Fussball

DFB-Team selbstkritisch: "Man hatte nicht das Gefühl, dass es ein Finale für uns ist"

Mittwoch, 27.06.2018 | 21:53 Uhr
Toni Kroos kritisierte die zahnlose Offensive der DFB-Elf.
© getty

Die deutschen Nationalspieler haben sich nach dem blamablen WM-Aus in der Vorrunde erschüttert über die eigene Leistung gezeigt. Toni Kroos sprach davon, dass der "letzte Punch" gefehlt habe. Thomas Müller hatte eine "peinliche" Vorrunde gesehen. Mit Erklärungen taten sich jedoch alle schwer.

"Man hat gesehen, dass wir zu keinem Zeitpunkt richtig im Turnier waren", bilanzierte Toni Kroos in der Mixed Zone nach dem desaströsen 0:2 gegen Südkorea, wodurch der amtierende Weltmeister das Achtelfinale klar verpasste. "Wir hatten gute Aktionen, aber der letzte Punch, das Tor zu machen, hat in allen drei Spielen gefehlt."

Im Endeffekt sei es ein gerechtes Ergebnis: "Wenn man gegen Südkorea in 90 Minuten kein Tor macht, hat man es auch nicht verdient."

Vor allem die "leblose" erste Hälfte konnte sich Kroos nicht erklären: "Wir konnten das positive Gefühl aus dem Schweden-Spiel nicht herüberbringen. Man hatte nicht das Gefühl, dass es ein Finale für uns ist, in dem es um alles geht." Auch nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit habe man "die Tore wieder nicht" gemacht.

WM-Aus: Thomas Müller sieht "peinliche" Leistung, Mats Hummels ist ratlos

Mit drei Punkten und 2:4 Toren fährt die DFB-Elf als Schlusslicht der Gruppe F nach Hause. "Es ist peinlich, dass wir in dieser Gruppe als Tabellenletzter ausscheiden", sagte Thomas Müller. "Mit diesem Kader und diesen Ansprüchen." So sei man gegen jegliche Kritik "machtlos": "Wir sitzen alle in dem Verlierer-Boot, da brauchen wir nicht groß die Klappe aufreißen."

Mats Hummels zeigte sich vor allem ratlos angesichts der schwachen letzten Spiele und sprach von "der größten sportlichen Enttäuschung meines Lebens", die "schwer zu verarbeiten sei".

Die Dominanz, die das deutsche Team über viele Jahre ausgezeichnet hatte, sei 2017 verloren gegangen, erklärte er: "Wir sind nicht in diesen Spielthymus reingekommen, den wir bis Mitte, Ende letzten Jahres hatten. Wir waren nie so stark und dominant, wie wir es gewohnt sind." Vieles habe nicht zusammengepasst, "ohne diese Dinge jetzt genau benennen zu können".

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