Montag, 26.03.2012

Premier League: 30. Spieltag

United baut Tabellenführung aus

Am 30. Spieltag der Premier League hat Manchester United die Tabellenführung auf drei Punkte ausgebaut. Die Red Devils gewannen gegen den FC Fulham knapp aber verdient mit 1:0. Stadtrivale City kam gegen Stoke nicht über ein 1:1 hinaus. Chelsea und Tottenham Hotspur trennten sich 0:0. Der Tabellendritte FC Arsenal nutzte die Chance und baute seinen Vorsprung durch einen souveränen Sieg gegen Aston Villa aus.

Wayne Rooney (l.) und Jonny Evans feiern kurz vor der Halbzeitpause den Treffer zum 1:0
© Getty
Wayne Rooney (l.) und Jonny Evans feiern kurz vor der Halbzeitpause den Treffer zum 1:0

Manchester United - FC Fulham 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Rooney (42.)

City hatte gegen Stoke gepatzt - die Chance für United, sich ein Drei-Punkte-Polster auf den Stadtrivalen zu verschaffen. Fulham sah sich also hungrigen Red Devils gegenüber und begann, nach zuletzt sieben Pleiten im Old Trafford, im defensiv ausgerichteten 4-5-1.

Die alleinige Spitze bildete dabei Ex-Stuttgarter Pawel Pogrebnjak, der zuvor in fünf Premier-League-Spielen insgesamt fünfmal getroffen hatte.

United setzte die Cottagers vom Anpfiff weg mit enormem Pressing unter Druck. Die erste halbwegs gefährliche Chance vergab Oldie Ryan Giggs nach feiner Vorarbeit von Rafael per Kopf (11.).

Premier League, 8. Spieltag

Es dauerte fast eine Viertelstunde, bis sich Fulham zum ersten Mal in Manchesters Hälfte blicken ließ. Von da an traten die Cottagers dann aber deutlich mutiger auf. Allen voran Clint Dempsey sorgte ständig für Gefahr. Einen feinen Schlenzer parierte United-Schlussmann David de Gea mit einer tollen Flugeinlage.

Ein erstes artistisches Ausrufezeichen setzte Uniteds Linksverteidiger Patrice Evra, der sich in der 31. Minute an den Elfmeterpunkt geschlichen hatte und den Ball von dort per Fallrückzieher nur hauchzart neben den linken Pfosten bugsierte.

Die verdiente Führung für die Hausherren fiel dann etwas glücklich. Ashley Young hob den Ball von links auf den zweiten Pfosten. Dort sprang der Ball John Arne Riise unglücklich ans Schienbein und von dort direkt vor die Füße von Jonny Evans. Im Liegen beförderte der Innenverteidiger die Kugel zurück auf Rooney, der aus acht Metern humorlos vollstreckte (42.)

Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst Antonio Valencia seinen großen Auftritt, als er Mark Schwarzer nach einem 60-Meter-Sprint und einem traumhaften Zuspiel von Giggs aus halbrechter Position zu einer Glanzparade zwang (47.).

Fulham tauchte komplett ab, United bestimmte weiterhin das Tempo, ohne sich zu verausgaben. Young scheiterte mit einem tückischen Aufsetzer am glänzend aufgelegten Schwarzer (53.).

In der 75. Minute schnupperte Manchester, das nach und nach den Fuß vom Gas nahm, am zweiten Treffer. Innerhalb von zehn Sekunden musste Mark Schwarzer Kopf und Kragen gegen Young riskieren, ehe Giggs mit seinem Nachschuss aus 16 Metern nur Abwehrmann Brede Hangeland traf.

In der 88. Minute dann noch ein echter Aufreger. Michael Carrick traf Danny Murphy im Sechzehner klar am Knöchel, doch die Pfeife des unparteiischen Michael Oliver blieb stumm: Fehlentscheidung und großes Glück für United.

Am Ende steht für die Hausherren ein knapper, aber über die gesamte Spielzeit gesehen hochverdienter 1:0-Arbeitssieg zu Buche. Für die Red Devils ist er der sechste Liga-Sieg in Serie.

Stoke City - Manchester City 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Crouch (59.), 1:1 Y. Toure (76.)

ManCity begann im Vergleich zum Spiel gegen Chelsea mit einer Veränderung: Barry rückte für de Jong ins defensive Mittelfeld, Tevez saß erneut auf der Bank.

Stoke machte dem Tabellenzweiten das Leben so schwer, wie sie nur konnten. Zweikampfstark, bissig, oft am Rand des Legalen und mitunter auch darüber hinaus ließ der Gastgeber Manchester nicht ins Spiel kommen. Eine erfolgreiche Strategie, die die Elf von Roberto Mancini oft dazu zwang, hintenrum zu spielen, dem Niveau der Partie aber lange auch nicht zuträglich war.

So dauerte es bis zur 33. Minute, ehe Dzeko die erste Großchance der Partie hatte. Der Bosnier setzte einen Kopfball knapp über die Latte. Stoke gewann an Selbstvertrauen und wäre nach der ersten Ecke überhaupt beinahe in Führung gegangen: Whelan verlängerte gefährlich, Zabaleta klärte auf der Linie (41.).

Auch wenn ManCity naturgemäß mehr Spielanteile für sich verbuchte, blieb es eine ausgeglichene Partie. Nur 38 Sekunden nach Wiederanpfiff scheiterte Dzeko allein vor Begovic, dann parierte auf der Gegenseite Hart gegen Shawcross (51.). Ein Geniestreich von Peter Crouch bedeutete schließlich das 1:0. Der lange Stürmer schickte den Ball volley aus 25 Metern ins lange Eck - die sensationelle Führung für den Tabellen-Zwölften (59.).

