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DFB-PK - Löw: Unser Ballbesitzfußball war "fast schon arrogant" - Schneider nicht mehr Co-Trainer

Von SPOX
Joachim Löw sprach über die Gründe des WM-Versagens.
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Bundestrainer Joachim Löw hat in München seine Analyse der missratenen WM 2018 in Russland der Öffentlichkeit präsentiert. Zudem berief Löw den Kader für die beiden Spiele in der Nations League gegen Frankreich (6. September) und das Testspiel gegen Peru (9. September).

DFB-PK mit Joachim Löw und Oliver Bierhoff im Liveticker

13.51 Uhr: Bierhoff über die Aussagen von Reinhard Grindel: "Er hat meine Aufgabe gut beschrieben. Es geht nicht darum, was dem Bierhoff gehört, sondern darum, was der Nationalmannschaft am meisten hilft. Das wird weiterhin so sein. Der Austausch mit der Delegation ist bei jedem Turnier sehr gut gewesen. Das war ein besonderer Fall mit dem Internetabstellen. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich die Spieler angesprochen. Ich hätte nicht das Internet abgestellt, sondern die Konfrontation gesucht. Ich habe das Präsidium aber immer über alles informiert."

Löw über die angebliche Warnung von Uli Hoeneß vor Mesut Özil: "Mich hat er nicht angerufen, nicht vor dem Turnier und nicht während des Turniers."

Bierhoff über den Hinweis von Hoeneß, Özil solle nicht aufgestellt werden: "Mit mir hat er telefoniert. Wir haben lange telefoniert und er hat mir den einen oder anderen Hinweis gegeben, was er anders machen würde. Aber er ist immer noch der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern München und nicht der Trainer der deutschen Nationalmannschaft."

Joachim Löw sieht Kimmich und Draxler als Führungsspieler

13.47 Uhr: Löw über Säulen der Zukunft: "Wir haben relativ viele junge Spieler dabei. Joshua Kimmich, Niklas Süle, Leon Goretzka, Julian Brandt, Leroy Sane sind Spieler, die sicherlich noch viele weitere Turniere bestreiten werden und sicher noch nicht am Zenit ihres Leistungsvermögens angekommen sind. Es gibt auch Spieler wie Serge Gnabry, die wir beobachten. Wir haben Persönlichkeiten, die voran gehen: Kimmich ist seit zwei Jahren immer dabei und hat eine gute Einstellung, Julian Draxler hat das beim Confed Cup sehr gut gemacht. Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm sind auch erst in diese Führungsrollen hineingewachsen."

13.44 Uhr: Löw über sportliche Fragen der Analyse: "Wir machen uns da schon lange Gedanken, was in den Jahrgängen nach Julian Brandt, Leroy Sane oder Thilo Kehrer passiert. Die Ausbildung hat sich in den letzten 15 Jahren verbessert. Wir sind uns mit der Liga und den Nachwuchsleistungszentren einig, dass wir im U-Bereich Spezialisten ausbilden müssen. Wir brauchen Spezialisten auf den Außenverteidigerpositionen und natürlich auch Mittelstürmer. Wir haben da im Moment in den U-Bereichen Probleme. Das wird die Zukunft sein. Da müssen wir uns verbessern. Da sind uns die Franzosen, die Engländer oder die Belgier voraus. Dahin müssen wir auch wieder kommen. Das bedarf auch eines Sportdirektors, der die Nachwuchsleistungszentren besucht und unsere Linie hinausträgt, damit der deutsche Fußball in Zukunft konkurrenzfähig bleibt."

13.42 Uhr: Bierhoff: "Es wichtig, dass eine Mannschaft zusammenfindet. Die Konstellation hat da einfach nicht gepasst. Viele Spieler waren mit sich selbst beschäftigt. Jeder kommt aus einer eigenen Geschichte. Jedes Turnier ist eine neue Situation. Es ist nicht entscheidend, wer wann Karten spielt, wer wann zum Frisör geht."

13.39 Uhr: Löw: "Es ist nicht immer ganz so einfach, bei einer Nationalmannschaft diesen verschworenen Teamgeist herzustellen. Man erlebt diesen Teamgeist am Ende immer nur, wenn die Mannschaft sieben oder acht Wochen zusammen ist. Bei allen Turnieren hat sich dieser Teamgeist erst im Laufe des Turniers verfestigt. In den ersten Spielen spürt man immer noch starken Konkurrenzkampf. Nachher spielt das keine Rolle mehr. Dann denken alle: Wir haben noch zwei Spiele, dann sind wir Weltmeister. Das ist eine ganz andere Dynamik. Es wird viel diskutiert und viel geschrieben, beispielsweise über die WLAN-Affäre. Aber das war schnell erledigt. Unsere Spieler sind wahnsinnig professionell. Da trinkt niemand Alkohol, jeder ist um 12 auf dem Zimmer. Was sie dann machen, wollen wir nicht so engmaschig kontrollieren. Das Spieler abends auch mal im Internet sind oder Karten spielen, ist nicht unnormal. Alle waren sehr professionell."

