Fussball

Shakhatar Donezk - TSG 1899 Hoffenheim 2:2: Nagelsmann-Elf verpasst Premierensieg

Florian Grillitsch (r.) bejubelt den ersten Treffer in der Hoffenheimer Champions-League-Geschichte.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat am 1. Spieltag der neuen Champions-League-Saison einen Sieg verpasst. Im ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte spielte man auswärts gegen Shakhtar Donezk trotz zweimaliger Führung nur 2:2 (2:1).

Nagelsmann, der jüngste Trainer in der Champions-League-Geschichte, vertraute auf die identische Elf wie bei der Niederlage gegen Düsseldorf. Sein Team presste nicht allzu hoch, wollte dafür bei Ballgewinn aber schnell umschalten, vorzugsweise über Schulz auf der linken Seite. Der erste schöne Angriff führte direkt zum Erfolg, dann aber ließen sich die Gäste Stück für Stück zu weit zurückdrängen. Shakhtar hatte Schwierigkeiten, sich gute Chancen zu erspielen, und kam nur über die individuelle Klasse - der Ausgleich resultierte aus einer Einzelleistung des starken Ismaily.

In der Folge stand Donezk erneut hinten zu offen, was mehrere Hoffenheimer Konter zur Folge hatte. Bittencourt köpfte in Pyatovs Arme, eine Minute später irrte der bei einer Ecke umher, Nordtveit bedankte sich.

Nach der Pause war die Elf von Nagelsmann noch souveräner und vergab gute Chancen zur Vorentscheidung. Es war jetzt ein packendes, offenes Spiel mit hohem Tempo, bei Shakhtar hakte es am letzten Pass. In der Schlussphase konnte die TSG das hohe Tempo nicht mehr beibehalten, gerade auf den Flügeln stieß Donezk oft zur Grundlinie vor. Hoffenheim blieben im Gegenzug Konterchancen, zehn Minuten vor dem Ende war Maycons Weitschuss unhaltbar für Baumann.

Donezk war danach dem Sieg näher als die TSG, die rettete das Remis aber über die Zeit.

Daten des Spiels Shakhtar Donezk gegen 1899 Hoffenheim

Tore: 0:1 Grillitsch (6.), 1:1 Ismaily (27.), 1:2 Nordtveit (38.), 2:2 Maycon (81.)

  • Hoffenheim hatte seine letzten 7 Pflichtspiele nach einer Pausenführung zuvor alle gewonnen.
  • Donezk hatte die letzten vier Champions-League-Heimspiele zuvor alle gewonnen.
  • Mit 31 Jahren und 58 Tagen ist Julian Nagelsmann der jüngste Trainer in der Champions League aller Zeiten.
  • Hoffenheim ist der 13. deutsche Klub in der Champions-League-Geschichte. Das ist Rekord (zusammen mit Spanien).

Star des Spiels: Florian Grillitsch (1899 Hoffenheim)

Hätte fast eher zu Shakhtar gepasst, so brasilianisch lupfte er die Gäste in Führung - seinen Platz in den Hoffenheimer Geschichtsbüchern hat er damit sicher. Auch sonst umsichtig, mit einer Passquote von über 92 Prozent und 55 Prozent gewonnenen Zweikämpfen.

Flop des Spiels: Andriy Pyatov (Shakhtar Donezk)

Der 34-Jährige im Tor leistete sich beim 2:1 für Hoffenheim einen folgenschweren Fehlgriff, als er von der Linie kam, das Luftduell mit Nordtveit aber verlor. Auch sonst nicht immer ganz sicher.

Der Schiedsrichter: Jakob Kehlet (Dänemark)

Lange Leine beim Dänen. Entschied vor dem 1:0 für Hoffenheim zweimal richtig, als er zunächst beim Ballgewinn der Gäste laufen ließ und dann Vorteil gab, als Stepanenko Szalai foulte. Beim vermeintlichen 2:2 entschied das Gespann korrekt auf Abseits. Dass Rakitskiy nach der Grätsche gegen Kramaric nur Gelb sah, war eine milde Entscheidung, man hätte auch Rot zeigen können. Poschs Grätsche am Ende war sehr riskant, hätte man auch pfeifen können.

Reaktionen der Trainer:

Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim): "Das Ergebnis geht aufgrund der letzten Viertelstunde in Ordnung. Wir haben bewusst tief verteidigt, um zu kontern. Das erste Tor war sehr gut von uns gespielt, aber wir hätten auch höher führen können."

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