Mittwoch, 22.12.2010

Wie geht es weiter?

Mark van Bommel: Raue See für den Kapitän

Lange Zeit war Mark van Bommel eine geachtete, von den Verantwortlichen gestützte Führungsfigur bei Bayern München. Nun scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann er geht.

Mark van Bommel absolvierte wettbewerbsübergreifend 184 Spiele für Bayern München
© Getty
Mark van Bommel absolvierte wettbewerbsübergreifend 184 Spiele für Bayern München

Ein Kapitän geht nicht mal so eben von Bord. Und als Erster schon gleich gar nicht. Aber irgendwie sieht es danach aus, als habe Mark van Bommel keine Zukunft mehr bei Bayern München.

Und womöglich ist das Spiel im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart am Mittwochabend schon das letzte gewesen für den Niederländer, zumindest im Trikot jener Mannschaft, die auch ein wenig die seine war in den vergangenen dreieinhalb Jahren. Aber wer weiß das schon so genau? Alles scheint möglich, nichts mehr ausgeschlossen.

"Sache zwischen Vorstand und Spieler"

Die See ist jedenfalls ziemlich rau geworden für den Kapitän. Nicht mal Louis van Gaal mochte sich zuletzt noch klar zu seinem Landsmann bekennen. Er gebe dazu keine Antwort, sagte der Trainer am Vortag des Spiels gegen den VfB ziemlich mürrisch auf die Frage, was denn nun werde, und am Ende wand er sich raus: "Der Trainer hat da nicht so viel Einfluss. Es ist eine Sache zwischen Vorstand und Spieler." Es gab Zeiten, da hat sich van Gaal deutlich zu seinem Kapitän bekannt.

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Der Wunschzettel eines Cheerleaders von den Chicago Bulls: "1. Ich möchte endlich auf eigenen Beinen stehen. 2. Die andern sollen aufhören, mein Outfit nachzumachen"
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Da hilft alles Strecken von Torhüter Henrik Karlsson nichts: Seine Calgary Flames verlieren gegen die Columbus Blue Jackets mit 1:3
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Wie ungünstig: Kurz vor dem Spiel gegen die Golden State Warriors setzen bei DeMarcus Cousins die Wehen ein. Kein Wunder, dass seine Sacramento Kings mit 109:117 verloren
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Das Erstaunlichste an diesem Foto: Es ist eine Farbaufnahme. Aber so ein englisches Pferderennen im Dezember ist nun mal eine triste Angelegenheit
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Ganz anders sieht es da schon in Australien aus. Bei einem so warmen Sonnenuntergang kann man schon neidisch auf die Fußballfans der Central Coast Mariners werden
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Es ist zu hören, dass van Gaal nicht mehr so gut zu sprechen ist auf van Bommel, seit dieser im vergangenen Oktober mit einem schon lädierten Knie für die niederländische Nationalmannschaft spielte. Es kam, wie es kommen musste: Van Bommel fiel erst mal aus, fast zwei Monate. Auch auf der Vorstandsetage hat der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler dem Vernehmen nach ein bisschen Porzellan zerschlagen, als er dort vor kurzem mit einem neuen Berater auftauchte. Dessen Verhandlungsführung erregte angeblich einiges Missfallen.

Immerhin, es wird offensichtlich geredet. "Ich habe hier noch ein halbes Jahr Vertrag. Wenn der Verein sagt, dass ich noch ein halbes Jahr bleiben muss, dann muss ich bleiben. Wenn der Verein sagt, wir reden im Frühjahr über einen neuen Vertrag, dann kann ich nichts machen", sagte van Bommel gerade der Welt. Dass ihm die derzeitige Situation missfällt, ist nicht schwer zu erraten. Der Niederländer nimmt die Dinge gerne selbst in die Hand. Er ist der Kapitän, er bestimmt den Kurs seiner Karriere.

Will bis zum Saisonende bleiben

"Ich habe nochmal mit ihm gesprochen und glaube da herausgehört zu haben, dass er zumindest bis zum Saisonende gerne bleiben würde", entgegnete Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge zu Beginn der Woche dem Münchner Merkur. Rummenigge flocht van Bommel bei der Gelegenheit auch gleich einen schönen Kranz, bezeichnete ihn als "super Kapitän", einen "der besten, die ich je bei Bayern erlebt habe, er macht alles erstklassig". Trotzdem sei daraus keine automatische Vertragsverlängerung abzuleiten.

Der Vertrag von van Bommel läuft am Saisonende aus, der Niederländer aber plant bis zur EM-Endrunde 2012. Neben dem FC Bayern sollen der VfL Wolfsburg, Tottenham Hotspur und Manchester City eine Option sein.

In München jedenfalls muss van Bommel damit rechnen, spätestens im kommenden Sommer Luiz Gustavo von 1899 Hoffenheim vor die Nase gesetzt zu bekommen, wobei ihm das angeblich kein Kopfzerbrechen bereitet. Vor zwei Jahren kam Anatolij Timoschtschuk, und den hat van Bommel freundlich, aber entschlossen zur Seite gedrängt.

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