SPD-Politiker Bernd Holzhauer beleidigt Mesut Özil und Ilkay Gündogan

Von SPOX
Donnerstag, 24.05.2018 | 15:23 Uhr
Mesut Özil und Ilkay Gündogan wurden von einem SPD-Politiker beleidigt.
© getty

Der SPD-Politiker Bernd Holzhauer hat Mesut Özil und Ilkay Gündogan nach der DFB-Kadernominierung für die WM in Russland beleidigt. "Das vorläufige deutsche Aufgebot zur WM - 25 Deutsche und zwei Ziegenficker", schrieb der 1. Stadtrat der hessischen Kleinstadt Bebra bei Facebook über ein von ihm geteiltes Video, in dem es um das umstrittene Treffen der beiden deutschen Nationalspieler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht.

Holzhauer "berief" sich mit seinem Post, der mittlerweile gelöscht wurde, wohl auf den Satiriker Jan Böhmermann, der Erdogan in einem "Schmähgedicht" einmal als "Ziegenficker" bezeichnet hatte.

"Holzhauer spielt dabei sicher auf das Verhalten der Nationalspieler Gündogan und Özil im Umgang mit dem türkischen Präsidenten Erdogan an. Wir sind geschockt und beschämt von dieser Aussage", erklärte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Friedhelm Claus in der Hersfelder Zeitung.

Und Claus erklärte weiter: "Eine Stadt, die sich Familienfreundlichkeit und Integration nicht nur auf die Fahne geschrieben hat, sondern dies auch seit vielen Jahren erfolgreich umsetzt, kann es nicht dulden, dass der Stellvertreter des Bürgermeisters in eine solche Fäkalsprache abrutscht und Menschen auf eine solche Art und Weise beleidigt. Hier leben Menschen aus über 60 Nationen Tür an Tür friedlich miteinander - die CDU fordert deshalb den 1. Stadtrat Bernd Holzhauer zum sofortigen Rücktritt auf."

Holzhauer kündigt Entschuldigung an

Auch Holzhauers eigene Partei reagierte bereits. Die SPD in Bebra distanziere sich mit aller Klarheit, erklärte der Vorsitzende der Fraktion in Bebra, Gerhard Schneider-Rose, gegenüber Osthessen/News.

Holzhauer selbst, der angeblich in der Flüchtlingshilfe und im Fußballnachwuchsbereich engagiert sein soll, kündigte eine Entschuldigung an. Am Donnerstag sei er allerdings beruflich unterwegs, berichtet Osthessen/News.

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