Joachim Löw war von Mesut Özil enttäuscht

13.34 Uhr: Persönliche Enttäuschung wegen Mesut Özil? Löw: "Mesut Özil war lange mein Spieler bei der Nationalmannschaft. Wir haben zusammen vieles erlebt, manche Rückschläge, aber auch viele Erfolge. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Özil einer der besten deutschen Spieler war, die es in den letzten 20, 30 Jahren gab. Das wird immer bleiben. Sicherlich wird es die Möglichkeit geben, dass ich irgendwann mit ihm ein persönliches Gespräch gibt. Ich hätte mir gewünscht, dass er sich persönlich bei mir meldet. Im ersten Moment war sicherlich eine Enttäuschung da, dass ich es nicht von ihm persönlich erfahren habe."

Selbstherrlichkeit? "Jeder Spieler muss es schaffen, das Beste aus sich herauszuholen. Natürlich geht es darum, die taktischen Anweisungen zu erfüllen. Aber laufen, rennen, kämpfen ist ja nicht verboten. Ich habe es nicht geschafft, das aus den Spielern herauszuholen, aber sie haben es auch selbst nicht geschafft. Selbstherrlichkeit ist mir aber zu viel."

13.33 Uhr: Löw über Mario Götze: "Mario Götze ist bei uns nicht abgeschrieben. Er hat ein gutes Alter und große Qualitäten. Meine Sicht der Dinge ist, dass er sich bei Dortmund in diesem Jahr zeigen soll. Wenn er das schafft, dass er in Dortmund konstant gute Leistungen zeigt, wird er auch bei uns wieder ein Thema. Am Wochenende hat er leider nicht gespielt. Aber ich denke, er hat die Qualität, es zu schaffen."

13.31 Uhr: Löw über Gespräche mit Spielern: "Ich habe bei den Spielern sehr viel Selbstkritik und Selbstreflektion verspürt. Alle haben eine Jetzt-erst-recht-Stimmung ausgestrahlt. Sie wollen dieses Scheitern ausmerzen. Es haben ein paar Prozentpunkte gefehlt und wir haben das gespürt. Das gleiche Engagement wird in Zukunft nicht reichen. Wir haben nicht geschafft, die große Flamme zu entzünden. Ich bin sicher, wir sehen nächste Woche Fortschritte."

Löw: Ilkay Gündogan wird im DFB-Team den Durchbruch schaffen

13.29 Uhr: Löw über mögliche Pfiffe gegen Gündogan: "Er hat in den letzten Tagen ein Interview gegeben, in dem er sich sehr deutlich zu dieser Geschichte geäußert hat. Er hat sich noch einmal zu unseren Werten bekannt. Mehr kann er nicht tun. Er hat dieses Foto gemacht, er hat sich erklärt, das war nicht glücklich. Sicherlich schlagen zwei Herzen in seiner Brust, aber er ist in Deutschland aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat die Werte hier verinnerlicht. Er hat in den Wochen darunter gelitten. Ich hoffe, dass die Zuschauer das jetzt akzeptieren."

13.26 Uhr: Löw über Ilkay Gündogan: "Ilkay hatte sich auch im Trainingslager schon einmal erklärt und ein klares Statement abgegeben. Ich weiß bei ihm, dass er sich mit unseren Werten absolut identifiziert und sich immer wohlgefühlt hat. Ilkay konnte bei der WM nicht seine gewohnte Leistung abrufen. Aber über die nächsten Jahre sehe ich ihn als sehr wichtigen Spieler für uns. Er konnte es aufgrund von Verletzungen in den vergangenen Jahren nicht immer zeigen, aber er ist ein Spieler, bei dem ich davon ausgehe, dass er jetzt den Durchbruch bei uns schafft."

Löw über seinen Gemütszustand: "Nach relativ wenigen Tagen habe ich neue Kraft, neue Lust und eine Herausforderung gespürt. Ich freue mich, wenn es endlich wieder losgeht. Mit Frankreich haben wir einen fantastischen Gegner. Sie sind Weltmeister, haben aber auch über den WM-Kader hinaus ein sehr großes Spielerpotenzial. Das ist für uns ein Top-Auftaktgegner in dieser Situation."

DFB-PK: Joachim Löw will mit Leroy Sane arbeiten

13.24 Uhr: Löw über den Umbruch: "Es ist wahnsinnig wichtig, dass wir eine gute Achse haben. Es ist ein gutes Fundament. Wir haben jetzt noch vier oder fünf ältere Spieler, alle anderen sind noch nicht so lange dabei. Wir brauchen eine Achse, an der sich junge Spieler orientieren können. All diesen Spielern traue ich zu, dass sie viel mehr zeigen können als bei der WM. Sie haben eine große Qualität und das wissen sie auch. Wenn schwierige Gegner kommen, ist es wichtig, so eine Achse zu haben - wenn sie ihre Leistung zeigen."

