Montag, 23.03.2015

Mehr europäische Teams bei WM 2018?

"Große Chance" auf mehr Startplätze

Europa hofft für die nächste Fußball-Weltmeisterschaft 2018 auf mehr Startplätze für den Weltmeister-Kontinent.

Gianni Infantino (l.) ist hier bei der Champions-League-Viertelfinal-Auslosung zu sehen
© getty
Gianni Infantino (l.) ist hier bei der Champions-League-Viertelfinal-Auslosung zu sehen

Es gebe eine "große Chance, dass wir mehr als 13 Starter plus Gastgeber Russland haben", sagte Gianni Infantino, Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Montag: "Wenn man es objektiv betrachtet, sind 19 der besten 32 Teams der Welt europäisch. Die letzten drei Weltmeister kamen aus Europa. Es wäre fair, wenn wir einen weiteren Startplatz bekommen."

Die WM-Plätze sind derzeit ein gern genommenes Mittel im Wahlkampf um das Präsidenten-Amt des Weltverbandes FIFA. Afrika (fünf Plätze für die WM 2014) und Südamerika (4,5) hätten auch gerne mehr WM-Teilnehmer.

"Wir könnten auch noch mehr beantragen, aber einer wäre schon mal ein gutes Zeichen", sagte Infantino: "Um den Weltmeister zu küren, wäre es gut, wenn auch die besten Teams mitspielen."

Zu den Spekulationen, FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wolle den Europäern (mindestens) einen Platz wegnehmen, sagte der 45-Jährige: "Ich weiß nicht, ob die FIFA das möchte - der Status quo ist das absolute Minimum."

Blatter meidet Rededuell auf eigenen Wunsch

Zudem kommentierte Infantino den Wunsch des Schweizers, nur zu Beginn des UEFA-Kongresses zu sprechen, nicht aber am Ende mit Michael van Praag, Prinu Ali bin Al Hussein und Luis Figo: "Herr Blatter ist frei zu entscheiden."

"Wir haben ihm und den anderen dreien vorgeschlagen, zu unseren Mitgliedern zu sprechen und alles zu sagen, was ihnen auf dem Herzen liegt", sagte Infantino: "Und Herr Blatter hat beschlossen, als FIFA-Präsident zu sprechen, nicht als Kandidat. In seiner Eröffnungsrede kann er aber sagen, was er will."

Ob Blatters Zeitplan (Anreise am Montagabend, Abreise am Dienstag) großen Wahlkampf zulässt, ist zweifelhaft. Den hatte der Schweizer aber ohnehin für sich selbst als unnötig eingestuft. Die UEFA-Verbände sind die größten Kritiker des Amtsinhabers, die Wahl findet am 29. Mai in Zürich statt.

"Wer wem zu wenig Respekt entgegenbringt, darüber kann jeder selbst urteilen", meinte Infantino - auch zu Blatters Absage an das von BBC und Sky vorgeschlagene TV-Duell.

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