Freiburgs Christian Günter im Porträt

Mechaniker mit zweitem Standbein

Dienstag, 07.04.2015 | 13:06 Uhr
Christian Günter erzielte im November 2014 gegen Schalke sein erstes Bundesligator
© getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
A-League
Live
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheffield Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak Moskau -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man United
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Swansea (Delayed)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City
Indian Super League
Chennai -
Kalkutta
Indian Super League
NorthEast Utd -
Bengaluru
Ligue 1
Bordeaux -
Strasbourg
Championship
Sheffield Utd -
Bristol City
Primera División
Alaves -
Las Palmas

Christian Günter ist einer der Dauerbrenner der Liga und gilt als Perspektiv-Spieler von Joachim Löw. Mit der Vertragsverlängerung vor dem Pokalspiel gegen Wolfsburg (ab 19.00 Uhr im LIVE-TICKER) erklimmt der Linksverteidiger die nächste Stufe der Karriereleiter. Der Weg dorthin war steinig. In der Jugend saß er stundenlang im Auto und pendelte zum Training, da er unbedingt seine Berufsausbildung abschließend wollte. Ein Fakt, der ihm heutzutage hilft.

Selbst Christian Streich hatte Probleme, seinen Schützling zu beschreiben. "Sehen Sie, das ist doch schön, wenn ein Bub...", begann der SC-Coach seinen Satz und unterbrach dann abrupt. Irgendetwas schien ihn an seinem eben Gesprochenen zu stören. "Wobei, Entschuldigung, Bub ist falsch. Er ist ja ein junger Mann", korrigierte Streich und verhedderte sich weiter. Das, was er eigentlich sagen wollte, rutschte in den Hintergrund.

Der DFB-Pokal geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Also startete Streich einen neuen Anlauf. Das Schöne sei ja, dass "der junge Mann" direkt aus der Fußballschule zu den Profis gewechselte ist und nicht den Umweg über die Amateure genommen hat. Es sei eine bewusste Entscheidung gewesen, Christian Günter direkt ins Profiteam zu nehmen. Schließlich kennt der SC-Coach den heute 22-Jährigen gut, trainierte ihn bereits in der Jugend.

Er wirkt wie ein strenger Vater, wenn er über Günter redet. Mahnend hebt er den Zeigefinger: "Dass das aber klar ist: Christian Günter ist trotz seines Einsatzes noch kein Bundesligaspieler." Er habe alle Voraussetzungen dafür, aber man wisse nicht, wo sein Weg hingehe. Diese Aussagen sind nun gut zwei Jahre her.

Paradebeispiel für Freiburg

Inzwischen ist Günter aus dem System von Streich nicht mehr wegzudenken. In der aktuellen Saison bestritt Günter als einer von nur zehn Feldspielern in der Bundesliga alle Ligaspiele.

Und das, obwohl ihm viele ob der großen Konkurrenz beim SC Freiburg mit Riether, Sorg und Mujdza auf den Außenpositionen in der Viererkette eine schwere Saison vorausgesagt hatten. Auch in der U21-Nationalmannschaft hat Günter sich längst einen Stammplatz erkämpft und im Frühling 2014 beim Länderspiel gegen Polen sogar im Kader von Löw sein Debüt gegeben.

Von der Einstellung her ist Günter ein Spieler nach dem Geschmack von Streich: Ein emsiger Kicker aus der eigenen Jugend, auf dem Boden geblieben und tief in der Heimat verwurzelt. Ein Paradebeispiel für die Freiburger Nachwuchsschule und die kaum vorhandenen Barrieren zwischen der Jugend und dem Profikader.

Ausbildung zum Industriemechaniker

Bereits 2006 kam der damals 14-Jährige zum SC und durchlief seitdem sämtliche Jugenden. Dennoch blieb Günter bei seinen Eltern im heimischen Tennenbronn wohnen und pendelte täglich 70 Kilometer zum SC-Trainingsgelände. Vor allem, weil er bei seiner Familie bleiben und seine Ausbildung zum Industriemechaniker unbedingt zu Ende machen wollte.

