Die deutsche Nationalmannschaft im EM-Finale

Netzers Pässe und ein Golden Goal

SID
Freitag, 27.06.2008 | 14:51 Uhr
EM 2008, Fussball, Deutschland, 1996, Finale
© Getty
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Wien - Gegen Spanien steht die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag in Wien (20.30 Uhr im SPOX-TICKER) nach zwölf Jahren wieder im Endspiel einer Europameisterschaft.

Bei bisher fünf Final-Teilnahmen holte das Team 1972 in Brüssel, 1980 in Rom und 1996 in London den Titel, 1976 in Belgrad und 1992 in Göteborg misslang der Griff nach dem Pokal.

Alle deutschen EM-Finals waren geprägt von Dramatik und Emotionen, die im Golden Goal von Oliver Bierhoff beim letzten Titelgewinn gipfelten.

18. Juni 1972: Deutschland - UdSSR 3:0 (1:0)

"Um diese Mannschaft muss die ganze Welt Deutschland beneiden", schwärmt UEFA-Präsident Gustav Wiederkehr nach dem Finale in Brüssel. Franz Beckenbauer als Libero moderner Prägung, Spielmacher Günter Netzer in der Form seines Lebens und Gerd Müller als Torschütze vom Dienst sind die Säulen des Teams mit sechs Bayern-Spielern und drei Gladbachern, das der UdSSR nicht den Hauch einer Chance lässt.

Müller (2) und Herbert Wimmer sind die Torschützen beim ersten deutschen EM-Sieg, der noch höher hätte ausfallen können. Daneben benimmt sich im Heysel-Stadion ein Großteil der Fans, der beim Abspielen der Nationalhymne die erste Strophe des Deutschland-Liedes anstimmt.

20. Juni 1976: Deutschland - Tschechoslowakei 2:2 (2:2, 1:2) n.V. 3:5 i.E.

Als Uli Hoeneß im Elfmeterschießen von Belgrad den achten Schuss in den Nachthimmel jagt, ist die Hoffnung auf eine Titelverteidigung dahin. Antonin Panenka verlädt anschließend Sepp Maier mit einem Schlenzer in die Mitte des Tores und besiegelt den 5:3-Triumph für die CSSR.

Der Bomber der Nation ist längst abgetreten, dennoch "müllert" es beim Turnier in Jugoslawien wieder. Mit drei Toren im Halbfinale gegen die Gastgeber hat Dieter Müller die Deutschen im Alleingang ins Endspiel geschossen, in dem Beckenbauer und Co. aber rasch 0:2 zurückliegen. Der Kölner Müller und Hölzenbein in der 90. Minute erzwingen die Verlängerung, zu mehr reicht es nicht.

22. Juni 1980: Deutschland - Belgien 2:1 (1:0)

Im Mittelfeld führt der "blonde Engel" gekonnt Regie, im Angriff schlägt das "Kopfball-Ungeheuer" gnadenlos zu. Der 20 Jahre alte Bernd Schuster und Horst Hrubesch sind die Leitfiguren beim zweiten deutschen EM-Gewinn, der im Olympiastadion von Rom mit einem 2:1 gegen Belgien gelingt. Erst in der 89. Minute fällt das entscheidende Tor, als sich Hrubesch nach einer Ecke von Karl-Heinz Rummenigge am höchsten schraubt und per Kopf trifft.

"Der Bulldozer aus Hamburg hat uns alle Illusionen geraubt", schreibt die belgische Zeitung "Le Soir" anschließend. Für Bundestrainer Jupp Derwall ist es das 19. Spiel in Serie ohne Niederlage - die Ära Schuster endet schon bald.

26. Juni 1992: Deutschland - Dänemark 0:2 (0:1)

Dänemarks "Gute-Laune-Truppe" verhindert den nächsten deutschen Fußball-Feiertag. Die Skandinavier, erst im letzten Moment für die suspendierten Jugoslawen ins Turnier nachgerückt, besiegen den Weltmeister in Göteborg mit 2:0 und sorgen für die bisher größte Überraschung bei einer Endrunde.

Dank der Final-Tore von John "Faxe" Jensen und Kim Vilfort triumphiert die Unbekümmertheit des Danish Dynamite. "Wir kamen durch die Küchentür und schnappten dem Favoriten das Hauptgericht vor der Nase weg", schreibt die dänische Zeitung "Politiken". Dass Karl-Heinz Riedle mit drei Treffern bester Schütze des Turniers wird, ist für die Deutschen ein schwacher Trost.

30. Juni 1996: Deutschland - Tschechien 2:1 (1:1, 0:0) Golden Goal

Mit dem ersten Golden Goal der Fußball-Geschichte schießt Oliver Bierhoff die deutsche Nationalmannschaft im Londoner Wembley-Stadion zum dritten Titel. Der Italien-Legionär zieht in der 95. Minute von der Strafraumgrenze ab, Tschechiens Torhüter Petr Kouba lässt den abgefälschten Ball durch die Hände gleiten.

Nach seinem ersten großen Erfolg als Bundestrainer dirigiert Berti Vogts vom Rasen aus die "La Ola"-Welle der deutschen Fans. Eckpfeiler beim dritten deutschen Triumph sind Schlussmann Andreas Köpke, Abwehrchef Matthias Sammer und der treffsichere Jürgen Klinsmann. Für Vogts, dem Kanzler Helmut Kohl noch in der Kabine gratuliert, ist "die Mannschaft der Star".

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