13.22 Uhr: Löw über Leroy Sane: "Ich war damals der Meinung, dass der Kader so der beste ist. Ich habe damals mit Leroy Sane gesprochen und ihm gesagt, seine Zukunft bei der Nationalmannschaft muss nach der WM beginnen. Er hatte in der Vorbereitung und im Trainingslager nicht die besten Leistungen gebracht. Zu dem Zeitpunkt war ich überzeugt von der Entscheidung. Aber sein großes Potenzial und sein außerordentliches Talent ist unbestritten und war uns immer klar. Meine Bereitschaft und meine Idee, mit Leroy weiter zu arbeiten, habe ich schon damals mit ihm besprochen."

13.21 Uhr: Bierhoff über den Verhaltenskodex: "Ich sehe bei der WM keine eklatanten Dinge, bei denen gegen die Regeln gegangen wurde. Es wird viel hineininterpretiert, aber ich habe da keine Konfliktfelder gesehen. Dass in 14 Tagen vielleicht mal einer verschläft, passiert in jeder Gruppe, aber das sind nur Nuancen."

13.20 Uhr: Löw: "Eine Mannschaft, die ich trainiere, wird nie ausschließlich defensiv spielen. Aber ich muss mich anpassen und neue Lösungen finden."

13.18 Uhr: Bierhoff über die Diskussion: "Es wird ein ständiger Prozess sein, mit dieser Analyse hören die Diskussionen ja nicht auf. Rudi Völler hat zu mir gesagt: 1994 war genau das Gleiche. Wir waren klar die beste Mannschaft, aber wir waren Weltmeister und irgendwas hat gefehlt. Jogi Löw hat vor der WM eine wahnsinnig gute Ansprache gehalten, in der er genau diese Punkte angesprochen hat, auch mit dem Beispiel 1994."

Joachim Löw: Kritik von Philipp Lahm angenommen

13.12 Uhr: Löw: "Die Vorbereitungsphase darf man nicht zu hoch hängen. Da hatten wir schon bei anderen Turnieren Schwierigkeiten. Unsere Mannschaft hat sich bewusst dahin entwickelt, zu einer Mannschaft zu werden, die viel Ballbesitz hat und Dominanz ausstrahlt. So haben wir zehn Spiele in der Qualifikation gewonnen. Wir haben in unserer Mannschaft in den letzten Jahren sehr viel von Kombinationen gelebt. Wir haben nicht allzu viele Spieler, im Eins-gegen-eins stark sind, um Räume zu schaffen. Wir mussten es immer schaffen, in jeder Ebene Überzahl zu schaffen, damit wir nicht sechs Angreifer gegen zehn Abwehrspieler sind. Das hätte nicht zum Erfolg geführt. Wir mussten immer ein wahnsinnig hohes Risiko fahren. Dafür war ein großer Aufwand nötig. Wenn wir diesen betreiben, sind wir stark, wenn nicht, dann können wir nichts erreichen. Bei der WM war es so. Ich habe geglaubt, dass wir gegen Mexiko, Schweden und Südkorea mit dieser Spielweise weiterkommen. Das war meine Fehleinschätzung. Jedes Spiel war ein K.o.-Spiel. Mexiko war ein sehr guter Gegner. Ich hätte vor der Vorbereitung erkennen müssen, dass wir hätten flexibler sein und weniger Risiko fahren müssen. Nach dem ersten Spiel waren wir schon mit dem Rücken zur Wand, dann mussten wir viel riskieren. Aber das erste Spiel hätten wir anders angehen müssen."

13.09 Uhr: Löw über Lahm-Kritik: "Philipp Lahm hat mich relativ schnell danach angerufen und mir erklärt, wie er das gemeint hat. Wir haben lange zusammengearbeitet und er weiß, was mir im Umgang mit der Mannschaft wichtig ist. Er hat mir erklärt, dass im Umgang mit jungen Spielern andere Dinge wichtig sind, aber dessen sind wir uns sehr bewusst. Ich weiß, welche Dinge in der Führung einer Mannschaft wichtig sind und wie man junge Spieler erreicht. Das ist in erster Linie Kommunikation, Gespräch, Dialog. Das war immer mein Weg und den werde ich beibehalten. Man muss sich immer ein bisschen anpassen. Für mich gibt es nicht die Situation, mich völlig zu ändern."

13.06 Uhr: Löw über Grüppchenbildung: "Da wird sehr viel geschrieben. Teilweise auch Dinge, die so nicht zutreffen. Nach unseren Analysen und Gesprächen konnten wir diese Cliquenbildung mit Konflikten, die nicht überbrückbar sind, nicht identifizieren. Es gehört dazu, dass mal ein Spaß gemacht wird, aber keine unüberbrückbaren Differenzen. Wir hatten nicht diesen Teamgeist, der 2014 da war. Manchmal dauert es ein bisschen, bis sich das entwickelt. Diesmal hatten wir den Spirit nicht so. Es war sehr professionell, aber dieser Funke war nicht da. Nach meinem Wissen sind die Spieler aber gut miteinander klargekommen."

13.02 Uhr: Löw über den Rückhalt der Öffentlichkeit: "Wir stehen alle jetzt unter besonderer Beobachtung und unter Druck, dessen bin ich mir bewusst. Wir wollen jetzt wieder eine andere Identifikation schaffen. Das geht nur dann, wenn wir ab nächster Woche wieder ein anderes Gesicht zeigen und ein klares Zeichen setzen. Ich bin absolut überzeugt von unserer Klasse und unserer Qualität. Der Kader bei der WM war sehr, sehr gut, aber wir haben unser Potenzial nicht abgerufen. Wir haben in den 14 Jahren immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Aber wir haben immer wieder daraus gelernt."

Bierhoff: "Wir werden unseren Stab der Physiotherapeuten von vier auf drei reduzieren. Die Bedürfnisse sind in diesem Bereich nicht mehr so gegeben. Dr. Müller-Wohlfarth werden wir nicht Eins-zu-eins ersetzen. Wir werden auch im Teammanagement einige Leute streichen, die wir nicht ersetzen. Beispielsweise dadurch ergeben sich die Zahlen, die ich genannt habe."

Sami Khedira will alles für Rückkehr in Nationalmannschaft tun

13 Uhr: Nach einer Stunde gibt es jetzt die ersten Fragen. Löw über Khedira: "Mit Sami Khedira habe ich ein längeres Gespräch geführt. Er hat mir gesagt, aus der Nationalmannschaft tritt man nicht zurück. Er hat seine Bereitschaft signalisiert. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass ich jetzt Raum und Platz für die eine oder andere Änderung schaffen möchte und dass wir zu gegebener Zeit weiter sprechen werden. Er hat sich klare Ziele gesetzt. Er hat signalisiert, dass er alles dafür tun wird, sich wieder für die Nationalmannschaft anzubieten."

Löw über die Alternativen zu Özil: "Man muss sehen, wie sich die jungen Spieler zeigen und wie sie sich entwickeln. Einige können auf dieser Position spielen."

12.58 Uhr: Jetzt ist es offiziell! Thilo Kehrer, Nico Schulz und Kai Havertz sind im Kader. Sami Khedira fehlt

DFB: Der Kader für die Spiele gegen Frankreich und Peru im Überblick

SpielerPosition
Manuel NeuerTorwart
Marc-Andre ter StegenTorwart
Jerome BoatengAbwehr
Matthias GinterAbwehr
Jonas HectorAbwehr
Mats HummelsAbwehr
Thilo KehrerAbwehr
Joshua KimmichAbwehr
Antonio RüdigerAbwehr
Nico SchulzAbwehr
Niklas SüleAbwehr
Jonathan TahAbwehr
Julian BrandtMittelfeld/Angriff
Julian DraxlerMittelfeld/Angriff
Leon GoretzkaMittelfeld/Angriff
Ilkay GündoganMittelfeld/Angriff
Kai HavertzMittelfeld/Angriff
Toni KroosMittelfeld/Angriff
Thomas MüllerMittelfeld/Angriff
Nils PetersenMittelfeld/Angriff
Marco ReusMittelfeld/Angriff
Leroy SaneMittelfeld/Angriff
Timo WernerMittelfeld/Angriff

12.57 Uhr: Löw über das Aufgebot für die anstehenden Länderspiele: "Wir stehen zweifelsohne vor wichtigen Aufgaben. Die Nations League nehmen wir absolut ernst. Deswegen ist es uns wichtig, richtig gut in die nächste Woche zu kommen. Wir haben mit dieser Analyse klare Vorstellungen, Ansätze und Ideen, wie wir diesen Worten Taten folgen lassen können."

12.54 Uhr: Bierhoff: "Zum Abschluss: Für uns war die Zeit nach der WM sehr hart. Jetzt geht es aber darum, nach vorne zu gehen, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Mich hat es gefreut, dass neben dem DFB-Präsidium auch alle Landesvertreter und die Liga mir die volle Unterstützung und das Vertrauen ausgesprochen haben. Meine Hoffnung ist, dass wir wieder zur Sachlichkeit finden und auch wieder mehr über Fußball reden. Dass wir die Begeisterung unserer Fans wieder gewinnen und die Schönheit dieses Sports wieder nach vorne stellen."

12.49 Uhr: Bierhoff über die Nachwuchsakademie: "Wir arbeiten im deutschen Fußball gute Arbeit in unsere Leistungszentren. Aber andere Nationen holen auf. Wir müssen hier als deutscher Fußball neue Schritte gehen. Deswegen haben wir eine Projektgruppe gegründet. Ich bin auch froh, dass wir frühzeitig das Projekt Akademie angegangen sind. Wir können dort wichtige Themen und Projekte anstoßen. Das alles kann ich natürlich nicht alleine. Das hängt von Struktur, Organisation und Personal ab. Ein Sportvorstand im Verein ist auch verantwortlich für den gesamten Spitzensport. Ich bin froh, dass ich in der kurzen Zeit seit Januar ein kompetentes Team zusammenstellen konnte. Ab dem 1. Oktober 2018 wird Tobias Haupt als Akademieleiter bei uns tätig sein. Wir haben beim DFB viel sportliches Wissen. Wir haben 50 Trainer im DFB, wir haben genug Experten und kompetente Trainer bei uns im Haus. Haupt soll kein Trainer sein, sondern neue Ausbildungswege entwickeln."

Bierhoff über Sportdirektoren-Posten: "Horst Hrubesch wird zum Jahresende aus Altersgründen ausscheiden. Das muss ein Trainerkopf sein. Hier werden wir uns die Ruhe und Zeit nehmen, um das perfekt zu besetzen."

Bierhoff: #ZSMMN "zu dominant vorgetragen" - "Die Mannschaft" wird analysiert

12.44 Uhr: Bierhoff über Kommerzialisierung: "Die Kommerzialisierung ist nicht nur im Fußball ein Thema. Aber das wurde mir vorgeworfen. Da möchte ich einiges klarstellen. Die Abschlüsse von Sponsoring und die Inhalte liegt nicht in meiner Verantwortung. Meine Verantwortung ist es, für ein sympathisches Auftreten der Nationalmannschaft zu sorgen und das habe ich in den letzten 14 Jahren geschafft. Das ist natürlich auch attraktiv für Sponsoren. Die Einnahmen daraus sind das größte Rückgrat der Einnahmen des DFB. Wann immer wir über wirtschaftliche Dinge diskutieren, müssen wir wissen, dass es weniger Geld für den gesamten Fußball in Deutschland gibt und nicht nur für die Nationalmannschaft. Dennoch müssen wir den Spagat zwischen Kommerz und dem Fokus auf das Wesentliche schaffen. Wir haben 2018 keinerlei mehr Aktivitäten gemacht als 2014, als alles so toll war."

Bierhoff über #ZSMMN: "Die Kampagne #ZSMMN war ein DFB-Claim. Da gab es keinerlei kommerziellen Hintergrund. Wir wollten zeigen, dass wir auf die Russen zugehen, aber vielleicht war es zu dominant vorgetragen. Dennoch müssen wir schauen, dass wir das Gemisch aus selbstgefälligem Auftreten und der Darstellungsweise dieses Gefühl ermöglicht haben. Das müssen wir uns anheften. Wir müssen mit unseren Partnern gemeinsam die Mannschaftsaktivitäten zu analysieren."

Bierhoff über Die Mannschaft: "Ich habe den Vorschlag unseres Präsidenten angenommen, den Begriff Die Mannschaft zu analysieren und zu hinterfragen, nachdem ich mit verschiedenen Stakeholdern gesprochen habe."

12.42 Uhr: Bierhoff über Entfremdung: "Diese Vorwürfe haben mich besonders getroffen. Trotz unserer Bemühungen, die wir im Vorhinein getroffen haben - z.B. ein Fanländerspiel um 18 Uhr mit 5 Euro Eintritt -, sind wir den Bedürfnissen unserer Fans offenbar nicht näher gekommen. Deswegen werden wir in Zukunft daran arbeiten, die Nahbarkeit und Bodenständigkeit und die Nähe zu den Fans wieder herzustellen. Dazu gehört, dass wir häufiger wieder die Türen aufmachen werden, dass wir öffentliche Trainingseinheiten abhalten. Wir werden auch in weiteren Formaten wieder die Nähe zu den Fans aufbauen."

Bierhoff: Verhaltenskodex der Nationalmannschaft wird wieder mehr forciert

12.37 Uhr: Bierhoff über Identität: "Nationalspieler zu sein, ist etwas ganz Besonderes und eine Auszeichnung. Die Spieler kommen mit großem Stolz zu uns. Sie wollen mit dem Adler auf der Brust spielen und dieses Trikot tragen. Das war auch bei den Spielern so, die zur Weltmeisterschaft gefahren sind. Aber das muss auch gelebt werden. Das werde ich künftig wieder mehr einfordern. Wir haben 2006 einen Verhaltenskodex entwickelt und wir haben es irgendwann gelebt. Aber vielleicht haben wir das irgendwann schleifen lassen. Ich werde wieder verstärkt klare Vorgaben machen, aber wir werden dieses Bild gemeinsam mit den Spielern entwerfen. Wir werden daran arbeiten."

Bierhoff über Atmosphäre: "In der Nationalmmanschaft war immer eine besondere Atmosphäre und das war uns auch wichtig. Und dafür ist wichtig, den Personenkreis rund um die Mannschaft so klein wie möglich zu halten. Wir haben das in den letzten Jahren immer erweitert, aber wir werden dort einige Personen streichen. Wir wollen uns wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren, gewisse Abläufe optimieren und den direkteren Kontakt mit den Spielern zu schaffen. Diese Maßnahme ist nicht darin begründet, dass irgendeiner der Betroffenen schlechte Arbeit geleistet hat. Jeder Einzelne beim Team hinter dem Team hat tolle, kompetente Arbeit abgeliefert."

12.35 Uhr: Bierhoff über Özil: "Ich habe mit Mesut neun wunderbare Jahre gehabt. Dass dieser Rücktritt so vollzogen wurde, schmerzt uns alle, ihn auch. Es tut uns unglaublich leid, dass diese Situation so entstanden ist. Wir haben die Situation unterschätzt, dass auch politische Reaktionen stattfinden. Ich habe mich mit unglaublich vielen Menschen unterhalten aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Und ich habe es in meinen 30 Jahren Profierfahrung nie erlebt, dass die Meinungen so weiter auseinander gehen. Eines ist klar: Ein Nationalspieler kann keine Zielscheibe für rassistische Beleidungen sein. Und ich weise den Vorwurf des Rassismus im DFB und in der Nationalmannschaft klar zurück."

12.29 Uhr: Oliver Bierhoff spricht: "Nach dem Ausscheiden ging es nicht nur um sportliche Erklärung, sondern auch um das Auftreten und das Erscheinungsbild der Nationalmannschaft. Darüber mache ich mir seitdem jeden Tag Gedanken. Wir haben alle Aspekte der Teamleistung analysiert und mir war es wichtig, mit den Beteiligten zu sprechen. Viele haben schon viele Turniere erlebt und können deswegen auch Vergleiche ziehen. Spieler, Betreuer, aber auch nicht direkt Beteiligte, Außenstehende. Ich habe viele persönliche Gespräche, Telefonate und E-Mail-Konversationen geführt. Ich bin verantwortlich für die Darstellung der Mannschaft. In der letzten Woche hat Karl-Heinz Rummenigge einmal gesagt: Der Fußball ist doch gar nicht so kompliziert und einfach. Uns hat die richtige Einstellung gefehlt. Wir haben die Unterstützung unserer Fans für zu selbstverständlich genommen. Wir waren nachlässig und haben gedacht, dass das Weiterkommen und die Unterstützung ein Selbstläufer ist. Wir waren uns der Verantwortung zu wenig bewusst, wie viel Fußball für dieses Land bedeutet. Natürlich steht man dann als Verantwortlicher in der Kritik. Das habe ich verstanden und nachvollziehen können. Wer meine Karriere verfolgt hat, weiß, dass sie sehr häufig mit Kritik verbunden war. Dass mich diese Kritik aber nie niedergeschlagen hat, sondern noch mehr angestachelt hat."

Bierhoff: "Ich habe Muster, die sich im Verlauf der letzten Monate ergeben habe, nicht sensibel genug angepackt. Aber: Wir blicken auch auf 14 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück. Es wäre völlig verkehrt, alles über den Haufen zu schmeißen, was wir in diesen 14 Jahren erarbeitet haben. Es ist unsere Aufgabe, sich nicht von Stimmung leiten zu lassen."

Joachim Löw: Mesut Özil hat mich nie angerufen

12.26 Uhr: Löw über Özil: "Sein Berater hat mich spätnachmittags am Sonntag angerufen und hat mir gesagt, dass Mesut gleich die dritte Erklärung herausgibt und seinen Rücktritt bekanntgibt. Der Spieler selbst hat mich nicht angerufen. Normalerweise rufen mich die Spieler bei Rücktritten an und es gibt gute Gespräche. Mesut hat sich aber für einen anderen Weg entschieden, mich nicht anzurufen. Ich habe in den letzten zwei Wochen mehrfach versucht, ihn anzurufen, aber ich habe ihn nicht erreicht. Wir haben die Situation mit dem Foto unterschätzt, auch ich habe das unterschätzt. Wir haben alles versucht, auch mit Präsident Steinmeier, um das auszuräumen. Das Thema hat Kraft gekostet. Aber das soll kein Alibi für unser Ausscheiden sein. Es war für mich aus sportlichen Gründen immer klar, dass ich Ilkay und Mesut aus sportlichen Gründen nominiere. Mit seinen Rassismus-Vorwürfen hat Mesut überzogen. Ich kann ganz klar sagen, dass im DFB niemals ein Ansatz von Rassismus vorhanden war. Die Spieler mit Migrationshintergrund haben immer gerne für uns gespielt und daran hat sich nichts geändert."

12.24 Uhr: Löw über die Mannschaft: "Es lag nicht an einem einzigen, sondern wir haben alle in der Summe nicht das geleistet, was wir können. Es ist an uns, einen richtigen Mix zu finden zwischen Erfahrung und jungen, dynamischen, hungrigen Spielern. Wir haben wichtige Aufgaben vor uns. Die Nations League nehmen wir sehr ernst, wir spielen gegen den Weltmeister Frankreich und die Niederlande. Es ist wichtig, da die richtigen Schritte einzuleiten. Wir müssen die Mannschaft wieder neu einstellen und eine gute Mischung finden. Dann bin ich mir sicher, dass wir dieses Jetzt-erst-recht-Gefühl hinbekommen und dass die Mannschaft mit einer ganz anderen Freude, Begeisterung und Leidenschaft zu Werke gehen wird."

Thomas Schneider ist nicht mehr Co-Trainer der Nationalmannschaft

12.22 Uhr: Löw über Veränderungen: "Wir haben ein sehr großes Team und ein großes Team hinter dem Team. Die Leute haben alle eine sehr große Qualität. Aber manchmal ist weniger mehr. Wir haben uns entschieden, dass Thomas Schneider nicht mehr zum Trainerstab gehören wird, sondern die Leitung der Scoutingabteilung übernimmt. Das Trainerteam besteht aus mir, Marcus Sorg und Andreas Köpke. Urs Siegenthaler wird aber weiter für uns arbeiten."

12.18 Uhr: Löw: "Wir hatten bei diesem Turnier die gleichen Herausforderungen zu bewältigen wie zuvor häufig. Wir hatten wahnsinnig viel Ballbesitz und die Gegner haben versucht, über Kontersituationen zu einem Tor zu kommen. Wir haben viel weniger in Sprints und intensive Läufe investiert, als das noch 2010 und 2014 der Fall war. Wir sind nicht so intensiv in die Tiefe gegangen, nicht in diesem Maße. Wir hatten zwar nach drei Spielen eine relativ hohe Laufleistung, aber uns hat die hohe Intensität gefehlt. Wir haben viel weniger geradlinig gespielt als 2014 und 2010 und viel langsamer in Spielaufbau und Ballbesitz. 2014 haben wir zwischen Ballannahme und -abgabe 1,19 Sekunden gebraucht, diesmal 1,5. Deswegen hatte der Gegner jedes Mal die Möglichkeit, sich wieder entsprechend zu organisieren."

Löw über Chancenauswertung: "Wir hatten auch ein großes Problem in der Chancenauswertung. Wir hatten 2014 13 Abschlüsse pro Spiel und 2018 24 pro Spiel, aber wir haben noch nie so wenige Tore erzielt."

Löw über 2014: "Wir haben 2014 einfach die Goldene Mitte getroffen."

Joachim Löw: Erkenntnisse aus der WM 2018

12.16 Uhr: Löws zweite Erkenntnis: "Wenn man ein Turnier gewinnen will, muss man brennen und einen Enthusiasmus entwickeln. Nach dem WM-Titel 2014 haben wir es nicht geschafft, ein neues Feuer zu entzünden. Dass alle mit Leidenschaft, Enthusiasmus, Kampf und Zweikampfstärke auf voller Flamme ins Turnier gehen. Wir hatten eine kleine Flamme, aber wir konnten das bei diesem Turnier so nicht abrufen. Es wäre meine Aufgabe gewesen, das zu fordern über Ansprache, Trainingsweise und Emotionalität. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse für mich als Trainer. Wenn wir unsere Spielweise anpassen und das Feuer wieder bekommen, haben wir ein sehr gutes Fundament."

12.12 Uhr: Löws Erkenntnisse aus der WM: "Die Defensive war wieder viel wichtiger als bei den letzten Turnieren. Fast alle Mannschaften haben nur mit drei Offensivspielern gespielt. Kontersituationen wurden wieder wichtiger und Standardsituationen haben eine größere Rolle gespielt. Die Frage ist: Ist Ballbesitzfußball vorbei? In Deutschland Bayern München, in Spanien Barcelona, in England Manchester City sind alles Mannschaften, die über einen Ballbesitzfußball Meisterschaften gewonnen haben. Aber die Champions League hat Real Madrid gewonnen. Bei Turnieren sind Anpassungen gefragt. Meine größte Fehleinschätzung bei der WM war es zu denken, dass wir mit diesem Ballbesitzfußball zumindest durch die Gruppenphase kommen. Die Rahmenbedingungen haben bei diesen Spielen nicht gepasst. Das war eine riesige Fehleinschätzung, das war fast schon arrogant. Ich wollte die Mannschaft in Sachen Ballbesitz perfektionieren. Aber ich hätte mehr auf eine stabile Defensive setzen müssen. Ich wollte erst nach der Vorrunde die Spielweise adaptieren. Eigentlich war das Spiel gegen Mexiko schon ein K.o.-Spiel. Das habe ich falsch eingesetzt. Wir müssen unsere Spielweise adaptieren, variabler und flexibler sein."

Löw über die Gründe die Dauer der Analyse

12.08 Uhr: Löw: "Danach haben wir mit einer tiefgehenden Analyse begonnen. Es gibt nie den einen finalen Grund und die eine finale Erklärung. Für einige hat diese Analyse zu lange gedauert, aber wir haben uns bewusst diese Zeit genommen. Ich wollte mich mit allen Spielern nach deren Urlaub austauschen. Ich wollte deren Gefühlslage kennenlernen und deren Analyse einholen, wie sie das gesehen haben."

"Außerdem wollten wir beobachten, welche Mannschaften unter die letzten vier kommen. Wohin entwickelt sich der Fußball"

"Wir haben außerdem die letzten Turniere noch einmal genau analysiert. Wir haben versucht, das zu vergleichen, was wir wann gut gemacht haben. 2010 waren wir eine Mannschaft. Damals war der Fußball geprägt von einer starken Defensive. Wir haben damals über schnelle Konter ein gutes Turnier gespielt und sind ins Halbfinale gekommen. 2014 sind wir Weltmeister geworden. Wir sind immer mehr zu einer Mannschaft geworden, die über totale Dominanz und Ballbesitz ein Spiel gewinnen wollte. Wir haben festgestellt, dass wir 2014 in der goldenen Mitte lagen. Dass wir uns 2014 bis 2018 in puncto Ballbesitz weiterentwickeln mussten, waren ein Resultat aus dem WM-Titel 2014, weil die Mannschaften sich immer weiter zurückgezogen haben. Deswegen mussten wir diese Spielweise weiterentwickeln. Das ist uns vier Jahre sehr gut gelungen und wir waren eine Benchmark."

12.06 Uhr: Löw beginnt mit seinen Ausführungen: "Das WM-Aus war für mich und für uns alle, die in der Verantwortung standen, ein absoluter Tiefschlag. Da gibt es nichts zu beschönigen. Bei diesem Turnier sind wir alle weit unter unseren Möglichkeiten geblieben und haben zu Recht die Quittung dafür bekommen. Die Tage nach dem Ausscheiden waren bei mir geprägt von einem großen Frust, Niedergeschlagenheit, Enttäuschung und Wut. Am vierten Tag nach dem Ausscheiden haben Oliver und ich uns getroffen und uns ausgetauscht. Wir haben uns selbstkritisch hinterfragt und über einige Dinge gesprochen. Am Ende des Tages haben wir beide gespürt, dass wir weiterhin - auch nach 14 Jahren und nach diesem enttäuschenden Auftreten - die große Motivation, die Kraft und Begeisterung haben, was wir in Russland verbockt haben, wieder auf die Beine und ein gutes Fundament zu stellen."

12.05 Uhr: Joachim Löw und Oliver Bierhoff nehmen auf dem Podium im PK-Raum der Allianz Arena Platz. Es kann losgehen.

12.03 Uhr: Wie es sich für eine DFB-PK gehört, verspäten sich die Herren natürlich um einige Minuten. Das gehört also nach wie vor dazu.

11.57 Uhr: Kurz bevor es losgeht, kommt die nächste Information in Umlauf: Laut Christian Falk von der Sport Bild ist Thomas Schneider nicht mehr Co-Trainer der Nationalmannschaft. Er soll jedoch eine andere Rolle im DFB bekommen.

11.50 Uhr: Erste Informationen sickern bereits vor der PK durch. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Joachim Löw Sami Khedira nach dem WM-Debakel aus dem Kader für die anstehenden Länderspiele gestrichen. Wieder dabei ist dagegen wohl Leroy Sane. Auch Mats Hummels und Jerome Boateng sollen im Kader stehen.

11.36 Uhr: Neben dem Bundestrainer wird auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff Platz nehmen. Mal sehen, ob es auch bei der Marketingstrategie der deutschen Elf eine Neuausrichtung zu verkünden gibt.

10.47 Uhr: Auch einige Akteure, die bereits unter Joachim Löw zum Einsatz kamen, hoffen auf eine Rückkehr in die DFB-Elf, um beim Neuaufbau dabei zu sein. Neben Nils Petersen, Leroy Sane, Jonathan Tah und Bernd Leno, die vor der WM aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen wurden, spekuliert auch Mario Götze auf eine neue Chance im Dress mit dem Bundesadler.

9.35 Uhr: Man darf gespannt sein, welche personellen Konsequenzen Joachim Löw aus dem historisch schlechten WM-Abschneiden ziehen wird. In den Medien wird munter über einige mögliche Debütanten wie Ausburgs Philipp Max, Hoffenheims Nico Schulz und Kevin Vogt oder Schalkes Mark Uth spekuliert.

Joachim-Löw benennt Kader für Spiele gegen Frankreich und Peru

Die Pressekonferenz wird um 12 Uhr stattfinden. Dabei wird der Bundestrainer bekannt geben, welche Spieler er in den Kader für die anstehende Länderspielpause beruft.

DFB-Team, Spielplan: Nächste Partien und Gegner

Für das DFB-Team stehen die ersten Länderspiele nach dem Vorrunden-Aus bei der WM auf dem Programm. Das sind die nächsten Partien.

GegnerDatumWettbewerb
Frankreich06.09.2018UEFA Nations League
Peru09.09.2018Testspiel
Niederlande13.10.2018UEFA Nations League
Frankreich16.10.2018UEFA Nations League
Russland15.11.2018Testspiel
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