Mit Marschall, Albertz und Co. in Namibia

Die Erde und die Seele reinigen

Von Für SPOX in Namibia: Haruka Gruber
Freitag, 30.03.2012 | 18:37 Uhr
Ex-Nationalspieler Michael Schulz in der Namib-Wüste. Sie gilt als die älteste Wüste der Welt
© spox
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Welttorhüter Lutz Pfannenstiel, ein Medienmanager und eine Ex-Wall-Street-Journalistin eint ein Ziel: Sie wollen mit der Hilfe von Fußball-Stars auf die dramatischen Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. SPOX begleitete das einzigartige Umweltprojekt Global United FC auf der Reise nach Namibia. "Ein fantastisches Land mit einer unglaublichen Naturvielfalt, die jeder einmal gesehen haben und die geschützt werden muss", sagt Jörg Albertz. Die Reportage.

Wer Athiel Mbaha eine Frage stellt, braucht etwas Zeit. Und einen ihm Vertrauten wie Lutz Pfannenstiel, der aus dem Flüstern und den Gesten eine Antwort formuliert. Mbaha spricht erstaunlich gut Englisch, aber er redet nur ungern.

Wegen seiner Gehörlosigkeit wurde er häufig von Mitspielern für Gegentore verantwortlich gemacht und von Trainern und Funktionären ausgegrenzt. "Einige wollten meine Karriere zerstören", sagt Mbaha. Dabei wandert sein Blick unsicher vom Boden zum Gesprächspartner und zurück. "Ich bin deswegen vorsichtig."

Während sich die Mitspieler von Global United FC auf dem Balkon des gastgebenden deutschen Botschafters von Namibia unterhalten und die nächtliche Aussicht über die Hauptstadt Windhoek genießen, zieht er sich bei erster Gelegenheit zurück.

Pfannenstiels Schützling

Im Fernsehraum des Botschafters setzt er sich in die hinterste Ecke und wäre dort wohl bis zum Ende des Empfangs verharrt, wenn Pfannenstiel ihn nicht entdeckt hätte. Mbaha hört ihn nicht kommen und schreckt kurz von der Couch auf, als ihm Pfannenstiel einen freundschaftlichen Stupser gibt. Erst als er das Gesicht seines früheren Nationaltorwarttrainers erkennt, entspannen sich die Gesichtszüge.

Mbaha ist seit dem siebten Lebensjahr taub. Eine Behinderung, die ihn zum Außenseiter machte, obwohl er zu den besten gehörlosen Fußballern der Geschichte gehört. Der 1,88 Meter große Keeper spielte professionell in Südafrika, brachte es zur namibischen Nummer eins und qualifizierte sich mit der Nationalmannschaft 2008 zum zweiten und bisher letzten Mal in der Geschichte des Landes für den Africa Cup. In Deutschland ist nur ein ähnlicher Fall bekannt: der ebenfalls gehörlose Stefan Markolf, von Mainz in acht Zweitliga-Partien eingesetzt.

"Dennoch wurde Athiel in Namibia nie so gewürdigt, wie es ihm zugestanden hatte. Deswegen wollte ich ihm ein Geschenk machen", sagt Pfannenstiel, der sich Mbaha verpflichtet fühlt, seit beide bei der Nationalmannschaft zusammenarbeiteten.

Mit seinen weitreichenden Kontakten bemühte sich Welttorhüter Pfannenstiel, der als erster Profi auf allen sechs Kontinenten gespielt hat, dem Schützling einen Vertrag in Europa zu vermitteln. Erfolglos zwar, "aber zumindest wollte ich ihm ein Spiel schenken, das er nicht vergessen wird".

Kampf gegen den Klimawandel

Erst wenn es um Pfannenstiel und Global United geht, legt Mbaha seine Scheu gegenüber Fremden vorsichtig ab. Er wurde eingeladen, im Independence Stadium von Windhoek an der Seite von Pfannenstiel und Ex-Bundesliga-Stars wie Olaf Marschall, Jörg Albertz, Sean Dundee oder Karlheinz Pflipsen aufzulaufen und mit dem Global-United-Team gegen eine namibische All-Star-Auswahl anzutreten.

"Ich hätte nie gedacht, zum Ende meiner Karriere mit solch großen Namen auf dem Platz stehen zu dürfen. Es macht mich stolz", sagt Mbaha.

Lutz Pfannenstiel im Porträt: Zwischen zwei Pfosten, die Welt ...

Es sind kleine Geschichten wie diese, die Global United ausmachen. "Wir wollen im Gegensatz zu vielen anderen Charity-Organisationen nicht nur glamourös sein, sondern die menschliche Seite nicht vergessen", sagt Pfannenstiel.

Von ihm mit dem Ziel gegründet, auf die Folgen des weltweiten Klimawandels aufmerksam zu machen und Spendengelder zu sammeln, reiste im dritten Jahr hintereinander eine Gruppe von ehemaligen Fußball-Profis aus aller Welt nach Namibia.

"Ich wurde seelisch aufgefressen"

Rainer Hahn musste ein neues Leben beginnen. Und das neue Leben heißt Global United. Ihm, dem Macher, war anzumerken, dass er auch in Namibia vom Hang zur Perfektion getrieben wurde. Als ehemals erfolgreicher Manager bei den größten Verlagen Deutschlands wie "Springer", "Burda" oder "Bertelsmann" weiß er nur zu gut, wie wertvoll Visionen sind. Wie zehrend es aber auch ist, diese zu verwirklichen.

Als er am Tag nach dem Benefiz-Spiel mit einer herzhaften Umarmung die Profis am Flughafen verabschiedet, sieht er jedoch aus wie ein Mann, der auf dem Weg ist zurück zur inneren Mitte.

"Ich wurde seelisch aufgefressen", sagt Hahn auf die Frage, warum er den lukrativen Job in der Medienbranche aufgab und seit 16 Monaten unentgeltlich für Global United als Generalsekretär arbeitet. Über die Jahre nahm er angesichts des Stresses 25 Kilogramm zu und fühlte sich immer unbehaglicher, äußerlich und innerlich. "Ich musste Grundsätzliches verändern."

Daher kündigte er seine letzte Anstellung und erlaubte sich die Freiheit, eine Auszeit zu nehmen, um sich in Einklang zu bringen und "Frieden zu finden", wie er sagt. Er hörte zufällig von Pfannenstiels Projekt und nach einem Treffen war ihm gewiss: Er will seinen Sabbat der guten Sache von Global United widmen.

Kontakt über FC New York

Ähnlich verschlungen war Almut von Biedermanns Pfad, der sie nach Windhoek führte. Sie steht neben Rainer Hahn am Spielfeldrand des Independence Stadiums und schießt Fotos für die selbst gestaltete Global-United-Homepage. Eine Aufgabe, für die sie sich überqualifiziert fühlen könnte.

Als Finanzjournalistin arbeitete sie für das Fernsehen, stand auf dem Parkett der Wall Street, arbeitete auf einem Stützpunkt der US-Army als IT-Expertin und patentierte einen Prozess zur Qualitätskontrolle. Sie ist der Urtypus der Business Woman - und nahm sich bei aller Betriebsamkeit eine schöpferische Pause. Sie sagt: "Die Arbeit mit Global United tut mir gut."

Als von Biedermann noch in New York gewohnte hatte, wurde ihr wegen der wirtschaftlichen Kompetenz ein Sitz im Beirat des FC New York zugetragen, wodurch sie in Kontakt kam mit Pfannenstiel. Vor einem Jahr fragte er an, ob sie ihr Wissen Global United zur Verfügung stellen möchte.

"Es muss ein Umdenken einsetzen"

In der Rolle als Pfannenstiels stellvertretender Vorstand hilft sie seitdem ihm und Hahn bei der Organisation von Großevents wie jenem in Namibia. Die Fußball-Stars nahmen neben dem Benefiz-Spiel an einem Besuch einer Recycling-Station teil und erklärten namibischen Kindern die Bedeutung von Mülltrennung. Sie überreichten Sachgeschenke und gaben Interviews, um den Zweck ihrer Reise zu erklären.

"Es muss in der gesamten Gesellschaft ein Umdenken einsetzen, wie wichtig unsere Erde ist. Wenn wir mit unserer Aktion nur einen Menschen zum Nachdenken bewegen konnten, ist das ein Erfolg", sagt Pfannenstiel, der den Kampf gegen den Klimawandel als "meine Lebensaufgabe" bezeichnet.

Athiel Mabaha sitzt neben ihm im Fernsehraum des deutschen Botschafters und schaut konzentriert auf Pfannenstiels Lippenbewegungen. Wie so oft bleibt er stumm. Aber er nickt.

Lutz Pfannenstiel: Seine Karriere als Spieler im Steckbrief

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