Pfannenstiel: "Krokodil bekam ich kaum runter"

SID
Donnerstag, 09.06.2011 | 18:35 Uhr
Lutz Pfannenstiel mit Ehefrau Amalia - beim Streicheln eines Geparden. Was sonst?
© lutz pfannenstiel
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
Venlo

Der bunteste aller Paradiesvögel tritt offiziell ab: Welttorhüter Lutz Pfannenstiel, der als einziger Profi auf allen Kontinenten Fußball gespielt hat, bestreitet am Freitag in Passau mit einer Promi-All-Star-Mannschaft sein Abschiedsspiel. Mit seinem Umwelt-Klimaprojekt "Global United FC" und seinem Job als internationaler Scout von Hoffenheim bleibt er dem Fußball jedoch erhalten. Der 38-Jährige blickt zurück: Aber nicht auf die Dramen und Tragödien - das Leben als Unschuldiger im Knast oder seine Nahtoderfahrung. Sondern auf die amüsanten Anekdoten seiner Rekordkarriere.

Lutz Pfannenstiel und das Pinguin-Kidnapping

von Lutz Pfannenstiel

Vorweg möchte ich sagen: Ich hätte mir die Aktion ersparen können. Und an die Tierschützer: Ich weiß, dass es nicht richtig war. Aber manchmal habe ich eine verrückte Idee, die ich nicht mehr loswerde - und dann muss ich sie eben in die Tat umsetzen.

2002, in meiner zweiten Saison in Neuseeland, habe ich mit einigen Mitspielern eine Tour an die Küste gemacht, um uns die Blue-Eye-Pinguine anzusehen. Hässliche Viecher, die sich zum Schlafen immer in die Erde eingebuddelt haben. Irgendwie mochte ich sie und der Wunsch wurde immer größer, einen dieser Pinguine als Haustier zu halten.

Schon in Singapur hatte ich exotische Haustiere besessen: zwei Klammeraffen, die ich Glasnost und Perestroika genannt habe. Wenn die Sonne unterging, waren sie nicht zu bändigen. Wie Raver, die auf Technomusik abgingen. Aber tagsüber harmonierten wir wunderbar. Sie waren total zahm und wenn ich mit dem Auto zum Training musste, habe ich mir den einen in die Tasche gesteckt und den anderen ans Lenkrad gehängt.

Mit dem Pinguin lief es nicht ganz so gut, auch wenn ich alles perfekt und generalstabsmäßig geplant hatte. Zumindest dachte ich es. Ich kleidete mich zuhause ganz in Schwarz und packte einen Rucksack sowie meine Torwarthandschuhe ein. Dann bin ich in der Dunkelheit der Nacht zurück zum Reservat, kletterte über den Zaun und suchte mit der Taschenlampe nach Erdlöchern.

Ich greife ins erste Loch - kein Pinguin. Zweites Loch - kein Pinguin. Drittes Loch - Yes! Ich schnappe mir den Pinguin mit den Torwarthandschuhen und stecke ihn in meinen Rucksack. Dann sofort ab zum Auto und kurzer Stopp an der Tankstelle, um eine Zehn-Kilogramm-Packung Eis zu kaufen.

Zurück in der Wohnung merkte ich aber recht schnell, dass es dem Pinguin bei mir nicht so gefiel. Die mit den Eiswürfeln gefüllte Badewanne mochte er, aber mich konnte er nicht leiden. Andauernd versuchte er, mich mit dem Schnabel zu treffen. Selbst als ich ihm in der Zoohandlung Fisch gekauft und er genüsslich aufgefressen hatte, wurde es nicht besser.

Als mir am Tag darauf mein damaliger Klubboss zufällig einen Besuch abstattete und im Bad diesen Blue-Eye-Pinguin sah, ist er an die Decke gegangen. Er hat mich aufgeklärt, dass sie unter Naturschutz stehen und ich richtig Ärger bekommen könnte.

Spätestens da wurde mir klar, dass es eine bescheuerte Idee war. Ich habe mir wieder die gleiche schwarze Montur angezogen, den Pinguin in den Rucksack gestopft, bin zurück und habe ihn in sein altes Loch gelegt. Wie schon erwähnt: Ich hätte mir die Aktion ersparen können.

Lutz Pfannenstiel und Vinnie "die Axt" Jones

Lutz Pfannenstiel und das Verspeisen von Hund und Katz

Lutz Pfannenstiel und das Lösen von Aktenzeichen XY

Lutz Pfannenstiel und die Biene Majas

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung