Die zehn teuersten internationalen Transfers im Check

Genie und Wahnsinn

Von Andreas Königl
Dienstag, 11.11.2014 | 14:59 Uhr
Luis Suarez, James Rodriguez und Angel di Maria kosteten ihre Vereine über 235 Millionen Euro
© getty
Advertisement
Bundesliga
SoJetzt
Alle Highlights des Spieltags inkl. Wolfsburg-Hoffenheim
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses

Sie kosteten vor der Saison über 500 Millionen Euro und schürten hohe Erwartungen bei ihren neuen Klubs. Mittlerweile ist über die Hälfte der Hinrunde vorbei und SPOX gibt einen Überblick über bisher Geleistete der zehn teuersten Sommertransfers 2014/15. Wer hinkt noch etwas hinterher und wer ist sein Geld wert?

Luis Suarez

(81 Mio. Euro | FC Liverpool -> FC Barcelona | 4 Spiele - 0 Tore, 3 Assists)

Zwischen Genie und Wahnsinn gibt es oft keinen großen Unterschied - auch bei Suarez nicht. Auf der einen Seite spult er seine Leistung wie ein Schweizer Uhrwerk herunter, aber im Gegensatz zur Perfektion eines Chronographen scheint ein kleines Zahnrädchen hin und wieder doch einen Aussetzer zu haben.

Die jüngste Biss-Folge war eine Sperre von vier Monaten, weshalb der Nationalspieler aus Uruguay erst im Clasico gegen Real Madrid sein erstes Pflichtspiel für die Katalanen bestritt.

Dort legte er direkt nach vier Minuten den ersten Treffer für Neymar auf, tauchte aber in der Folge komplett ab. Dem 27-Jährigen war die fehlende Spielpraxis noch deutlich anzumerken, nicht einen einzigen Torschuss gab er ab.

Auch wenn das Topspiel gegen Real Madrid nicht unbedingt als Maßstab zu werten ist, wird es noch ein bisschen dauern, bis Suarez voll und ganz in das offensive Spiel mit Neymar und Lionel Messi integriert ist. Bisher wusste er nur mit Vorlagen auf sich aufmerksam zu machen, aber dass er ein Spitzenstürmer ist, hat er bei Liverpool schon zu Genüge bewiesen - auch wenn er sich in Barcelona mehr anpassen müssen wird.

James Rodriguez

(80 Mio. Euro | AS Monaco -> Real Madrid | 19 Spiele - 6 Tore, 6 Assists)

Der Kolumbianer war als WM-Torschützenkönig heiß begehrt, wobei Real Madrid letztendlich den Zuschlag bekam. Es wird überliefert, dass Angel di Maria seinen Platz für den Neuankömmling räumen musste - für viele ein unverständlicher, aber dem WM-Prestige geschuldeter Transfer der Königlichen.

"Ich weiß nicht, wo James spielt. Aber er hat eine gute Weltmeisterschaft gezeigt und wollte hierher kommen", war die dazu passende Aussage von Real-Präsident Florentino Perez.

Unter Carlo Ancelotti hat er seinen Platz aber gefunden, wobei der 23-Jährige zumeist auf der rechten bzw. halb-rechten Seite agiert und von Beginn an zum Stammpersonal zählt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fügt sich der offensive Allrounder immer besser in die Mannschaft ein und eine durchschnittliche Passquote von über 87 Prozent ist ebenso beindruckend, wie 51 Prozent gewonnene Zweikämpfe.

Im offensiv ausgerichteten Star-Ballett ist es ohnehin nicht schwer zu glänzen, wobei auch sein Trainer von ihm vollends überzeugt zu sein scheint und ihn als wichtiges Puzzleteil für die perfekte Angriffsmaschinerie sieht: "Sein Können liegt in den Füßen. Wir brauchen diese Qualität für die finalen Pässe."

Angel di Maria

(75 Mio. Euro | Real Madrid -> Manchester United | 10 Spiele - 3 Tore, 5 Assists)

Spielte ein bärenstarkes Champions-League-Finale für Real Madrid und wusste auch bei der WM auf sich aufmerksam zu machen - dennoch war beim spanischen Renommierklub kein Platz mehr für den Argentinier. Nachdem ein Wechsel zum AS Monaco am Geld gescheitert war, landete Di Maria schließlich beim kriselnden Manchester United.

