Fussball

Leon Goretzka: DFB-Nationalspieler brauchen wieder "Stolz und Ehre"

Von SPOX
Leon Goretzka vom FC Bayern München will beim DFB-Team Verantwortung übernehmen.
© getty

Leon Goretzka hat von sich und seinen Kollegen im DFB-Team eine neue Einstellung gegenüber den anstehenden Partien verlangt. "Es muss die Jungs wieder mit Stolz und Ehre erfüllen, wenn sie für ihr Land spielen dürfen", sagte der Mittelfeldspieler vom FC Bayern im kicker.

Die deutsche Nationalmannschaft trifft in der Länderspielpause erst auf Russland (Heute, 20.45 Uhr im LIVETICKER) und dann in der Nations League auf die Niederlande (Mo., 20.45 Uhr im LIVETICKER). "Ich gehe in ein Testspiel der Nationalmannschaft nicht mit der Einstellung rein, dass ich da einen Schritt weniger machen kann", ordnete Goretzka die Wichtigkeit der Partien ein.

Der 23-Jährige verbittet es sich, in den Testspielen der Nationalmannschaft nicht alles zu geben. Gleiches gelte für die Nations League: "Spiele gegen Frankreich oder Holland sind Vergleiche auf hohem Niveau. Da geht es nicht nur um Ergebnisse, sondern auch ums Prestige. Das ist es letztlich auch, wonach man als Spieler strebt."

Leon Goretzka: DFB-Team hat Potenzial wie die Weltmeister von 2014

Der Bayer ist in der Krise des DFB auch bereit, Verantwortung zu übernehmen: "Ich habe in den Junioren-Nationalmannschaften häufig die Kapitänsbinde getragen und bin es daher gewohnt, Verantwortung zu übernehmen." Er könne bald "auf und neben dem Platz" vorangehen.

Dass das aktuelle DFB-Team immer wieder mit den Weltmeistern von 2014 verglichen wird, ärgert Goretzka nicht. Er sieht ähnliches Potenzial: "Ich glaube, dass man sich um die Qualität unseres Jahrgangs keine Sorgen machen muss. Wir sind in der Lage, in diese Fußstapfen zu treten, wir waren ja auch in den Jugend-Nationalmannschaften schon sehr erfolgreich."

Leon Goretzka froh, Pause vom FC Bayern zu erhalten

Neben Goretzka stehen acht weitere Spieler der Jahrgänge 1995/96 im Kader. Eine Gruppenbildung kann und konnte Goretzka aber nie erkennen. Bei der WM 2018 wären junge Spieler ebenso gescheitert wie altgediente Veteranen: "Mir gefällt dieses Bild nicht, weil es so aussieht, als hätte es zwei Gruppen gegeben. Die gab es nicht."

Nicht zuletzt ist der ehemalige Schalker auch froh, zur Nationalmannschaft reisen zu können, um die Situation beim FC Bayern etwas hinter sich zu lassen. "Es ist gerade sicher nicht das Verkehrteste, mal aus München rauszukommen und andere Gesichter zu sehen", sagte er mit Blick auf den aktuell fünften Rang des Rekordmeisters in der Bundesliga.

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