Samstag, 26.05.2012

EM-Vorbereitungsspiel: SUI - GER

Horrordebüt für ter Stegen

Die deutsche Nationalmannschaft hat das erste von zwei Vorbereitungsspielen auf die EM 2012 verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ging in Basel gegen Gastgeber Schweiz mit 3:5 (1:2) unter.

Marc-Andre ter Stegen kassierte bei seinem Debüt fünf Gegentore
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Marc-Andre ter Stegen kassierte bei seinem Debüt fünf Gegentore

Vor lediglich 27.381 Zuschauern im St.-Jakob-Park erzielten Eren Derdiyok (21., 23., 50.), Stephan Lichtsteiner (67.) und Admir Mehmedi (77.) die Tore für die Eidgenossen.

Mats Hummels (45.), Andre Schürrle (64.) und Marco Reus (72.) trafen für eine deutsche Mannschaft, die sich in der Rückwärtsbewegung und in der Viererkette eklatante Schwächen erlaubte.

Bei der DFB-Auswahl, feierten Marc-Andre ter Stegen und Julian Draxler ihre Länderspieldebüts, wobei besonders ter Stegen einen schwachen Tag erwischte.

Beim DFB-Team wussten der eingewechselte Marco Reus zu gefallen und mit Abstrichen noch Sami Khedira. Der Rest der Mannschaft spielte nach 22 Trainingseinheiten in zwei Wochen weit unter ihrem Niveau. Das deutsche Team in der Einzelkritik.

Marc-Andre ter Stegen: Hatte noch keinen Länderspieleinsatz vorzuweisen, was Löw angesichts der anstehenden Kaderreduzierung so nicht stehen lassen konnte. Hatte zunächst wenig zu tun, fabrizierte dann unter Druck einen wackeligen Befreiungsschlag. Blieb beim 0:2 auf halbem Weg stehen und hatte damit zumindest Teilschuld am Gegentreffer. Hielt danach gegen Derdiyok aber ganz stark. Beim 1:3, bei dem Mehmedi im Abseits stand, noch dran, aber ohne Chance. Das 2:4 ging dafür komplett auf seine Kappe. Note 5

Benedikt Höwedes: Bekam seine Chance - und nutzte sie nicht. Rückte oft nicht mit den beiden Innenverteidigern raus, wenn das Kommando kam. Die beiden ersten Gegentore wurden über seine Seite eingefädelt. Mit sehr dezentem Offensivdrang. Erst in der zweiten Halbzeit etwas agiler und mit Drang nach vorne. Zwölf Minuten vor dem Ende ausgewechselt. Note 4,5

Per Mertesacker: Hatte die Viererkette 15 Minuten im Griff. Dann folgten gruselige Fehler. Die Linie formierte sich immer wieder zur Schlange, der Abstand zu Hummels passte nicht, das Abkippen ebenso wenig. Beide Gegentreffer fielen im Zentrum. Beim 0:2 verlor Mertesacker Derdiyok aus den Augen, beim 1:3 ohne Körperkontakt zum Schweizer. Nach über drei Monaten Verletzungspause noch lange nicht bei seiner Normalform. Note 5

Mats Hummels: Fand sich neben Mertesacker nur schwer zurecht und fabrizierte mehr Stellungsfehler als beim BVB in einer Halbserie. Beim 0:1 nicht zur Stelle, danach oft im leeren Raum, ohne Zugriff auf Ball und/oder Gegner. In der zweiten Halbzeit etwas stabiler und mit ein paar guten Aktionen im Aufbauspiel. Note 4,5

Marcel Schmelzer: Unauffällig, ohne Druck nach vorne. Defensiv einigermaßen solide. An der Mittellinie war sein Wirkungsbereich zumeist beendet. Im zweiten Durchgang mit ein paar technischen Defiziten. Note 4,5

Mario Götze: Etwas überraschend auf der Sechs neben Khedira eingesetzt. Zunächst ganz gut drin im Spiel - dann aber mit wilden Fehlern. Vertändelte den Ball vor dem 0:1, lief dann nur im Dauerlauf zurück. Ansatzweise mit guten Aktionen, aber in der Ausführung ohne Tempo und Wucht. Mit ungewohnten Problemen in der Ballverarbeitung. Wirkt nicht austrainiert. Note 4,5

Sami Khedira: In der ersten Halbzeit der einzige im deutschen Team, der so etwas wie Dynamik auf den Platz brachte. War viel unterwegs und hatte auch Tempo in seinen Aktionen. Blieb in der Pause in der Kabine. Note 3

