Montag, 07.04.2008

EM-Barometer

Borowski hat's kapiert

München - Am 8. Juni steigt das EM-Auftaktspiel des DFB-Teams gegen Polen. Wer darf mit, wer bleibt zuhause?

Über 30 deutsche Nationalspieler machen sich Hoffnungen und haben jeden Spieltag die Chance, sich für eine Nominierung zu empfehlen.

SPOX.com beobachtet die EM-Kandidaten Woche für Woche ganz genau und bewertet die Leistungen. Das Mittelfeld:

 

Michael Ballack

War bei der 1:2-Niederlage in Istanbul einer der stärksten seines Teams. Sehr lauffreudig und kampfstark.

Wurde im Offensivspiel teilweise zu wenig eingebunden und hatte nur 48 Ballkontakte. Dennoch hatte er zwei gute Schusschancen, die aber beide von Volkan pariert wurden.

Wurde beim 2:0-Sieg der Blues in der Premier League gegen Manchester City geschont.

 

 

Torsten Frings

Ein Schritt nach vorne - wenn auch nur ein kleiner.

Ist in Zweikämpfen noch nicht so giftig wie gewohnt und auch die Spritzigkeit fehlt noch ein bisschen.

Bereitete das 2:1 von Borowski mit einem mustergültigen Pass vor - seine erste Torvorlage seit Oktober 2007.

 

 

 

 

Simon Rolfes

War im UEFA-Cup im defensiven Mittelfeld an der Seite von Vidal völlig überfordert.

Kam nicht in die Zweikämpfe und rannte seinen Gegenspieler im Zentrum meist nur hinterher. Auch im Aufbauspiel mit Problemen und vielen Fehlpässen.

Auch gegen Dortmund konnte er das Spiel nicht lenken, wirkte behäbig und im Abschluss zu unentschlossen.

 

 

 

Jermaine Jones

Wie immer ein absolutes Vorbild in Sachen Wille und Kampfgeist.

Bildet zusammen mit Fabian Ernst im defensiven Mittelfeld ein kaum bezwingbares Duo.

Offensiv kommt von ihm aber noch viel zu wenig.

 

 

 

 

Bernd Schneider

Nach seiner Pause gegen Frankfurt durfte er gegen Zenit wieder ran und enttäuschte, wie auch schon in den Wochen zuvor, auf ganzer Linie.

Der 34-Jährige ging im schnellen Kombinationsspiel der Russen komplett unter.

Saß gegen Dortmund dann 90 Minuten auf der Bank. 

 

 

 

Bastian Schweinsteiger

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten gegen Getafe: Vor dem Wechsel agil, anspielbar und mit gefährlichen Distanzschüssen. Nach dem Pausentee genauso lässig und schlaff wie der Rest. 

Bereitete gegen Bochum Lucios Ausgleichstor mit einem Freistoß vor und war auch sonst ein Aktivposten. Hin und wieder noch mit Ungenauigkeiten.

Dennoch gegenüber den letzten Wochen verbessert.

 

 

Roberto Hilbert

Spielte gegen Hamburg wieder eine offensivere Rolle über rechts und zeigte dabei aufsteigende Form.

War quirlig und bemüht, wenn auch nicht immer selbstbewusst und zielstrebig genug.

Krönte seine ansprechende Leistung mit dem Siegtreffer.

  

 

 

 

Toni Kroos

Spielte zum dritten Mal in Folge in der Regionalliga-Mannschaft der Bayern.

Bereitete dort beim 3:1-Sieg gegen Jahn Regensburg das 1:1 durch Thomas Linke mit einer schönen Freistoßflanke vor.

Dennoch: Mit Einsätzen in der Regionalliga kann er sich nicht für die EM empfehlen. 

 

 

 

 

Tim Borowski

Von der Körpersprache her total verändert im Vergleich zu den letzten Wochen.

Scheint endlich kapiert zu haben, dass es für ihn um die EM-Teilnahme geht.

Krönte seine engagierte Leistung mit dem Siegtor gegen Berlin.

 

 

 

 

 

Piotr Trochowski

Kam gegen Stuttgart überhaupt nicht ins Spiel. Hatte kaum Ballkontakte, kaum gewonnene Zweikämpfe und praktisch keine einzige klare Aktion nach vorne.

Auch seine Standards sorgten nicht für Gefahr.

Wurde nach 75 Minuten zu Recht ausgewechselt.

 

 


   

Thomas Hitzlsperger

Überzeugende erste Halbzeit mit Stuttgart gegen den HSV.

Laufstark, engagiert und präzise im Aufbauspiel.

Fiel in der zweiten Hälfte aber, wie die gesamte Mannschaft, deutlich ab und leistete sich vor allem in der Defensive die eine oder andere Schwäche.

 

 

 

 

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