Sonntag, 21.09.2008

DFB-Team

Ballack hakt Bierhoff-Konflikt ab

Kapitän Michael Ballack hat den Konflikt mit DFB-Teammanager Oliver Bierhoff abgehakt, will bei der deutschen Nationalmannschaft aber weiter auf eine Balance zwischen sportlicher Konzentration und Außendarstellung achten.

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© dpa

"Trainingsarbeit, Vorbereitung, Trainingsmethoden, Abläufe, die der Körper kennt" seien das unersetzbare Fundament für die DFB-Auswahl: "An dem orientiert man sich und davon will man auch nicht weggehen."

Transparente tatsächlich Auslöser

Ballack bestätigte in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" (Sonntag) erstmals, dass die von Bierhoff vorbereiteten Dankes-Transparente für die Fans nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien nur der Auslöser des Konflikts mit dem Teammanager gewesen seien.

"Da waren schon ein paar andere Dinge vorgefallen. Aber das ist überstanden und für mich abgehakt."

"Werden uns gut ergänzen"

Den Spielern würde der von Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhoff eingeschlagene und von Joachim Löw fortgesetzte neue Weg "mit anderen Methoden, viel Programm für junge Spieler, viel Drumherum" schon gefallen.

"Man ist ja auch Mensch. Aber wenn man dadurch den Blick für das Wesentliche verliert, muss man sich damit beschäftigen", begründete Ballack seine jüngsten Reaktionen auf den Kurs in der Nationalmannschaft.

Details der Auseinandersetzung mit dem Manager nennt der 31-jährige Profi des FC Chelsea nicht: "Oliver Bierhoff hat seinen Bereich, für den er zuständig ist, und ich habe meinen. Ich mache meinen Job als Spieler und Kapitän. Er hat andere Aufgaben. Wir werden uns weiterhin gut ergänzen und professionell zusammenarbeiten."

Keine Spaßgesellschaft

Nach zwei Friedens-Telefonaten mit Bierhoff glaubt Ballack, dass seine Botschaft angekommen ist.

"Die Entwicklung der Mannschaft ist ja gut. Aber sie ist eben auch gut, weil die Mischung stimmt. Weil die Hierarchie stimmt, so wie sie aufgeteilt ist. Es ist wichtig, dass man sich auf das Wesentliche konzentriert und sich nicht zu sehr ablenken lässt. Es wird da oft ein Bild von der Spaßgesellschaft vermittelt, das so nicht zutrifft."

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