Schweiz - Deutschland: Die Bilder
Schweiz - Deutschland 5:3: "Jogi, ich hau euch heute übrigens die Hütte voll!" Löw winkt ab - im Nachhinein ist man immer schlauer...
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Schweiz - Deutschland 5:3: "Jogi, ich hau euch heute übrigens die Hütte voll!" Löw winkt ab - im Nachhinein ist man immer schlauer...
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Die Startelf gegen die Schweiz hatte in der Form noch nie zusammen gespielt. Löw musste aufgrund der Abwesenheit der acht Bayern-Spieler improvisieren
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Nach 21 Minuten eröffnete Derdiyok den bunten Torreigen und bescherte ter Stegen seinen ersten Gegentreffer im DFB-Dress
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Nur zwei Minuten später schlug der Neuzugang von Hoffenheim erneut zu. ter Stegen beschwert sich, sah aber selbst alles andere als souverän aus
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Kurz vor der Pause kam noch einmal Hoffnung auf: Mats Hummels wuchtete einen Kopfball unhaltbar unter die Latte - nur noch 2:1
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Kurz vor der Pause kam noch einmal Hoffnung auf: Mats Hummels wuchtete einen Kopfball unhaltbar unter die Latte - nur noch 2:1
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Trotzdem hatte Bundestrainer Löw in der Halbzeitpause jede Menge Arbeit vor sich - und es sollte noch schlimmer kommen...
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Trotzdem hatte Bundestrainer Löw in der Halbzeitpause jede Menge Arbeit vor sich - und es sollte noch schlimmer kommen...
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...denn gleich nach Wiederanpfiff schlug Derdiyok ein drittes Mal zu. Bei seinem Kopfballtor war Per Mertesacker nur Statist
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...denn gleich nach Wiederanpfiff schlug Derdiyok ein drittes Mal zu. Bei seinem Kopfballtor war Per Mertesacker nur Statist
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Ein Dreierpack gegen die großen Nachbarn aus Deutschland - da kann man schonmal feiern!
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Ein Dreierpack gegen die großen Nachbarn aus Deutschland - da kann man schonmal feiern!
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Bis zum Schluss traf die Schweiz noch zweimal und bescherte Marc-Andre ter Stegen damit ein ganz bitteres Debüt
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Bis zum Schluss traf die Schweiz noch zweimal und bescherte Marc-Andre ter Stegen damit ein ganz bitteres Debüt
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Andre Schürrle: Blieb in der ersten Halbzeit komplett blass. Kein Dribbling, kein Tempolauf, kaum ein Einlaufen. Nach der Pause mit der Unterstützung durch Reus besser. Beim Tor gnädig unterstützt von Benaglio. Note 4

Mesut Özil: Anfangs noch recht agil, mit ein paar guten Ideen. Immerhin bewegte er sich immer gut, wich auf die Seiten aus, um anspielbar zu sein. Bei Ballverlust aber schnell resignierend, ausbaufähig in der Rückwärtsbewegung. Nach der Pause war wie verabredet Schluss. Note 3,5

Lukas Podolski: Seine linke Seite wurde noch mehr vernachlässigt als die rechte. Dazu kam die allenfalls zaghafte Unterstützung durch Hintermann Schmelzer. Auch in der zweiten Halbzeit ohne Wirkung im Offensivspiel, ging nach 62 Minuten vom Platz. Note 4

Miroslav Klose: Spulte schon einige Kilometer ab - allerdings ohne die für sein Spiel notwendige Explosivität im Antritt. Zeigte gute Laufwege, die aber von der Schweizer Innenverteidigung gegen einen nicht ganz fitten Klose abgelaufen wurden. Bei seiner einzigen Torchance kurz nach der Pause brachte er nur ein Schüsschen zustande. Note 4,5

Ilkay Gündogan: Kam zur zweiten Halbzeit - die perfekte Ausgangsposition für Gündogan: 45 Minuten Zeit, einer schwach spielenden Mannschaft neues Leben einzuhauchen. Nutzte die große Chance aber nur teilweise. Brachte etwas mehr Struktur ins deutsche Spiel, ohne die ganz großen Akzente. Immerhin sehr beweglich, forderte die Bälle. Note 3,5

Marco Reus: Kam ebenfalls zur zweiten Halbzeit und war sofort drin im Spiel. Antrittsschnell, mit guten Dribblings. Schöner Abschluss in der 59. Minute, der Ball landete aber nur auf dem Tornetz. Übersah bei einem erfolgversprechenden Konter aber den völlig freistehenden Draxler. Traf später dann per Abstauber. Note 3

Julian Draxler: Kam nach 62 Minuten zu seinem Debüt. Hätte Reus ihn 60 Sekunden später erspäht, sein erstes Tor mit dem ersten Ballkontakt wäre möglich gewesen. Wieder nur eine Minute später mit dem ersten gefährlichen Torabschluss. Ordentliches erstes Länderspiel. Note 3,5

Lars Bender: In der 78. Minute für Götze eingewechselt. Im defensiven Mittelfeld kaum noch auffällig. Keine Bewertung

Sven Bender: Ersetzte Höwedes nach 78 Minuten auf der rechten Seite. In einem entschiedenen Spiel nur noch Lückenfüller. Keine Bewertung

Cacau: Kam in der 78. Minute für Klose. Spielte einen leichten pass ins Aus. Sonst keine Szene. Keine Bewertung

Schweiz - Deutschland: Daten und Fakten zum Spiel

Für SPOX im Basel: Stefan Rommel

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