungen begrub, mobilisierten die Reds noch einmal alles. Noch einmal sang Anfield aus voller Kehle "You'll never walk alone" - doch zum Titel sollte es nicht mehr reichen. Liverpool ließ sich gegen Newcastle nichts zu Schulden kommen und machte seine Hausaufgaben - doch Man City gab sich im Parallelspiel keine Blöße.

Dabei gerieten die Hausherren zunächst in Rückstand. Martin Skrtel erwischte eine Hereingabe mit dem Schienbein und traf unglücklich ins eigene Netz. Zuvor hatte die Liverpooler Offensivmaschinerie die gewohnte Kontrolle ausgeübt und die Gäste hinten eingeschnürt. Einem direkt verwandelten Freistoß von Luis Suarez wurde wegen der nicht erteilten Freigabe die Anerkennung verwehrt (19.).

Mit dem 0:1 ging es in die Pause, aus der die Hausherren mit noch mehr Schwung kamen. Nach gut einer Stunde gelang Daniel Agger der verdiente Ausgleich. Der Däne warf sich in eine Freistoßflanke von Steven Gerrard und markierte aus spitzem Winkel das 1:1. Kurios: Momente später gelangen Gerrard und Daniel Sturridge die exakte Kopie des Ausgleichs - 2:1, Spiel gedreht.

Zudem flog Shola Ameobi wegen Meckerns mit seiner zweiten Gelben Karte kurz darauf vom Platz. Mit einem Mann mehr ließ Liverpool nichts mehr anbrennen und spielte gegen Ende sogar nur noch gegen neun Magpies. Der kurz zuvor eingewechselte Paul Dummett sah nach einem harten Foul an Suarez glatt Rot (87.).

Cardiff City - FC Chelsea 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Bellamy (13.), 1:1 Schürrle (72.), 1:2 Torres (75.)

Ohne John Terry und Frank Lampard starteten die Blues gleich druckvoll. Mit viel Ballbesitz strahlte die Mannschaft von Jose Mourinho Gefahr aus und kam schon nach drei Minuten zur ersten richtig großen Chance. Fernando Torres umkurvte Keeper David Marshall, Steven Caulker rettete auf der Linie.

Doch der schon sicher abgestiegene Tabellenletzte der Premier League ließ sich nicht beeindrucken und erzielte in Person von Craig Bellamy die überraschende Führung. Im Anschluss verlor Chelsea den Faden, der letzte Wille schien im nahezu bedeutungslosen letzten Saisonspiel zu fehlen. Die Waliser waren nun besser im Spiel, standen defensiv solide und konterten immer wieder gefährlich.

Doch Jose Mourinho bewies ein goldenes Händchen und brachte in der 67. Minute Andre Schürrle für den gelb-vorbelasteten John Obi Mikel. Gegen das Bollwerk aus Wales fanden die Blues nun Räume, auch weil Eden Hazard aufdrehte. So dauerte es nicht lange bis zum Ausgleich. Schürrle traf zum 1:1, nur drei Minuten später war es Fernando Torres, der den 25. Liga-Sieg perfekt machte.

Norwich City - FC Arsenal 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Ramsey (53.), 0:2 Jenkinson (62.)

Mit Mesut Özil und Lukas Podolski in der Startelf zeigten die Gunners von Beginn an, welchem Spiel wirklich die Aufmerksamkeit galt. Im Hinblick auf das kommende FA-Cup-Finale spielte Arsenal zwar mit viel Ballbesitz, aber wenig Bewegung und Gefahr für das Tor von John Ruddy. Der Keeper der Gastgeber musste erst nach 30 Minuten ernsthaft eingreifen, als er einen Schuss von Podolski entschärfte.

Doch dann begann die Mannschaft von Arsene Wenger aufzuwachen und drückte auf die Führung. Ruddy konnte sich ein ums andere Mal auszeichnen und war der Hauptgrund für das torlose Unentschieden zur Pause. In der zweiten Halbzeit war der Bann dann gebrochen. Aaron Ramsey (53.) traf sehenswert nach Vorlage von Olivier Giroud, Carl Jenkinson (62.) staubte einen Schuss von Podolski zum 2:0 ab.

Norwich ließ nun den letzten Willen vermissen, der Mannschaft war anzusehen, dass es keine Hoffnung auf den Klassenerhalt mehr gab. So dominierten die Gunners auch weiterhin die Partie, konnten es sich allerdings auch leisten, einige Stammkräfte zu schonen. Yaya Sanogo und Abou Diaby ersetzen Rosicky und Giroud.

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