Fussball

Özil-Berater Erkut Sögüt teilt aus: "Die Bösen sitzen im Verein"

Von SPOX
Mesut Özil trat nach der WM 2018 aus der deutschen Nationalmannschaft zurück.
© getty

Spielerberater Erkut Sögüt hat sich in einem Vortrag an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf über die Gegebenheiten im Profifußball empört. Dabei führte er Klient Mesut Özil als Beispiel für eine gewissenhafte Vorgehensweise an.

Der Agent sprach vor den Studierenden, seine Zitate wurden von der Bild veröffentlicht. Sögüt thematisierte dabei unter anderem die immer wieder nachgewiesenen Fälle der Steuerhinterziehung im professionellen Fußball.

"Wir gehen immer mit einem oder sogar zwei Steuerberatern in die Verhandlungen", sagte er und führte als Beispiel den ehemaligen Nationalspieler Özil an: "Mesut hat seine Marketing-Firma in Ratingen, versteuert seit Jahren Millionen in Deutschland."

 

Zu seiner eigenen Branche fand Sögüt deutliche Worte: "Es gibt schlechte Berater, aber die wird es solange geben, wie die Leute in den Vereinen mit diesen Beratern kooperieren. Wenn die Leute in den Vereinen diese Berater nicht hinzuziehen, dann gibt's die auch nicht."

Sögüt: "Die Bösen sitzen im Verein"

Tatsächlich aber würden "die Bösen" im "Verein sitzen." Die Berater seien oftmals das Opfer von Sportdirektoren oder Vorstandsvorsitzenen: "Die Vereine machen das große Geld, nicht die Berater. Die Vereine haben Angst, wenn man darüber redet."

Sogenannte Kick-Backs sind Sögüt ein Dorn im Auge. Dabei werden Vereinsgelder an Berater ausgezahlt und fließen von dort zurück auf private Konten der Vereinsvorsitzenden: "Das Geld fließt aus der Vereinskasse raus, ab zum Berater, dann gibt's Konten in der Schweiz oder den Cayman Islands und dann fließt das Geld zurück."

Darum investiert Mesut Özil in E-Sport

Dass Sögüt aktuell mit Mesut Özil ein E-Sport-Team aufbaut, bezeichnete der Berater als einen "neuen Weg, Geld zu verdienen". Für das Team laufe aktuell die Suche nach Sponsoren, nachdem Özil kürzlich seinen dritten Mitarbeiter für das Projekt einstellte.

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