Fussball

"Das ist doch alles Wahnsinn"

Von SPOX
Eren Derdiyok hat sich mit der Schweiz für die EM qualifiziert
© getty

Ex-Bundesliga-Spieler Eren Derdiyok kickt mittlerweile für Kasimpasa in Istanbul und erlebte dort die neuesten Anschläge in der türkischen Hauptstadt. Aufgrund der Terror-Gefahr schließt er einen Wechsel im Sommer nicht aus, denn oberste Prämisse sei die Sicherheit seiner Familie.

"Es herrscht natürlich ein Klima der Angst und der Unsicherheit", erzählt Ex-Leverkusener Derdiyok dem Blick, "dann passiert noch das in Brüssel, das ist alles Wahnsinn. Im Moment hast du das Gefühl, dass du nirgends auf der Welt mehr sicher bist. Ein beklemmendes Gefühl."

Derdiyok, der in wenigen Monaten zum ersten Mal Vater wird, fühlt sich durch die Angst vor dem Terror in seinem Leben beeinflusst: "Ich gehe nicht mehr ins Stadtzentrum und meide Menschenmengen. Ich mache mir Sorgen um meine Familie."

Stattdessen bleibt er mit seiner Frau meistens zu Hause, "ein wenig außerhalb von Istanbul, da fühlen wir uns wohler."

Flucht im Sommer?

Aufgrund der Terroranschläge wurde auch das Derby zwischen Fenerbahce und Galatasaray abgesagt: "Das ist normal, da wären enorm viele Menschen zusammengekommen. Deshalb war die ­Vorsichtsmaßnahme sehr wichtig."

Vor Derdiyok äußerte auch schon Deutschland-Legionär Lukas Podolski Wechselgedanken aufgrund der erhöhten Gefahr.

Gedanken, die der Schweizer Nationalspieler teilt: "Wenn du in einem Land spielst, wo solche Dinge passieren, macht man sich natürlich Gedanken. Ich muss für meine Frau und mein Kind sorgen. Wir werden es im Sommer abwägen", so Derdiyok über einen möglichen Wechsel.

Eren Derdiyok im Steckbrief

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