Nach 74 Minuten wechselte Roberto Mancini Carlos Tevez, nur zwei Minuten später glich Manchester City aus. Yaya Toure traf mit einem abgefälschten Schuss aus etwa 30 Metern (76.).

Manchester zieht mit dem Remis vorerst mit dem Lokalrivalen und Tabellenführer Manchester United gleich, der erst am Montag gegen Fulham ins Geschehen eingreift. Dennoch: Ein Punkt ist im Meisterschaftskampf zu wenig. Für Stoke war es der nächste Achtungserfolg gegen ein großes Team.

FC Arsenal - Aston Villa 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Gibbs (16.), 2:0 Walcott (25.), 3:0 Arteta (93.)

Der FC Arsenal baut seine Erfolgsserie auf nun sieben Siege in Folge aus. Am Samstag gewann das Team von Trainer Arsene Wenger gegen Aston Villa mit 3:0 und liegt nun mit drei Punkten Vorsprung auf Tottenham auf Rang drei, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt.

Im heimischen Emirates Stadion übernahm der FC Arsenal nach gut zehn Minuten die Kontrolle und war anschließend die klar überlegene Mannschaft. Bis zum Seitenwechsel erspielten sich die Gastgeber Feldvorteile von über 60 Prozenten und führten in der Torschussstatistik mit 9:1.

Kieran Gibbs stellte die Weichen auch früh auf Sieg, als er nach einem Zuspiel von Gervinho aus knapp16 Metern abzog. Shay Given ließ den wohl haltbaren Ball passieren, das erste Premier-League-Tor für den Linksverteidiger.

Nur zehn Minuten später bereits die Vorentscheidung: Nach einer zu kurzen Abwehr von Carlos Cuellar bringt Alex Song den Ball zurück in den Strafraum, Theo Walcott steht völlig frei und verwandelt aus zwölf Metern.

Auch nach der Pause war Arsenal in allen Belangen die bessere Mannschaft, erhöhte aber erst in der Nachspielzeit durch Mikael Arteta. Die Gäste enttäuschend und letztlich ohne echte Gegenwehr. Mit weiterhin 33 Punkten bleibt Aston Villa auf Platz 15 in der Tabelle, mit acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Arsenal (58) profitiert vom "Punktverlust" der Spurs gegen Chelsea und festigt Platz drei.

Die Top-Torjäger der Premier League 2011/2012
Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 1: Robin van Persie (r.) vom FC Arsenal (30 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 2: Wayne Rooney von Manchester United (27 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 3: Sergio Agüero von Manchester City (23 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Clint Dempsey (l.) vom FC Fulham (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Yakubu Ayegbeni von den Blackburn Rovers (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 4: Emmanuel Adebayor von den Tottenham Hotspur (17 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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Rang 7: Demba Ba von Newcastle United (16 Tore)
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FC Chelsea - Tottenham Hotspur 0:0

Seit 1990 hatten die Spurs nicht mehr die drei Punkte von der Stamford Bridge entführen können - und die Negativserie hat auch nach dem 30. Premier-League-Spieltag Bestand. Außerdem ist Tottenham nun schon seit fünf Ligaspielen sieglos.

Beide Mannschaften begannen sehr verhalten und beschränkten sich zunächst auf ein vorsichtiges Abtasten - für Stimmung im Londoner Derby sorgen lediglich die leidenschaftlichen Fans auf der Tribüne. In einer sehr ereignislosen ersten Halbzeit fiel höchstens Chelsea mit langen Bällen auf, die aber nicht zu wirklicher Gefahr führten.

Die Blues standen zunächst tief und ließen Tottenham kommen. In Strafraumnähe gab es dann aber kein Durchkommen mehr für die Gäste. Vor allem Bale und Modric leisteten sich viele Ballverluste. Chancen auf beiden Seiten - Fehlanzeige!

Etwas überraschend kamen dann die Spurs wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff zu einer riesigen Dreifach-Chance. Van der Vaart scheiterte aus fünf Metern freistehend an Cech, vergab auch den Nachschuss, Adebayor köpfte schließlich den Ball im Nachsetzen über das Tor - ein zu diesem Zeitpunkt völlig unerwarteter Höhepunkt.

Scheinbar durch diese Möglichkeit beflügelt, traute sich Tottenham im zweiten Durchgang mehr zu und wurde stärker. Walker traf mit einem Schuss aus 16 Metern das Außennetz (58.). Defensiv aber zeigte Tottenham immer wieder Schwächen und hatte in der 63. Minute Glück, dass Schiedsrichter Atkinson nach einer Textilattacke von Assou-Ekotto gegen Ramires keinen Elfmeter pfiff.

Die größte Chance hatten die Blues aber, als Mata mit einem herrlich gezirkelten Freistoß aus 25 Metern lediglich den Pfosten traf (73.). Friedel hätte keine Chance gehabt. Das Spiel nahm gegen Ende doch noch einmal Fahrt auf, beide Seiten erhöhten das Tempo.

Gleich zweimal hatte Tottenham in der Schlussphase den Sieg auf dem Fuß. Zuerst scheiterte Adebayor vorm leeren Tor, Cahill rettete für den geschlagenen Torwart Cech. Nach der anschließenden Ecke traf Bale nur die Latte (80.).

Aufgrund des Chancenplus und der starken letzten Viertelstunde hätten die Spur einen Dreier verdient gehabt. Doch auch mit dem torlosen Unentschieden bleibt der Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Tabellennachbarn bestehen.

Premier League: Der 30. Spieltag

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