Donnerstag, 23.12.2010

DFB-Pokal - Achtelfinale

Schritt nach vorn trotz Chaos und Anarchie

Stuttgart hat im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München erneut unglaubliche Schwächen in der Defensive offenbart - und doch feierte die Mannschaft einen sehr wichtigen Sieg. Bayerns Probleme hängen eng mit einer Person zusammen.

Der FC Bayern trifft, Cacau schaut zu: Dieses Bild gab es in den letzten vier Tagen neun Mal
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Der FC Bayern trifft, Cacau schaut zu: Dieses Bild gab es in den letzten vier Tagen neun Mal

Als alles schon vorbei war, machte der VfB Stuttgart einen Neuanfang. Nur wenige Minuten zuvor hatten die Schwaben 3:6 gegen den FC Bayern München verloren und damit in den letzten beiden Heimspielen keinen Punkt und kein Weiterkommen erzielt, dafür aber elf Gegentore kassiert.

Eine ziemlich vernichtende Bilanz, die den neutralen Zuschauer mit einer seltsamen Mischung aus Bewunderung und Grauen zurückließ. Bewunderung für ein zweites Spiel innerhalb von nur drei Tagen, das gemeinhin als Spektakel katalogisiert wird, mit tollkühnen Offensivreihen und allerbestem Unterhaltungswert fürs bezahlte Geld.

Und Grauen dafür, wie dilettantisch beide Mannschaften ihre Defensivarbeit interpretierten. 17 Tore in zwei Spielen zweier hoch veranlagter Mannschaften der Bundesliga sind nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal für den deutschen Fußball anzusehen.

Van-Bommel-Theater schadet der Mannschaft

Aber es gibt dafür eben auch Gründe, wenngleich unterschiedlicher Couleur. Die Bayern haben (noch) ein personelles Problem.

Sie haben derzeit einen ziemlich unzufriedenen Spieler in ihren Reihen, der bisher für die nötige Stabilität in der Defensive gesorgt hatte. Aber Mark van Bommel ist seit den Spekulationen und vor allen Dingen seit den negativen Aussagen der Vereinsführung bezüglich seiner Zukunft in München nicht der Mark van Bommel früherer Tage.

Erneut glitt ihm eine Partie durch die Finger, erneut bekam der Niederländer keinen Zugriff auf Spielfluss und Gegenspieler.

Dazu konnte Bastian Schweinsteiger nicht helfen, er musste im offensiven Mittelfeld die Impulse setzen, die beiden Außenspieler Franck Ribery und Thomas Müller zeigten wenig Begeisterung für das Defensivspiel und Anatolij Tymoschtschuk verlor die meisten Duelle gegen Pawel Pogrebnjak: Die Bayern schwammen wie schon lange nicht - oder vielleicht noch nie unter Louis van Gaal.

Chaos und Anarchie in Stuttgart

Beim 2:3 in der letzten Champions-League-Saison gegen Manchester United gewährten die Münchener ihrem Gegner eine Halbzeit lang ähnlich viele Gelegenheiten wie dem VfB an diesem Abend. Wieder setzte es drei Gegentore.

"Wir machen Fehler, die nicht passieren dürfen. Auf noch höherem Niveau verlieren wir so ein Spiel", rüffelte Schweinsteiger seine Kollegen nach dem Abpfiff. Nur hatten die Bayern eben erneut das Glück, dass auf der Gegenseite noch mehr Chaos und Anarchie herrschten.

Bruno Labbadia dürfte eigentlich die nächsten vier bis fünf Tage keine Nachtruhe mehr finden. So viele Fehler und Unachtsamkeiten, wie seine Mannschaft in den letzten 180 Minuten fabriziert hat, kann man kaum mehr zur Spielanalyse auf eine DVD brennen.

Wie bei einem Abzählvers durfte fast jeder Stuttgarter mindestens einen dicken Bock schießen, den die Bayern - ganz entgegen ihrer bisherigen Gewohnheit in dieser Saison - ohne Gnade bestraften.

Fan-Aufstand: Reinigende Wirkung für den VfB?

Nach Bicakcic, Delpierre, Boka, Harnik und Ulreich (Bundesliga) waren diesmal Boulahrouz, erneut Delpierre und Boka an der Reihe, die Geschenke zu verteilen. "Wir wissen, wo wir ansetzen müssen", sagte Labbadia nach dem Spiel. Er sagte es mit Verve und Entschlossenheit und man will ihm glauben.

Denn immerhin haben seine Spieler wieder ein Funkeln in den Augen, die teilnahmslose Lethargie der letzten Wochen scheint gewichen.

Die besten Bilder vom DFB-Pokal-Achtelfinale
VfB Stuttgart - FC Bayern 3:6: Nach der Heimpleite am Wochenende wollten die Stuttgarter im Pokal Revanche nehmen. Doch wieder erwischten die Münchner den besseren Start
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VfB Stuttgart - FC Bayern 3:6: Nach der Heimpleite am Wochenende wollten die Stuttgarter im Pokal Revanche nehmen. Doch wieder erwischten die Münchner den besseren Start
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Pavel Pogrebnyak (M.) machte es mit seinem Doppelpack noch einmal spannend
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Pavel Pogrebnyak (M.) machte es mit seinem Doppelpack noch einmal spannend
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Doch am Ende jubeln wieder die Bayern. Mario Gomez (M.) und Thomas Müller zählten wie schon am Wochendende zu den Torschützen
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Doch am Ende jubeln wieder die Bayern. Mario Gomez (M.) und Thomas Müller zählten wie schon am Wochendende zu den Torschützen
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Alemannia Aachen - Eintracht Frankfurt 5:3 i.E.: Schon nach 14 Minuten musste Schwegler mit Rot vom Platz. Beim anschließenden Elfer scheiterte Höger (l.) an Fährmann
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Alemannia Aachen - Eintracht Frankfurt 5:3 i.E.: Schon nach 14 Minuten musste Schwegler mit Rot vom Platz. Beim anschließenden Elfer scheiterte Höger (l.) an Fährmann
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Im Anschluss entwickelte sich ein Pokalfight, wie er im Buche steht. Babacar Gueye (r.) und Sebastian Jung schenkten sich keinen Zentimeter
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Im Anschluss entwickelte sich ein Pokalfight, wie er im Buche steht. Babacar Gueye (r.) und Sebastian Jung schenkten sich keinen Zentimeter
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Am Ende musste die Entscheidung im Elfmeterschießen her. Aachen entschied den Krimi für sich, den entscheidenden Elfmeter versenkte Benjamin Auer (2.v.r.)
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Am Ende musste die Entscheidung im Elfmeterschießen her. Aachen entschied den Krimi für sich, den entscheidenden Elfmeter versenkte Benjamin Auer (2.v.r.)
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1. FC Köln - MSV Duisburg 1:2: Heißer Pokalfight in Köln. Simon Terodde (l.) und Branimir Bajic im Kampf um den Ball
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1. FC Köln - MSV Duisburg 1:2: Heißer Pokalfight in Köln. Simon Terodde (l.) und Branimir Bajic im Kampf um den Ball
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Lukas Podolski (2.v.l.) mühte sich redlich, doch ein Tor war ihm im letzten Heimspiel des Jahres nicht vergönnt
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Lukas Podolski (2.v.l.) mühte sich redlich, doch ein Tor war ihm im letzten Heimspiel des Jahres nicht vergönnt
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Am Ende jubelten nur die Duisburger rund um Torschütze Stefan Maierhofer. Der MSV steht im DFB-Pokal-Viertelfinale
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Am Ende jubelten nur die Duisburger rund um Torschütze Stefan Maierhofer. Der MSV steht im DFB-Pokal-Viertelfinale
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VfL Wolfsburg - Energie Cottbus 1:3: So hatten sich die Wölfe das sicher nicht vorgestellt. Cottbus war Herr im fremden Haus und ließen Dzeko (M.) und Co. nicht ins Spiel kommen
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Grund zum Jubeln hatte Nils Petersen (M.). Sein Doppelpack ebnete den Cottbuser Weg ins Viertelfinale
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Grund zum Jubeln hatte Nils Petersen (M.). Sein Doppelpack ebnete den Cottbuser Weg ins Viertelfinale
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Edin Dzeko gelang zwar noch der Anschlusstreffer, doch die Aufholjagd kam zu spät. Der Favorit schied aus
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Edin Dzeko gelang zwar noch der Anschlusstreffer, doch die Aufholjagd kam zu spät. Der Favorit schied aus
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Hoffenheim - Gladbach 2:0: War es das nun für Frontzeck als Borussen-Trainer oder nicht? Das Pokalspiel in Hoffenheim wurde als Endspiel um seine Zukunft hochstilisiert
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Hoffenheim - Gladbach 2:0: War es das nun für Frontzeck als Borussen-Trainer oder nicht? Das Pokalspiel in Hoffenheim wurde als Endspiel um seine Zukunft hochstilisiert
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Vier Spieler, zwei Mannschaften und trotzdem hat keiner den Ball. Demba Bas und Sejad Salihovic' Entsetzen über diese Szene ist unbezahlbar
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Vier Spieler, zwei Mannschaften und trotzdem hat keiner den Ball. Demba Bas und Sejad Salihovic' Entsetzen über diese Szene ist unbezahlbar
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Applaus bitte: Marvin Commper (r.) begrüßt eine Entscheidung von Schiedsrichter Felix Brych
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Applaus bitte: Marvin Commper (r.) begrüßt eine Entscheidung von Schiedsrichter Felix Brych
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Schockmoment: Bei einem Zusammenprall zwischen Haas und Reus schlägt der Gladbacher mit dem Kopf auf und bleibt liegen. Wenig später geht es jedoch für ihn weiter
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Schockmoment: Bei einem Zusammenprall zwischen Haas und Reus schlägt der Gladbacher mit dem Kopf auf und bleibt liegen. Wenig später geht es jedoch für ihn weiter
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Da hat es gerade zum 1:0 geklingelt. Gylfi Sigurdsson guckt Christofer Heimeroth aus und haut den Freistoß ins Torwarteck. Heimeroth steht am anderen Ende des Tors
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Da hat es gerade zum 1:0 geklingelt. Gylfi Sigurdsson guckt Christofer Heimeroth aus und haut den Freistoß ins Torwarteck. Heimeroth steht am anderen Ende des Tors
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FC Augsburg - Schalke 04 0:1: Jefferson Farfan und Tobias Werner (r.) streiten sich nicht nur um den Ball, sondern auch um den "Wer guckt skurriler?"-Award
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FC Augsburg - Schalke 04 0:1: Jefferson Farfan und Tobias Werner (r.) streiten sich nicht nur um den Ball, sondern auch um den "Wer guckt skurriler?"-Award
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Peer Kluge (l.) in ungewohnter Rolle als Ballartist. Augsburgs Kees Kwakman schaut sich das Spektakel entspannt aus dem Hintergrund an
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Peer Kluge (l.) in ungewohnter Rolle als Ballartist. Augsburgs Kees Kwakman schaut sich das Spektakel entspannt aus dem Hintergrund an
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Der Ball bezieht ganz klar Stellung, welcher Mannschaft er die Daumen drückt: der Rot-Weißen. Atsuto Uchida und Tobias Werner scheint es nicht zu interessieren
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Der Ball bezieht ganz klar Stellung, welcher Mannschaft er die Daumen drückt: der Rot-Weißen. Atsuto Uchida und Tobias Werner scheint es nicht zu interessieren
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Was auch immer Benedikt Höwedes und Nando Rafael hier versuchen, mit geordnetem Fußball scheint es wenig zu tun haben. Witzig ist es trotzdem
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Was auch immer Benedikt Höwedes und Nando Rafael hier versuchen, mit geordnetem Fußball scheint es wenig zu tun haben. Witzig ist es trotzdem
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Manuel Neuer applaudiert dem Publikum zu und freut sich über diesen Pokalabend: Zurecht, denn Schalke gewinnt mit 1:0 beim FC Augsburg
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Manuel Neuer applaudiert dem Publikum zu und freut sich über diesen Pokalabend: Zurecht, denn Schalke gewinnt mit 1:0 beim FC Augsburg
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Am Sonntag, als sich vor dem VIP-Eingang einige hundert Fans zusammengefunden hatten, um den Vorstand zur Rede zu stellen, soll es einigen der Verantwortlichen und auch der Spieler ganz anders geworden sein. Aber vielleicht hat dieses Schockerlebnis auch eine gewisse reinigende Wirkung gehabt, auf allen Ebenen.

"Man hat gesehen, dass die Mannschaft begriffen hat, um was es geht. Und auch die Fans haben die Lage erkannt und uns heute bedingungslos über 90 Minuten toll unterstützt", sagte Christian Gentner.

Versöhnung zwischen Fans und Spielern

Nach acht Minuten schienen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten, als die Bayern mit ihren ersten beiden Torschüssen 2:0 führten. Aber von Aggressivität oder aufgeheizter Stimmung der eigenen Mannschaft gegenüber war nichts zu spüren. Im Gegenteil.

"Mit der Geschlossenheit, die heute in der Mercedes-Benz Arena herrschte, wollen wir auch die Menschen in Stuttgart mitnehmen", nahm sich Labbadia vor. "Die Fans waren heute überragend, sie haben alles gegeben und uns auch in Unterzahl immer weiter nach vorne gepeitscht", sagte sein Kapitän Delpierre.

Also schloss ein wahrlich denkwürdiger Abend nicht mit einem Pfeifkonzert im Stadion oder tobsüchtigen Fans auf der Mercedesstraße. Sondern mit einer nicht fröhlichen, aber versöhnlichen Ehrenrunde der Mannschaft, begleitet vom aufrichtigen Applaus der Zuschauer. Als würde ein Vater seinem flegelhaften Sohn verzeihen.

Vielleicht die wichtigste Errungenschaft und auch ein Sieg für die Zukunft - zumindest, wenn es nach Christian Gentner geht. "Mit diesen Fans im Rücken werden wir es auch in der Rückrunde packen."

Stuttgart - Bayern: Die Daten zum Spiel

Für SPOX in Stuttgart: Stefan Rommel

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