Und der Flügelflitzer startete trotz Systemumstellung bei den Red Devils direkt voll durch, übernahm Verantwortung und zeichnet sich auch für die Standards aus. Drei Tore und fünf Vorlagen in den ersten neun Premier-League-Spielen sprechen eine deutliche Sprache. "Ich fühle mich immer entspannter und gefestigter. Ich habe ein Haus hier und meine Familie ist glücklich", zeigt sich auch Di Maria selbst zufrieden.

Die Fans lieben ihren neuen Star und der bedankt sich mit Leistung. "Bei jeder Ecke, bei jedem Freistoß, ja sogar während des Spiels - immer, wenn ich den Ball habe, spüre ich, dass die Leute vollständig hinter mir stehen. Ich hoffe, dass alles gut läuft und ich noch viele Jahre hier bleiben kann", sagte der Argentinier kürzlich.

Diese Aussagen und den starken Auftakt gilt es nun nachhaltig zu bestätigen, denn die Ablösesumme hat es zweifelsohne in sich - die Voraussetzungen stimmen jedenfalls und mit 26 Jahren ist er im besten Alter.

David Luiz

(49,5 Mio. Euro | FC Chelsea -> Paris Saint-Germain | 12 Spiele - 1 Tor)

Der brasilianische Innenverteidiger avancierte vor der Saison zum teuersten Abwehrspieler aller Zeiten - trotz zahlreicher anderer Interessenten machte letztendlich PSG das Rennen. "Mir haben die Vorstellungen von PSG gefallen und ich glaube, es war genau der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel", so Luiz, der seinen Vertrag bei Chelsea auch verlängern hätte können.

Neben einer neuen Herausforderung dürfte auch Kumpel, Landsmann und Nationalmannschaftskollege Thiago Silva ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidungsfindung gewesen sein, wobei der bis vor kurzem mit einem Muskelfaserriss außer Gefecht gesetzt war.

Der 27-Jährige hat sich trotz wechselnder Partner zu einer festen Größe in der Abwehrzentrale entwickelt - die defensiv relevanten Leistungsdaten sprechen für sich, womit er einen maßgeblichen Anteil hat, dass Paris mit acht Gegentoren bislang auch die beste Defensive der Ligue 1 stellt. Zwar machte er während seiner Chelsea-Zeit immer mal wieder mit dem ein oder anderen Aussetzer auf sich aufmerksam - aber: Nobody's perfect!

Inwiefern der Wert eines Verteidigers generiert wird, ist schwer zu beurteilen - die Nachfrage an Luiz im Sommer war jedenfalls groß, auch wenn er im Moment sicherlich nicht der beste Innenverteidiger der Welt ist. Geld spielt bei Scheich Nasser Al-Khelaifi aber ohnehin keine Rolle, was am Ende auch die Ablösesumme erklärt.

Eliaquim Mangala

(40 Mio. Euro | FC Porto -> Manchester City | 8 Spiele - 0 Tore, 1 Assist)

Mit 40 Millionen Euro legten die Citizens für den Franzosen einen ordentlichen Batzen Geld auf den Tisch, wobei die Verantwortlichen selbst immer wieder bekräftigen, das Mangala als eine Investition für die Zukunft zu sehen ist.

Dementsprechend unglücklich und holprig verlief dann auch der Start im Etihad nach der WM - zunächst verletzt, dann hinter Martin Demichelis und Vincent Kompany nur dritte Wahl und im zweiten Spiel direkt mit dem Eigentor gegen Hull City. Dazu kommt, dass der Defensivverbund der Sky Blues in dieser Saison bislang ohnehin nicht den souveränsten Eindruck macht.

Aber der 23-Jährige hat in Porto bereits bewiesen, dass er ein ganz Großer werden kann und in den letzten Partien auch schon besser Fuß gefasst. "Er hat alle mentalen, physischen, technischen und taktischen Eigenschaften, um einer der besten Verteidiger Europas zu werden", so sein Trainer Manuel Pellegrini.

Insgesamt besticht er mit einem herausragendem Kopfballspiel und einer körperlichen Spielweise, die wie maßgeschneidert für die Insel erscheint. Allerdings ist auch noch viel Luft nach oben, gerade was die Schnelligkeit anbelangt. Mangala ist ein Rohdiamant, der noch fertig geschliffen werden muss. Dann steht einer glorreichen Karriere nichts mehr im Wege.

Seite 1: Suarez, James, Di Maria, Luiz & Mangala

Seite 2: Costa, Sanchez, Shaw, Herrera & Lukaku

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung