Eine Frage der Effizienz

Von SPOX
Freitag, 26.06.2015 | 20:33 Uhr
Im Halbfinale trifft Deutschland auf Portugals Minimalisten
© getty
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Die U21-EM geht in ihre heiße Phase: Deutschland und Portugal treffen in Olmütz aufeinander - mit ähnlichen Problemen im Gepäck. Dänemark erwartet im zweiten Halbfinale Schweden. Beide kennen einander aus dem Effeff.

Portugal - Deutschland (18 Uhr im LIVE-TICKER)

Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. So handhabten es die Portugiesen in der Vorrunde. Lediglich zwei Tore aus drei Spielen reichten dem Team von Rui Jorge zum Gruppensieg, wo es im Halbfinale auf Deutschland trifft. Für Horst Hrubeschs Co-Trainer Thomas Nörenberg treffen damit "die beiden bislang spielstärksten Mannschaften" aufeinander.

Bei Portugal müssten es ähnlich wie bei der DFB-Elf "ein Haufen mehr Tore sein", so Nörenberg. Für beide Teams wird es vor allem darum gehen, die bisher mäßige Chancenverwertung zu optimieren. "Wenn wir vorne die Dinger machen, gewinnen wir gegen Portugal", kündigte Verteidiger Dominique Heintz an.

Auf ihn wird eine der Hauptaufgaben zukommen, wenn es darum geht, die spielstarke portugiesische Offensive in ihre Schranken zu weisen. Diese beginnt beim Anführer William Carvalho, der schon mehrere Top-Klubs auf den Plan rief, der im Mittelfeldzentrum die Fäden in der Hand hält. Vor ihm wirbelt eine Horde leichtfüßiger Techniker wie zum Beispiel Bernardo Silva, der die Spitze der Raute besetzt.

Ein anderer Faktor wird die Konstanz Deutschlands sein. Bisher zeigte man sich sowohl im gesamten Turnierverlauf als auch während der Spiele schwankend. Hrubesch sieht darin jedoch keine Gefahr: "Mich stimmt zuversichtlich, dass meine Mannschaft in allen drei Gruppenspielen nicht umgefallen ist. Wenn es nötig war, haben sie ein Schippe draufgelegt", sagte der 64-Jährige und betonte bei allem Respekt vor Portugal: "Wir fürchten uns nicht."

Dänemark - Schweden (21 Uhr im LIVE-TICKER)

Es ist das Duell zweier Überraschungsteams. Hier Dänemark, das Platz eins in Gruppe A eroberte und sogar Titelfavorit Deutschland hinter sich ließ. Da die Schweden, die England und Italien eliminierten. Beide Teams begegneten einander bereits in der Vorbereitung, sechs Tage vor dem EM-Auftakt. Am Ende stand ein freundschaftliches 2:2. Geheimnisse sind daher ausgeschlossen: "Wir wissen, wie sie spielen und sie wissen, wie wir spielen", sagte Hakan Ericsson folgerichtig.

Die Dänen brachten mit einem 2:0 über Serbien die Halbfinal-Teilnahme in trockene Tücher, zuvor hatten sie Tschechien besiegt und waren der DFB-Elf unterlegen. Zweifel kamen nie auf. "Man kann uns nicht einfach zustellen", so Pierre-Emile Höjbjerg. "Wir verfügen über clevere Jungs, die wissen, wie es läuft." Das Talent von Bayern München ist einer davon. Er zieht im Mittelfeld die Fäden und ist neben Kapitän Yannik Vestergaard der Chef.

Schweden kommt indes über das Kollektiv. Zum Auftakt wurde Italien so geschlagen, das 0:1 gegen England war nach dem späten 1:1 gegen Portugal Makulatur. Beiden reichte der Punkt, die Favoriten mussten sich aus dem Turnier verabschieden. Ericsson: "Es ist fantastisch, ein Traum." Sogar Zlatan Ibrahimovic, der bei Olympia 2016 in Rio gerne teilnehmen würde, meldete sich zu Wort: "Es ist total verdient. Wir schwedischen Wikinger geben niemals auf."

Alexander Milosevic ergänzte: "Das Wichtigste ist der Kampfgeist und das Herz, das wir füreinander haben." Er stand gegen Portugal nach abgesessener Rot-Sperre in der Startelf und verteidigte neben Joseph Baffo, der angeschlagen fraglich ist. Dänemark ist komplett und Jonas Knudsen (Gelb-Sperre) wieder einsatzberichtigt.

Die U21-EM in der Übersicht

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