Fussball

FC Porto - FC Schalke 04 3:1: Trotz Pleite - Königsblau überwintert königlich

SID
Zwei Schalker bestaunen den Fallrückzieher von Oliver Torres.
© getty

Schalke 04 hat kurz nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League beim FC Porto seine erste Niederlage in der Königsklasse hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Domenico Tedesco unterlag dem portugiesischen Meister mit 1:3 (0:0) und verspielte damit schon die Chance auf den Gruppensieg.

Als die Spieler von Schalke 04 ins Drachenstadion einliefen, hatten sie ihre Mission bereits erfüllt. Dank Schützenhilfe aus Moskau hatte der Vizemeister schon vor der letztendlichen Niederlage das Achtelfinale der Champions League erreicht. Dann verspielten die Königsblauen in ihrem 200. Europacup-Spiel mit der Niederlage beim portugiesischen Meister allerdings die Chance auf den ersten Platz in der Gruppe D.

Den zweiten Rang haben die Gelsenkirchener jedoch sicher, weil zuvor der russische Meister Lokomotive Moskau mit drei Ex-Schalkern den türkischen Titelträger Galatasaray Istanbul mit 2:0 (1:0) bezwang. Vor dem Gruppenfinale am 11. Dezember gegen Lok mit Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes, Außenstürmer Jefferson Farfan und Sportdirektor Erik Stoffelshaus liegt Schalke fünf Punkte hinter Spitzenreiter Porto vier Zähler vor Istanbul.

Doppelschlag für Porto in Halbzeit zwei

Eder Militao (52.) und Jesus Corona (55.) besiegelten vor 41.603 Zuschauern im Estadio do Dragao mit einem Doppelschlag nach der Halbzeitpause die erste Schalker Niederlage in der Gruppenphase. Zudem traf Moussa Marega (90.+4). Die Abwehr der Gäste, die durch einen Handelfmeter von Nabil Bentaleb (89.) spät zum noch zum Ehrentreffer kamen, wirkte in der Phase zu Beginn des zweiten Abschnitts völlig überfordert.

Der sechste Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse ist für die Gelsenkirchener "ein Meilenstein", wie Trainer Domenico Tedesco betonte. Sportvorstand Christian Heidel hatte "das Überwintern in der Champions League" als Ziel ausgegeben. In der Bundesliga nach katastrophalem Fehlstart als Tabellen-14. noch immer weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück, zeigten die Königsblauen ihre stärksten Leistungen im Europacup.

Torhüter Fährmann hält Schalke lange im Spiel

Auch in Porto begann Schalke couragiert, ohne sich allerdings klare Torchancen herauszuspielen. Dagegen parierte Torhüter Ralf Fährmann Schüsse von Danilo (15.) und Moussa Marega (19.) glänzend. Mit zunehmender Spielzeit wurde der 28-malige portugiesische Meister immer stärker. Fährmann rettete noch einmal gegen Herrera (47.), war dann aber machtlos. Bei den Königsblauen war vom Offensivschwung des 5:2-Sieges in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg nichts mehr zu sehen.

Als die Schalker beim Aufwärmen ihre 4500 mitgereisten Fans begrüßten, hatten 3700 Kilometer entfernt in Moskau Grzegorz Krychowiak (43.) und Wladislaw Ignatijew (54.) mit ihren Toren bereits für klare Verhältnisse gesorgt. Höwedes, langjähriger Kapitän der Königsblauen und im vergangenen Sommer nach Moskau gewechselt, saß nur auf der Ersatzbank. Dagegen spielte Farfan bis zur 90. Minute. Lok verkürzte den Rückstand auf den Tabellendritten Istanbul auf drei Punkte und wahrte damit seine Chance auf den Einzug in die Europa League.

Tedesco rotierte im vorletzten Gruppenspiel erneut in großem Stil, obwohl dadurch "ein Stück weit die Automatismen flöten gehen", wie er selbst zugab. Fünf Spieler tauschte der Coach gegenüber dem Nürnberg-Spiel aus. Auf die Bank mussten unter anderem Nationalspieler Sebastian Rudy und Stürmer Guido Burgstaller. Nach vier Pflichtspielen Pause durfte Abwehrchef Naldo wieder spielen.

Die Tabelle der Gruppe D nach dem 5. Spieltag

TeamSpieleTorverhältnisPunkte
FC Porto59:313
Schalke 0454:18
Galatasaray53:54
Lokomotive Moskau54:113

FC Porto gegen Schalke 04: Die Reaktionen der Trainer

Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04): "Wir wollten gewinnen. An der Aufstellung hat man es auch gesehen, wir waren eher offensiv aufgestellt. Wir sind über das Ergebnis enttäuscht. Porto war besser, sie haben nahezu alles richtig gemacht. Wir hatten zu viele Ballverluste."

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