Italien glaubt an Verschwörung

SID
Samstag, 14.06.2008 | 12:25 Uhr
Fußball, EM, Italien, Rumänien, Tom Henning Övrebö, Gianluigi Buffon, Adrian Mutu, Luca Toni
© Getty
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Zürich - Wäre Glücksgöttin Fortuna Weltmeister Italien nicht zu Hilfe geeilt, hätte Schiedsrichter Tom Henning Övrebö den Titelanwärter bei der Europameisterschaft schon nach Hause geschickt.

Mit einer akrobatischen Meisterleistung parierte Azzurri-Torwart Gianluigi Buffon in der 81. Minute einen umstrittenen Elfmeter von Adrian Mutu und rettete Italien im Züricher Letzigrund zumindest das 1:1.

"San Buffon hält uns im Turnier", sprach die "La Gazzetta dello Sport" den Weltklassekeeper dafür heilig.

Schiedsrichter in der Kritik

Dennoch steht der Europameister von 1968 vor dem Aus: Ohne niederländische Schützenhilfe ist Italien selbst mit einem Sieg in der Neuauflage des WM-Finals gegen Frankreich am Dienstag raus.

Und schuld ist für die Italiener wieder einmal nur der Schiedsrichter. "Die Schiedsrichterfehler sind uns teuer zu stehen gekommen", klagte Italiens Trainer Roberto Donadoni.

Fußballverbandspräsident Giancarlo Abete forderte eine Stellungnahme der Europäischen Fußball-Union.

Toni und das Tor

Erst verweigerte der norwegische Schiedsrichter Luca Toni kurz vor dem Pausenpfiff sein regelgerecht erzieltes Kopfballtor zur möglichen 1:0-Führung wegen einer angeblichen Abseitsposition, dann ahndete er neun Minuten vor Schluss einen Klammergriff von Christian Panucci im Strafraum als Foul.

"Wäre mein Tor gegeben worden, wäre das Spiel anders verlaufen", meinte Bayern Münchens Stürmerstar Toni.

Auch Buffon konnte sich über seine Heldentat kaum freuen: "Meine Parade war reines Glück", räumte der Weltklassetorwart ein und empfahl dem Schiedsrichter, "diesen Elfmeter mit seinem Gewissen auszumachen".

Verschwörungstheorien

Noch schreit keiner in Italien laut "Scandalo", aber die ersten Verschwörungstheorien und Komplott-Vermutungen machen im Lager der "Squadra Azzurra" bereits die Runde.

"Jetzt hilft nur noch ein Wunder", titelte der "Corriere della Sera". Viele zweifeln daran, dass die nach ihrem fulminanten 4:1-Sieg gegen Frankreich bereits für das Viertelfinale qualifizierten Niederländer gegen Rumänien noch mit vollem Einsatz spielen werden.

Tonis "Glaube an den Einzug ins Viertelfinale" klingt nach Durchhalteparole.

Mangelhafte Chanceverwertung

Dass Italien sein Schicksal nicht mehr selbst in der Hand hat, liegt aber nicht nur am Schiedsrichter, sondern an der katastrophalen Chancenverwertung. Allein der immer wieder mit hohen Flanken angespielte Toni vergab vier Kopfballchancen.

"Wir haben viel mehr Chancen als bei der WM 2006, verwandeln sie aber nicht", sagte Gianluca Zambrotta, einer der wenigen selbstkritischen Italiener. Auch seine verunglückte Rückgabe an Buffon, die Mutu in der 55. Minute zur 1:0-Führung für die Rumänen verwandelte, nahm er auf seine Kappe.

Dass der ansonsten gut spielende Rechtsaußen nicht gänzlich zur tragischen Figur wurde, verdankte er Panucci, der praktisch im Gegenzug mit einem Abstaubertor zum 1:1 ausglich.

Del Piero: "Zumindest die Einstellung stimmt"

Verglichen mit dem 0:3-Debakel gegen die Niederlande war die auf fünf Positionen umgestellte Mannschaft aggressiver, in der immer noch nicht sattelfesten Abwehr zumindest geordneter und über die Flügel gefährlicher.

"Auch die Einstellung stimmt jetzt", meinte Kapitän Alessandro del Piero, der den "Azzurri" als Chef auf dem Platz Selbstvertrauen gab und sie in den kritischen Situationen nach vorne peitschte.

Nach Donadonis Meinung hätte Italien den Sieg verdient gehabt. "Wir waren stärker als Rumänien", meinte der Ex-Milan-Star.

Chivu glaubt ans Viertelfinale 

Rumäniens Trainer Victor Piturca hätte dagegen einen Sieg seines Teams "gerechter" gefunden. Viel offensiver als beim 0:0 gegen Frankreich erspielte der Favoritenschreck zahlreiche Chancen.

"Wir werden immer besser", sagte Inter Mailands Christian Chivu und glaubt fest an den Einzug ins Viertelfinale. In der 19. Minute scheiterte er mit einem abgefälschten Freistoß noch am Pfosten. "Gegen die Niederlande machen wir das besser", versprach der Kapitän.

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