"Es ist immer wichtig zu wissen, dass man ein Stück weit abgesichert ist. Es ist gut, ein zweites Standbein zu haben. Man weiß im Fußball schließlich nie, was irgendwann mal passiert. Vielleicht kommen beispielsweise schwere Verletzung dazwischen", so Günter gegenüber SPOX.

Ehrlich gibt er zu, dass er sich zwischenzeitlich schon seine Gedanken gemacht hat, ob sich der ganze Aufwand lohne. Vor allem in Zeiten, in denen er fast gar nicht zum Einsatz kam. Gerne hätte er mehr Zeit mit Freunden verbracht, meint er. Doch an den trainingsfreien Tagen ist er schließlich mit seinem Dad auf den Fußballplatz gegangen, um Flanken und Freistöße zu üben.

Streichs Lieblingsschüler

"Es war so, dass ich in der Realschule war bzw. später sieben Stunden gearbeitet habe und fünf Mal wöchentlich eine Stunde ins Training gefahren bin. Ich bin morgens um sechs Uhr aufgestanden und hab bis vier Uhr gearbeitet. Danach ging's ins Training. Um 22 Uhr war ich wieder zu Hause. Eigentlich war ich also den ganzen Tag unterwegs", erzählt der 22-Jährige. Eine Zeit, die ihn bis heute prägt. "Natürlich hilft einem das jetzt weiter. Man ist stressresistenter und kann das Leben als Fußballer noch mehr genießen", so der staksig wirkende Linksverteidiger weiter.

Zudem könne er jetzt ein wenig länger schlafen, erklärt er augenzwinkernd. Auch Arbeiter Streich schätzt diese Qualitäten Günters. Immer wieder lobt der Freiburger Trainer die grundsätzliche Einstellung Günters und "seine Art und Weise, Professionalität zu leben".

"Wenn man beim SC in der Jugend spielt und nebenher eine Berufsausbildung macht, dann sagt das viel über den Charakter. Da gibt's nur noch essen und schlafen. Das hat er drei Jahre gemacht. Der ist nicht so schnell gestresst von dem Leben, das er jetzt gerade hat", erklärt Streich.

Erneuter Einzug ins Pokal-Halbfinale?

Anders als noch in den Jahren der Ausbildung hat Günter aktuell Planungssicherheit. Vor dem Bundesligaspiel gegen Köln gab der SC Freiburg die Vertragsverlängerung mit dem Linksverteidiger bekannt. Wenige Spieltage vor Schluss und mitten im Abstiegskampf ein Zeichen der Treue.

"Ich war schon früher SC-Fan und lebe hier meinen Traum. Es passt einfach alles und ich sehe hier die beste Perspektive, mich noch weiter zu entwickeln. Ich habe gemeinsam mit dem Verein noch viel vor", erklärt der 22-Jährige. In naher Zukunft bedeutet das übersetzt zunächst den Klassenerhalt zu sichern sowie mit einem Sieg gegen Wolfsburg (ab 19.00 Uhr im LIVE-TICKER) nach 2013 erneut ins DFB-Pokalhalbfinale einzuziehen.

Mit der Verlängerung des Vertrages erklimmt Günter die nächste kleine Sprosse auf der Karriereleiter. Trotz der Verbundenheit zum Klub und zur Region, betont auch der Linksverteidiger immer wieder, dass der SC letztlich "ein Ausbildungsverein" sei. Matthias Ginter habe als jüngstes Beispiel gezeigt, wo die Reise von Freiburg aus hingehen kann.

Bundesligaspieler ist Günter inzwischen. Spätestens mit einem Wechsel zu einem Topklub wird er dann auch nicht mehr der Bub aus Tennenbronn sein.

Alles zu Christian Günter

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung