Fussball

Chapeco: Gottesdienst statt Finale im Stadion

SID
30.000 Fans kamen zu einem Trauergottesdienst im Stadion zusammen

Die Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes mit dem Team von Chapecoense an Bord hat für einen weiteren Gänsehaut-Moment gesorgt: Im 500 km von Chapeco entfernten Curitiba strömten am Mittwoch rund 30.000 Fans ins Couto-Pereira-Stadion, wo zur gleichen Stunde ursprünglich Chapecoenses Finalrückspiel der Copa Sul Americana gegen Atletico Nacional aus Medellin angesetzt war.

Mit einer Mischung aus ökumenischem Gottesdienst und berührenden Fangesängen gedachten die Anhänger der ums Leben gekommenen Delegation des Klubs.

Chapecos Klubspitze hatte die wichtigste Begegnung der Vereinsgeschichte wegen des doppelt so großen Fassungsvermögens in der Arena von Erstliga-Rivale Curitiba FC stattfinden lassen wollen.

Das Flugzeugunglück in der vergangenen Woche, bei dem insgesamt 71 Menschen den Tod fanden, beendete alle Träume vom großen Triumph. Südamerikas Kontinentalverband ernannte Chapeco posthum zum Gewinner des Wettbewerbs.

"Vamos, vamos Chape"

Curitibas und Chapecos Fans demonstrierten auf den freigegebenen Tribünen und den Straßen rund um die Arena trotz ihrer ansonsten großen Rivalität Einheit in Trauer.

Bengalische Feuer und der immer wieder angestimmte Gesang "Vamos, vamos, Chape" (Auf geht's, Chape) machten den emotionalen Moment zu einer lebhaften Hommage an die Chapecos Mannschaft.

Bereits zuvor hatte auch am Maracana-Stadion von Rio de Janeiro eine beeindruckende Trauerfeier für die Opfer der Flugzeug-Katastrophe stattgefunden.

Rund 1000 Fans umrundeten Arm in Arm in grünen Chapecoense-Trikots die Kultstätte des brasilianischen Fußballs und hielten Spruchbänder hoch. Als letzten Gruß an die Todesopfer sangen die Teilnehmer des Trauermarsches das "Vamos, vamos"-Lied zu einem Video, das Chapecos Spieler in der Kabine nach dem Einzug ins Finale vor gerade erst zwei Wochen ausgelassen feiernd zeigt.

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