Einer gegen alle

Von Alexis Menuge/Thomas Ziemann
Montag, 09.06.2008 | 15:01 Uhr
WM 2006, Raymond Domenech, Zinedine Zidane
© Getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Nur was für richtig harte Kerle: Six Nations auf DAZN
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

München - Raymond Domenech ist ein abergläubischer Mensch. Es gibt sogar böse Zungen, die behaupten, der französische Nationaltrainer stelle seine Mannschaft nach dem aktuellen Horoskop auf.

Egal welchen Eingebungen Domenech auch immer folgen mag, fest steht: Dieser Tage geht der 56-Jährige mit Frankreich in sein zweites großes Turnier. Er ist der erste französische Trainer, dem dieses Kunststück gelingt.

Unumstritten ist er in seiner Heimat deshalb aber noch lange nicht. Ganz im Gegenteil: Zu oft hat der knorrige Trainer durch unpopuläre Entscheidungen den Zorn der Öffentlichkeit auf sich gezogen.

So auch vor dieser EM, als Domenech seinen offiziellen Kader verkündete und der geneigte Fan des Vize-Weltmeisters einen Namen vergeblich suchte - David Trezeguet.

20 Tore hatte der in der abgelaufenen Saison für Juventus Turin geschossen. In der Serie A, einer der besten Ligen Europas.

Für Domenech war das nicht genug. Der Coach ist noch immer persönlich enttäuscht von Trezeguet, nachdem der ihm einst einen Korb für ein U-21-Spiel gegeben hatte.

Die Anekdote zeigt: Domenech ist ein nachtragender Mann -  das Ereignis liegt knapp zehn Jahre zurück.

"Domenech erzählt nur Blödsinn"

Wie nachtragend Domenech ist, mussten auch die Italiener im vergangenen Jahr feststellen.

Vor dem EM-Qualifikationsspiel in Italien attackierte Domenech den italienischen Verband und unterstellte ihm, bei einem U-21-Spiel den Schiedsrichter gekauft zu haben. Domenech wurde daraufhin für die Partie im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion gesperrt.

"Domenech erzählt ständig nur Blödsinn. Er ist dafür verantwortlich, dass zwischen beiden Nationen viel Polemik herrscht", sagte kürzlich der italienische Mittelfeldstar Gennaro Gattuso. "Schwer zu sagen, ob er ein guter Trainer ist, denn seine Spieler waren 2006 sehr stark und das ist der Hauptgrund warum Frankreich soweit kam."

Generell pflegt der Theaterliebhaber ein angespanntes Verhältnis zu den Italienern. So hatten etwa die Italien-Legionäre Philippe Mexes, Olivier Dacourt und Jonathan Zebina in der Ära Domenech wenig bis gar nichts zu lachen.

Auch die Verpflichtung von Fabio Capello als Nationaltrainer Englands kommentierte er auf seine ganz spezielle Art und Weise: "So eine Entscheidung ist einfach schlimm. Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden englischen Coach. Es ist nicht normal, einen Italiener zu holen. Wer kennt die englischen Spieler und die englische Mentalität am besten? Der Engländer an sich."

Der Beinbrecher

Auch schon zu seiner aktiven Zeit war Domenech kein Kind von Traurigkeit. Als Rechtsverteidiger spielte er unter anderem für Lyon, Marseille und Bourdeaux, wo er sich durch seine, vorsichtig ausgedrückt,  körperbetonte Spielweise den Spitznamen "Beinbrecher" verdiente.

Seit mittlerweile vier Jahren ist Domenech nun Teamchef der Equipe Tricolore. Vier Jahre, die geprägt sind von Konflikten. Konflikten mit dem Verband, Konflikten mit der Öffentlichkeit. Doch trotz aller Widerstände wusste Domenech sich immer irgendwie zu behaupten.

Immerhin ein Mal musste auch der Sturkopf nachgeben: Im Jahr 2005 nominierte er erst auf Drängen des französischen Verbands die bereits zurückgetretenen Zidane, Thuram und Makelele nachträglich für die WM-Qualifikation.

Zusammen mit den Ausgemusterten führte Domenech die Franzosen bis ins Finale gegen Italien. Der große Wurf blieb ihm daraufhin bekanntlich verwehrt.

Vorerst. Einen weiteren Anlauf kann er schon bald starten, wenn er von seinen vermeintlich übersinnlichen Kräften nicht getäuscht wird: "Frankreich wird 2010 das WM-Finale erreichen. Das habe ich in den Karten gelesen."

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung