Löw vorläufig gesperrt

Von SPOX
Dienstag, 17.06.2008 | 12:29 Uhr
Joachim Löw, Bundestrainer, Deutschland, Nationalmannschaft, Österreich, Wien, Strafe, UEFA, Sperre
© DPA
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München - Der Platzverweis von Bundestrainer Joachim Löw beim 1:0-Sieg gegen Österreich hat unter Umständen Auswirkungen auf das Viertelfinalspiel gegen Portugal am Donnerstag.

Nach den Regularien der UEFA ist Löw vorläufig gesperrt. 

In Paragraf 9, Absatz 1 des UEFA-Reglements heißt es, dass ein Spieler oder ein Offizieller automatisch für mindestens ein Spiel gesperrt wird, wenn er des Feldes oder aus dem "technischen Bereich" verwiesen wird. Das letzte Wort hat die Kontroll- und Disziplinarkommission, die am Mittwoch über eine Sperre für Löw und Österreichs Trainer Josef Hickersberger entscheiden will. 

"Das ist vom Bericht des Schiedsrichters abhängig", erklärte UEFA-Sprecher William Gaillard unmittelbar nach dem Spiel im Ernst-Happel-Stadion in Wien.

Schiedsrichter fühlt sich gestört

Beim Stand von 0:0 war Löw in der 41. Minute gemeinsam mit Hickersberger auf die Tribüne verbannt worden.

Erhitzt hatten sich die Gemüter der beiden als besonnen bekannten Trainer kurz vor der Pause nach einem Foul an Per Mertesacker im deutschen Strafraum. Schiedsrichter Manuel Enrique Mejuto Gonzales fühlte sich durch die beiden gestört, die beiden Trainer ihrerseits sahen sich in der Ausübung ihrer Arbeit als Coach behindert.

"Wir haben das Recht, Anweisungen zu geben"

 "Wir sind Trainer und haben das Recht, Anweisungen zu geben. Wir müssen in unserer Coaching-Zone arbeiten können. Ich habe die Coaching-Zone nicht verlassen", sagte Löw.

Alle Diskussionen mit dem Spanier und Damir Skomina aus Slowenien als viertem Offiziellen halfen nichts - beide Trainer mussten zum ersten Mal in ihrer Nationalmannschafts-Karriere auf die ungeliebten Sitzplätze hinter der Bank. Nach dem Feldverweis schnappte sich Löw sein Sakko, eine Plastikflasche segelte noch über den Rasen, dann geleitete ihn Teammanager Oliver Bierhoff auf die Tribüne, wo Löw beim 1:0 auch von Boris Becker abgeklatscht wurde.

Für seinen Chef übernahm Hansi Flick an der Linie das Kommando.

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