Task Force ist sich einig

WM 2022 soll im Winter stattfinden

SID
Dienstag, 24.02.2015 | 13:51 Uhr
Die WM in Katar soll im Winter stattfinden
© getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB-BMG, S04 & SVW
Ligue 1
Live
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Live
Caen -
Amiens
Ligue 1
Live
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Live
Metz -
Troyes
Premier League
Live
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Live
Girona -
Barcelona
Serie A
Live
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Live
Benfica -
Pacos Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avai
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine

Ein Wintermärchen in der Wüste und Public Viewing auf dem Weihnachtsmarkt: Die umstrittene Fußball-WM 2022 in Katar soll im November/Dezember stattfinden. Darauf verständigte sich am Dienstag in Doha die von der FIFA einberufene Terminfindungskommission, bestehend aus Vertretern des Weltverbandes, der Kontinentalverbände sowie der finanzstärksten Ligen und der Vereine.

"Natürlich gibt es Vor- und Nachteile bei allen vorgeschlagenen Terminen. Es gibt aber eine Lösung - November/Dezember", sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Die "AFP" meldete unter Berufung auf eine dem Weltverband nahe stehende Quelle den genauen Zeitrahmen: 26. November bis 23. Dezember. Damit würde das Finale einen Tag vor Weihnachten steigen.

In einer Mitteilung des Weltverbandes hieß es zudem, dass "der Vorschlag die Unterstützung aller sechs Kontinentalverbände" habe. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) beispielsweise teilte mit, "dass wir die Entscheidung begrüßen, die WM im Winter auszutragen. Das ist das Beste für Spieler und Fans." Eine Verlegung der eigenen Wettbewerbe stehe für die UEFA derzeit nicht zur Debatte.

Die finale Entscheidung über den WM-Termin und auch den von der Task Force angedachten "verkürzten Spielplan" wird das Exekutivkomitee der FIFA am 19./20. März fallen - das Treffen der mächtigen Personen in Zürich dürfte aber nicht mehr als ein "Abnick-Termin" sein.

Reaktionen: "Wir sind im Stich gelassen worden"

FIFA muss Lösung aufzeigen

"Ein verkürzter Spielplan kann nicht heißen, dass die gleiche Anzahl an Spielen in kürzerer Zeit absolviert werden muss", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig und forderte: "Die FIFA muss nun konkret aufzeigen, wie eine Lösung aussehen kann, die allen Belangen Rechnung trägt."

Auch für Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), liegt der Spielball nun im Feld des Weltverbandes. "Jetzt sind die Terminplaner gefragt, bestmögliche Lösungen zu finden, was sicher nicht einfach, aber auch nicht unmöglich ist", sagte er und gestand: "Es fällt schwer sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ein WM-Finale kurz vor Weihnachten stattfinden soll."

Widerstand aus Holland, Spanien und England

Andere Landesverbände äußerten sich schon deutlich kritischer. "Der KNVB sagte schon zu einem früheren Zeitpunkt, dass wir eine Verlegung in den Winter nicht begrüßen", hieß es in einer Stellungnahme des holländischen Verbandes. "Der KNVB vertritt die Meinung, dass bei einer solch gravierenden Änderung der komplette Auswahlprozess des Landes aufgerollt werden muss."

Die spanische Fußballliga LFP hat offen Widerstand angekündigt, weil der Vorschlag "die normale Entwicklung der europäischen Wettbewerbe unterbrechen und ernsthafen Schaden" anrichten würde. Die LFP und auch die Premier League bevorzugen einen Austragungstermin im Mai.

Widerstand aus Europa

Um 8.00 Uhr/MEZ waren die rund 40 Delegierten im Qatar National Convention Center zusammengekommen, weniger als zwei Stunden später stand der Vorschlag an das Exko bereits fest. Heftigen Widerstand dürfte es bei den Diskussionen vor allem aus Europa gegeben haben. Die FIFA erklärte jedoch, dass nur der November/Dezember als möglicher Ausweichtermin in Frage kommen könne.

Der andere Winter-Termin im Januar und Februar beispielsweise, unter anderem bevorzugt von UEFA-Chef Michel Platini, wäre in erheblichem Maße mit den zeitgleich stattfindenden Olympischen Winterspielen kollidiert. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, gleichzeitig Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), hatte dem deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach ohnehin schon sein Wort gegeben.

"Wir haben die klare Zusage des FIFA-Präsidenten, dass es zu keiner Konfrontation kommen wird", sagte Bach. Die Spiele in Almaty oder Peking sollen vom 4. bis 20. Februar stattfinden.

Keine Sommer-WM aufgrund der Hitze

Und dennoch rief der anvisierte Termin zumindest beim Deutschen Skiverband (DSV) Kritik hervor. "Dass es hier zu Interessenskollisionen kommen wird, liegt auf der Hand. Insofern ist es für uns nach wie vor unverständlich, dass sich die FIFA erst zu einem so späten Zeitpunkt Gedanken darüber macht, welche klimatischen Verhältnisse in Katar herrschen", sagte DSV-Präsident Franz Steinle am Rande der nordischen Ski-WM in Falun: "Zu der Zeit finden bereits zahlreiche hochkarätige Skisport-Veranstaltungen statt."

Eine Vorverlegung um lediglich ein paar Wochen in das Frühjahr hinein hatte vielleicht auch deshalb unter anderem Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ins Spiel gebracht. Die FIFA sah in diesem Vorschlag wegen des zeitgleichen Ramadans und der unter Umständen bereits zu hohen Temperaturen aber nicht die angestrebte Ideallösung.

Als "sehr enttäuschend" bewertete Richard Scudamore, Premier-League-Boss und Teil der Arbeitsgruppe, den Entschluss. "Ich denke, ich spreche da für alle europäischen Ligen und Klubs, die nunmal die meisten Spieler stellen."

"Geschäft beeinflussen"

Gerade deshalb dürfte es Rummenigge, der in Doha als Vorsitzender der europäischen Klub-Vereinigung ECA von AC Mailands Geschäftsführer Adriano Galliani vertreten wurde, fortan primär um die finanzielle Entschädigung für die Vereine gehen.

"Das wird unser Geschäft beeinflussen", hatte der 59-Jährige mit Blick auf die Saisonunterbrechungen von Bundesliga, Premier League und Co. gesagt: "Die Kosten können nicht von den Vereinen übernommen werden."

Was auch immer die FIFA an wen auch immer zahlen wird - die deutschen Fußball-Fans müssen sich wohl oder übel auf Glühwein statt Bier einstellen. Ein erfolgreiches Abschneiden der DFB-Elf und ein weiterer Titel könnte dann aber immerhin zu einem netten Weihnachtsgeschenk werden.

Confederations Cup 2021 womöglich nicht in Katar

Der Confederations Cup 2021, eigentlich ein Testlauf für die Fußball-WM ein Jahr später in Katar, könnte unter Umständen in einem anderen Land ausgetragen werden. Dies bestätigte der Weltverband FIFA, nachdem eine Arbeitsgruppe sich am Dienstag für eine Endrunde 2022 in den Monaten November und Dezember verständigt hatte.

Demnach ist es eine Option, den Confederations Cup in einem anderen, zur Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) gehörenden Land auszutragen. Als Testlauf für die WM könnte im Umkehrschluss die Klub-WM 2021 in Katar stattfinden.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung